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Reisende erzählen – Lama-Trekk in der Cordillera Blanca

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Llama TrekkSüdamerika bereisen – in dieser Artikelreihe beschreiben viventura Reisende ihre Erlebnisse und Gefühle. Für jeden, der einmal den südamerikanischen Kontinent bereist hat, ist dies ein freudiges Wiedersehen mit der unbeschreiblichen Natur und Kultur. Das Lächeln, das unsere Tourteilnehmer auf den Gesichtern der Menschen vor Ort bewundern, setzt sich beim Lesen sofort im eigenen Gesicht fest. Sie werden die Beschreibungen der Orte geniessen und weitere Sichtweisen von anderen Personen „hautnah“ kennenlernen.

Diejenigen von Ihnen, die die Anziehungskraft dieses Kontinents ergründen wollen, finden in dieser Reihe die Gelegenheit durch die Augen der Menschen zu sehen, die voller Faszination durch die verschiedenen südamerikanischen Länder gereist sind. Den Anfang dieser Reihe macht Michael mit seinem Lama-Trekk durch die Weiße Kordillere in Peru, den er auf der viActive Peru Nord+Süd XXL erlebt hat.

Llama Trekk 3

Am Abend sind wir recht spät in Huaraz angekommen, aber ich habe noch von Jorge, meinem Guide, eine kleine Einführung und eine Packliste für die nächsten drei Tage erhalten. Früh am nächsten Morgen kamen wir in Olleros an, aber die Lamas waren leider nicht rechtzeitig da. Nachdem endlich die Lamas vollständig waren, fehlten nur einige Kordeln, um die Last auf den Tieren zu befestigen. So gab es einen kurzen Moment, in dem ich mich um vier Lamas kümmerte, und hatte auch nach wenigen Minuten den ersten kleinen Kampf zwischen den Lamas erlebt. Seit diesem Zeitpunkt weiß ich, dass ich jeden Spuckwettbewerb gegen ein Lama verlieren würde. Nicht nur in der Häufigkeit auch bei der Menge hätte ich keine Chance.

Die Wanderung von Olleros nach Chavin folgte dabei einem Pre-Inka Weg in die Cordillera Blanca. Verblüffend im ersten Moment für mich war, dass Jorge eine große Muschel mit zum Trekking genommen hat. Beim Nachfragen erklärt er mir die Bewandnis. Die Muschel wird genutzt um Signale zu geben und Informationen auszutauschen. Später in Chavin habe ich gesehen, dass dies in der Gegend verstärkt genutzt wird. Wenn ich auch zugeben muss, dass ich die etwa 1 kg schwere Muschel nicht auf dem Weg hätte tragen wollen.
Muschel als Kommunikationsinstrument

Die Wanderung begann auf ca. 3.500 m und diente mehr der Akklimatisierung. Das Ziel war ca. 10 km entfernt und lag auf 4.100 m. Leider hatten wir mit dem Wetter kein wirkliches Glück, denn gegen Abend erwischte uns Graupelregen. Als wir den Zeltplatz kurz darauf erreichten, wurde gleich das Abendessen zubereitet. Für mich gab es eine Tasse mit dampfendem Coca-Tee, welcher auf der Höhe nicht so heiß war, wie er aussah.

Am nächsten Morgen hat mich dann herrlicher Sonnenschein begrüßt. Wie kalt es war, konnte ich am Zelt erkennen, denn es war eingefroren. Die Lamas stellen ein nettes Fotomotiv zusammen mit dem Sonnenaufgang dar. Ich war überrascht wie gut das Fell isoliert, da sich eine kleine Eisschicht darauf gebildet hat. Nachdem es wieder ein sehr gutes Essen gab, bepackten wir die Lamas und es ging in Richtung Yanashallash Pass. Der Pass mit 4.700 m Höhe war das Ziel für den heutigen Tag. Die ersten Stunden gestalteten sich auf der Höhe noch recht gut, aber es wurde auch für mich immer schwerer als die Höhe zunahm. Ich war überrascht, dass die Kondition bei einer solchen Höhe so schnell abnimmt. Mit etwas Unterstützung der Guides habe ich dann aber den Pass erreicht. Wobei ich mich zwischendurch auch einmal um das Pferd kümmerte, da einige Lamas ausgebüchst waren und von unserem Guide Lenny wieder eingefangen wurden. Wie er auf dieser Höhe noch sprinten konnte, war für mich ein schieres Rätsel.

Pass

Die Aussicht während der ganzen Tour ist grandios und die Bilder können nur einen kleinen Teil wieder geben, wie es wirklich ist. Auf dem Weg sind wir an ein paar Steingebäuden vorbeigekommen, welche ein interessantes Bild vor den verschiedenen Bergen der Cordillera abgaben. Man bemerkt auch die Änderungen der Landschaft, da ab ca. 4.000 m die Baumgrenze erreicht ist und somit diese fehlen. Aber durch die Nähe zum Äquator kann man sich tagsüber problemlos im T-Shirt bewegen. Erst nach Sonnenuntergang musste ich mir etwas Warmes überziehen. Am Abend gab es dann Hühchen mit Reis, Kartoffeln und Tomaten. Ich war überrascht was Jorge so alles aus den Taschen holte und auf dem kleinen Gaskocher zauberte.

Unser Übernachtungsplatz wirkte am Morgen, als wäre er in einen unwirklichen Nebel getaucht. Das lag an den Wolken, welche durch das Tal gezogen sind. Hierbei muss man sich vorstellen, dass wir uns immer noch auf ca. 4.100 m befanden. Nachdem die Lamas wieder beladen waren, sind wir in Richtung Chavin aufgebrochen. Es ging zwar die meiste Zeit bergab, aber dafür hat sich der Weg deutlich verändert. Auf der hinter uns liegenden Seite des Passes hatten wir die Gegend für uns fast alleine. Jetzt sind wir auf der “Hauptstraße” und diese gab uns die Möglichkeit die Ortschaften genauer anzuschauen. Das hat mir auch noch einen guten Einblick in die Lebensweise der Menschen gegeben. Was mich verblüffte, sind die vielen Tiere, die die Lasten in die Orte schaffen, aber es gibt vermutlich keine andere Möglichkeit. Wir sahen auch Personen, die alle möglichen Gegenstände den Weg hochtrugen. Es waren Abwasserrohre, Stahlträger, Fenster und andere Sachen dabei. Später stelle ich fest, dass ich wenig Bilder von diesem Abstieg gemacht habe. Vermutlich waren aber die Bewohner auch froh, dass sie die Kamera nur selten gesehen haben.

Bergkreuz

Auf dem Trekk habe ich dann noch etwas vom Synkretismus erfahren. Das bedeutet, dass Elemente aus der christlichen Religion und aus dem Götterglauben gemischt werden. Da die Berge als Götter gelten, sind zwar Kreuze aufgestellt worden, aber weiterhin werden die Berge als Götter betrachtet.

Als wir dann kurz vor Chavin waren, stießen wir auf eine Stelle an welcher der Berg etwas abgerutscht war. Dort hat sich Jorge meinen Rucksack noch umgeschnallt und ist damit den Berg runter gelaufen. Ich glaube, dass ich in diesem Abschnitt mehr Sorgen um ihn hatte, als er um mich, da der Weg nicht mehr befestigt war. In Chavin bekam ich von ihm noch eine Führung durch die Ruinen, da wir die Gruppe um ein paar Minuten verpasst hatten.

Ruinen

Lenny ist zu dieser Zeit bereits mit den Llamas wieder nach Huaraz aufgebrochen, er wird die Strecke in einem Tag schaffen. Von Jorge habe ich mich nach dem Rückweg mit dem Bus in Huaraz verabschiedet.

Am Ende dieser drei Tage ist mir klar, dass ich in diese Gegend zurückkehren werde.

Hat auch Sie Peru neugierig gemacht? Auf den viActive Peru Nord+Süd XXL-Touren erleben Sie mit unserem Tourguide Gabriele neben der Cordillera Blanca auch unter anderem Machu Picchu, die Nazca-Linien, den Titicacasee und den Urwald.

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Eine Antwort auf “Reisende erzählen – Lama-Trekk in der Cordillera Blanca”

  1. Kristina sagt:

    Ja, ich hab 1999 den Inka-Trail (in 4 Tagen) gemacht und 200 den Misti bestiegen. Das sind tolle Erfahrungen, die ich nicht missen will!!!

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Der Autor:

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