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San Gil – La Perla del Fonce

19. Sep 2008Allgemein 0 Kommentare

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Unter ausländischen Touristen noch relativ unbekannt hat sich San Gil – die Perle am Rio Fonce, wie die Stadt liebevoll genannt wird – in den letzten Jahren zum Zentrum für Abenteuertourismus in Kolumbien entwickelt. Die kleine Kolonialstadt mit seinen ca. 30.000 Einwohnern liegt etwa 100 Kilometer südlich von Bucaramanga, der Hauptstadt des Departamentos Santander, auf ungefähr 1.200m Höhe. Seit 2004 ist San Gil die Tourismushauptstadt von Santander.


Die Liste der möglichen Aktivitäten in San Gil scheint endlos zu sein. Angefangen von Rafting, über Paragliding hinzu Caving oder dem Abseilen an einem 100m hohem Wasserfall, dürfte sich hier für jeden etwas finden lassen. Für Leute, die den ganz besonderen Kick suchen, besteht sogar die Möglichkeit des Bungee-Jumpings direkt über dem Rio Suarez oder dem Rio Chicomocha. San Gil und seine Umgebung bieten zudem einige weitere kulturelle Höhepunkte. 30 Minuten von der Stadt entfernt liegt Barichara – viele Kolumbianer behaupten, dass dies das schönste Dorf Kolumbiens sei. Die weissen, kolonialen Haueser, die idyllische Umgebung und die Ruhe des Dorfes erzeugen eine Atmosphäre die vermuten lässt, dass man sich in einem ganz anderem Jahrhundert befindet.

An diesem Wochenende wollen wir San Gil endlich für uns entdecken. Nach einer langen 6-stündigen Fahrt kommen wir in dem beschaulichen Städtchen – idyllisch in einem kleinem Tal gelegen, umgeben von grünen Bergketten – an. Die Stadt empfängt uns mit Sonnenschein und absoluten Wohlfühltemperaturen von ca. 25 Grad. Das kühle Bogota liegt hinter uns und uns erwartet ein abenteuerliches, aber trotzdem entspanntes Wochenende.

Die Abenddämmerung hat bereits begonnen und wir schlendern zum Plaza Principal, um dort gemütlich zu Abend zu Essen. Der Hauptplatz der Stadt ist voll mit Menschen. Jung und alt treffen sich hier jeden Abend, es scheint, als ob die ganze Stadt auf den Beinen ist. Die Atmosphäre ist entspannt und fröhlich, an jeder Ecke ertönt Musik, zahlreiche Maler verkaufen Portraits, Geschichtenerzähler oder Jongleure unterhalten die Menschen. Beeindruckend sind die gigantischen alten Bäume, die tagsüber dem gesamten Platz Schatten spenden. So verbringen wir den ganzen Abend an diesem wunderschönen Ort.

Wie eingangs schon erwähnt sind die möglichen Freizeitaktivitäten in San Gil riesig, leider haben wir nur 2 Tage Zeit, die Stadt und ihre Umgebung kennenzulernen – uns ist jetzt schon klar, dass dies niemals ausreichen wird. Vormittags besuchen wir den Botanischen Garten von San Gil, „Parque El Gallineral“ genannt. Dieser ist nicht besonders gross, aber besticht durch seine Vielzahl an ungewöhnlichen Baum- und Pflanzenarten. Am Nachmittag fahren wir zum Chicomocha-Canyon, einen der grössten Canyons in ganz Südamerika. Hier starten wir zu unserem Highlight des Tages, dem Paragliding. Unsere „Flugbegleiter“ sorgen mit spektakulären Flugmanövern für zahlreiche Adrenalinstösse. Die Aussicht über den Canyon ist überwältigend, hinzu kommt das Gefühl grenzenloser Freiheit, wenn man so durch die Lüfte schwebt. Adler kreisen über, unter und neben uns, es ist fast so, als ob man sie berühren kann. Eine gute Stunde dauert der ganze Spass, bevor wir am frühen Abend nach San Gil zum Plaza Principal zurückkehren, um erneut dass feuchtfröhliche Treiben zu geniessen.


Unseren zweiten Tag verbringen wir heute am Fluss „Curiti“, im winzigen Badeort Pescaderito. Um dorthin zu gelangen nehmen wir den Bus von San Gil nach Curiti und wandern von dort aus eine gute halbe Stunde lang weiter bis zum Fluss, der sich durch die Berge des Nationalparks Sanctuary seinen Weg ins Tal bahnt. Umgeben von saftiggrünen Bergketten geniessen wir den ganzen Tag lang Sonne, Natur und das glasklare Wasser, bevor wir am Abend zurück noch Bogota aufbrechen.

San Gil ist mehr als nur eine Reise wert, ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letzter Besuch dieser kleinen, malerischen Kolonialstadt gewesen ist. Habt Ihr ebenfalls Lust bekommen, diese Gegend kennenzulernen? Die touristische Infrastruktur von San Gil ist jedenfalls sehr gut, die mögliche Auswahl an Aktivitäten sehr gross. Hotels und Restaurants findet man in allen Preis- und Qualitätsklassen. An der Uferpromenade der Stadt befinden zahlreiche kleine Touristenagenturen, die verschiedenste Aktivitäten zu sehr moderaten Preisen anbieten. Und die Einwohner von San Gil scheinen noch freundlicher und liebenswerter zu sein, als man es von Kolumbien sowieso gewohnt ist.

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