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viSozial: Hoffnung für Jugendliche in El Alto, Bolivien

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Luz_Esperanza_39590„Luz de Esperanza“ ist ein, von viSozial e.V. gefördertes, Projekt für junge Männer, die auf den Straßen von El Alto, nahe La Paz, leben. Im Projekt vereinen sie sich, um sich dort auf ein zukünftig besseres Leben vorzubereiten. Mit viel Kreativität und Geschick arbeiten sie an diesem Projekt am Stadtrand von El Alto. Zusammen mit Lucia und Ana besuche ich das Projekt und möchte Ihnen von unseren Eindrücken berichten.

In einer der Werkstätten von „Luz de Esperanza“ bin ich auf das Buch „Nosotros Chicos de la Calle“ (Unsere Jungs der Straße) gestoßen, welches in Zusammenarbeit mit den Straßenkindern entstanden ist. Zusammen mit kurzen Auszügen aus dem Buch möchte ich Ihnen das Projekt genauer vorstellen.

Flucht in Alkohol und Drogen

Jeden Tag kämpfen die Jugendbanden auf den Straßen von El Alto um ihr Überleben. Viele der Jugendlichen haben alhohol- oder drogenabhängige Eltern oder sind sogar Waisen. Auf den Straßen finden die Kinder und Jugendlichen Zuflucht. Ihren Schmerz und ihre Einsamkeit ersticken sie meist in Alkohol und anderen Drogen. Das Leben auf der Straße ist hart und es herrscht Gewalt, viele müssen sogar sterben.

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Um sich etwas Essen, Alkohol, Drogen und ab und an etwas Kleidung zu leisten, arbeiten die Kinder als Schuhputzer, Aushilfen im Haushalt, Autowäscher oder Müllmänner. Viele gehen auf die Strasse, um zu stehlen. „La salud es un tráfico. No hay atención. Cero Cero Cero!“ – „Die Gesundheit ist ein Verkehrsknotenpunkt. Es gibt keine Aufmerksamkeit. Null Null Null!“.

Erkrankungen wie Grippe oder Angina werden von den Kindern und Jugendlichen nicht ernst genommen. Sie sind der Meinung, dass dies keine Krankheiten sind und mit genügend Alkohol und Zitronentee kuriert werden können. Jedoch sterben viele an dieser Fehleinschätzung. „Hay esperanzas de salir adelante! La esperanza es la Luz, la alternativa de los chicos de la calle (…)“„Es gibt Hoffnungen, um nach vorne zu schauen! Die Hoffnung ist das Licht, die Alternative der Straßenkinder (…)“.

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Ein Hoffnungsschimmer

Im Jahr 2000 gründete Doris Yolanda Huerta Quino, eine Nonne aus Peru, gemeinsam mit ein paar Jugendlichen der Straßen El Altos das Projekt „Luz de Esperanza“. Auf einem Geländeplatz fingen sie an, erste Häuser zu bauen, in denen die Kinder wohnen konnten. Gemeinsam mit Doris bauten sie eine Gemeinschaftsküche und Gewächshäuser. Zusammen schufen die Jugendlichen einen Ort, an dem sie gemeinsam über ihren Schmerz und ihre Erlebnisse auf der Straße sprechen können. Für die jungen Männer wurde „Luz de Esperanza“ eine Familie. So sagt Paco, ein Straßenjunge: „Meine wahre Familie ist das Projekt!“.

Mit den Jahren kamen immer mehr Kinder und Jugendliche in das Projekt und halfen bei dem Aufbau. Mittlerweile gibt es verschiedene Werkstätten für Metall und Holz, Näh- und Waschräume, Ställe für Lamas, Schafe, Schweine, Kaninchen, Hühner und Gänse. Außerdem bauen die Projektmitglieder Tannen, Salat und Rosen an, um diese auf dem Markt zu verkaufen. Die Arbeit mit den Tieren und Pflanzen ist Teil der Therapie. Mit ihrer Hilfe können die Jugendlichen ihre Erschütterung verarbeiten und ihr Trauma heilen.

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Fortschritte und Rückstöße bei „Luz de Esperanza“

Die Kinder sind froh, über einen Zufluchtsort, in dem sie sich sicher fühlen. Einen Ort, den sie pflegen können und zu dem sie zurückkehren können. Viele möchten in Zukunft studieren, glauben an eine bessere Zukunft und arbeiten hart dafür.

Als ich mit Ana und Lucia von viSozial Bolivien in das Projekt fahre, treffen wir auf Daniel, eines der ersten Straßenkinder, die im Projekt Zuflucht fanden. Heute ist er sogar Leiter und Verantwortlicher des Projekts, ein großer Erfolg für ihn. Gemeinsam mit 15 jungen Männern lebt er auf dem Gelände von „Luz de Esperanza“. Während er uns auf dem Gelände herumführt, erzählt er von vielen Männern, welche das Projekt verließen, um zu studieren, zu arbeiten oder sogar eine Familie zu gründen. Wenige haben jedoch die Kraft und gehen zurück auf die Straße. Oft verfallen sie dort wieder in die Drogenabhängigkeit und sterben durch die Kriminalität auf den Straßen.

Im Buch „Nosotros Chicos de la Calle“, sagt Daniel: „Danke Gott, mir geht es gut und ich habe die Kraft, um nach vorn zu gehen!“

Es gibt viele neue Ideen für das Projekt. Im nächsten Jahr planen die jungen Männer Kartoffeln anzubauen und es sollen noch weitere Workshops entstehen, die die Traumatherapie unterstützen sollen. Mit „Luz de Esperanza“ ist eine Zukunft für die jungen Männer möglich. Ein Licht im Dunkel, dass ihnen Hoffnung gibt auf ein besseres Leben. Edgar Quisbert Mamani sagt: „Crecí ahí, pero espero quedarme aquí en el Terreno.“ „Ich bin dort geboren, aber ich hoffe hier im Terreno (Projekt) zu bleiben.“

Haben Sie dieses oder andere Projekte während Ihrer viventura Reise besucht? Was ist Ihnen besonders aufgefallen? Was hat Ihnen gefallen und wo sehen Sie Verbesserungspotential? Wir freuen uns auf Ihre Meinung!

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Der Autor:

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