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Was Sie über Südamerika bei Olympia nicht wissen!

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olympia _stadiumVor kurzem sind in London die Olympischen Spiele 2012 zu Ende gegangen, 2016 werden die nächsten Sommerspiele zum ersten Mal in der Geschichte Olympias auf südamerikanischen Boden veranstaltet, und zwar in Rio de Janeiro. Die Olympische Fahne ist mittlerweile in der zweitgrößten Stadt Brasiliens angekommen und die Vorbereitungen laufen schon auf Hochtouren (wir werden darüber in einem zukünftigen Blog berichten). In dieser Ausgabe wollen wir noch einmal rekapitulieren, wie es den südamerikanischen Nationen in London ergangen ist.

BRASILIEN:

wembley-stadium

Wie in der Vergangenheit war Brasilien auch in London wieder die erfolgreichste südamerikanische Nation bei den Olympischen Sommerspielen und gewann insgesamt 17 Medaillen: 3 Gold, 5 Silber und 9 Bronze – gleichbedeutend mit dem 22. Gesamtplatz unter mehr als 200 teilnehmenden Nationen und dem zweitbesten Resultat des Landes bei Olympia überhaupt. Nur in Athen 2004 war man mit 5 Gold-, 2 Silber- und 3 Bronzemedaillen erfolgreicher.

Trotzdem waren die brasilianischen Fans nach den Spielen sehr enttäuscht. Wie das? Brasilien hatte noch nie zuvor eine olympische Goldmedaille im Männerfußball gewonnen. Dieses Mal war die „Seleção“ gerade nur so gespickt mit Superstars wie Neymar, Lucas, Oscar oder Ganso. Die Erwartung, dass es dieses Mal klappen würde, war daher enorm, und umso größer die Enttäuschung, als man das Finale gegen eine sehr starke mexikanische Mannschaft mit 1:2 verloren hatte. Über diese Silbermedaille konnte sich in Brasilien niemand so richtig freuen. Aber auch die favorisierte Damenmannschaft konnte ihrem Favoritenstatus nicht gerecht werden und schon im Viertelfinale gegen Japan aus…

Die enttäuschenden Fußballergebnisse stellten die hervorragenden Leistungen vieler brasilianischer Athleten in anderen Sportarten leider ein bisschen in den Schatten. Vor allem die brasilianischen Volleyballer waren wieder einmal sehr erfolgreich: die Damen holten in souveräner Manier den Olympiatitel, während die Herren nach einer 2:3 Niederlage im Finale gegen Russland nur ganz knapp an der Goldmedaille vorbeischrammten. Im Beachvolleyball gewannen Alison Cerutti und Emanuel Rego zudem die Silbermedaille bei den Männern bzw. Juliana Felisberta und Larissa França die Bronzemedaille bei den Damen.

Bei den Einzelathleten gewann der Geräteturner Arthur Zanetti sensationell die Goldmedaille an den Ringen, während der Olympiasieg von Sarah Menezes im Judo schon eher erwartet werden Konnte. Der Schwimmer Thiago Pereira holte sich über 400m Lagen ebenso eine Silbermedaille wie der Boxer Esquiva Falcão Florentino im Mittelgewicht der Herren – was übrigens die erste Finalteilnahme eines brasilianischen Boxers bei Olympia bedeutete.

Zuguterletzt musste sich César Cielo Filho, der schnellste Schwimmer der letzten Olympischen Spiele 2008 in Peking, wo er die 50m Freistil gewonnen hatte, mit einer Bronzemedaille im selben Bewerb begnügen. Die anderen Bronzemedaillen gingen an Felipe Kitadai, Mayra Aguiar und Rafael Silva im Judo, Robert Scheidt und Bruno Prada im Segeln, Adriana Araujo und Yamaguchi Falcão im Boxen und an Yane Marques im Modernen Fünfkampf der Damen.

KOLUMBIEN:

kolumbien-in-olympia

Wie Brasilien war auch Kolumbien mit insgesamt acht Medaillen sehr erfolgreich bei den Olympischen Sommerspielen in London. Mit einer Gold-, 3 Silber und 4 Bronzemedaillen konnte man das mit Abstand beste Ergebnis in der Geschichte Olympias erzielen, das Land hatte davor noch nie mehr als drei Medaillen gewonnen. Die allgemeine Reaktion in Kolumbien war der pure Kontrast zu Brasilien: große Euphorie, mit deren alle ihre olympischen Athleten gefeiert wurden.

Wir hatten in einem früheren Blogartikel mountain-biking in Medellin schon mal erwähnt, dass Kolumbien eine Großmacht im internationalen Radsport ist – eine Tatsache, die sich in London mehrmals bestätigte. Allen voran durch Mariana Pajón, die als absolute Topfavoritin in das Damen BMX Rennen ging, ihre Fans nicht enttäuschte und Kolumbiens zweite Goldmedaille überhaupt in der Geschichte der Olympischen Spiele feiern durfte. Rigoberto Urán gewann zudem die Silbermedaille im prestige-trächtigen Straßen-Radrennen der Männer, während Carlos Oquendo im BMX dritter wurde.

Eine ebenso hervorragende Leistung wurde von Weltklasse-Dreispringerin Caterine Ibargüen erbracht, die in ihrem Spezialbewerb eine sehr wertvolle Leichtathletik-Silbermedaille erringen konnte. Die andere Silbermedaille ging an Óscar Figueroa im Gewichtheben der Männer bis 62kg. Die restlichen Bronzemedaillen gingen an Yuri Alvear im Judo der Damen, Óscar Muñoz Oviedo im Taekwondo und Jaqueline Rentería Castillo im Ringen.

ARGENTINIEN:

basketball-arena

Argentinien war dieses Mal bei den Olympischen Spielen in London mit insgesamt vier Medaillen das dritterfolgreichste Land Südamerikas: je eine davon in Gold und Silber, zwei in Bronze. Normalerweise ist das argentinische Fußball-Team der Männer ein heißer Tipp für den Olympiasieg, hatte man doch sowohl 2004 in Athen als auch 2008 in Peking diesen Bewerb für sich entschieden. Dieses Mal konnte sich Argentinien weder bei den Damen noch bei den Herren für das Fußballturnier qualifizieren. Sebastián Crismanich sprang für die Fußballer in die Bresche und gewann im Taekwondo der Männer bis 80kg die einzige Goldmedaille für das Land der Gauchos.

Ohne die FußballerInnen lastete der große Druck der ganzen Nation, die traditionelle Mannschafts-Medaille doch noch zu gewinnen, zum einen auf den Hockey-Damen (auch „Leonas“ genannt) und zum anderen auf dem Basketball-Team der Herren, das mit NBA-Superstars wie Manu Ginóbili, Luis Scola and Andrés Nocioni gespickt war. Die Leonas erreichten tatsächlich das Finale, wo sie sich aber den Niederlanden mit 0:2 geschlagen geben und sich mit der Silbermedaille begnügen mussten. Die Basketballer schafften es bis ins Semifinale, wo man gegen das „Dream-Team“ der USA den Kürzeren zog und anschließend das Spiel um die Bronzemedaille gegen Russland denkbar knapp mit 77:81 verlor.

Trotz der Gold- und Silbermedaille von Crismanich und der Leonas, war es eine Bronzemedaille die eine ganze Nation zu Tränen rührte – die von Juan Martin del Potro im Tennis Einzel der Herren. Del Potro verlor in einem epischen viereinhalbstündigen Semifinale (gleichbedeutend mit dem längsten je gespielten Tennis-Match der Geschichte Olympias) gegen die aktuelle Nummer eins, Roger Federer, mit 6:4, 6:7(5:7) und 17:19 (!!!). Er konnte bei anschließenden TV-Interviews die Tränen kaum noch verbergen und begann bitterlich zu weinen – nicht nur, weil er das Semifinale denkbar knapp verloren hatte, sondern auch weil er sich im Spiel um die Bronzemedaille gegen den ehemaligen Weltranglistenersten Novak Djokovic kaum Chancen ausrechnete. Auch nach diesem Match flossen sowohl bei Del Potro als auch in ganz Argentien wieder reichlich die Tränen – dieses Mal aber waren es Freudentränen da er Djokovic überraschenderweise mit 7:5 6:4 bezwungen hatte. Die andere Bronzemedaille ging übrigens an den Segler Lucas Calabrese Jan de la Fuente in der 470er Klasse der Männer.

VENEZUELA:

Das einzige südamerikanische Land, dass neben Brasilien, Kolumbien und Argentinien eine Medaille in London gewinnen konnte, war Venezuela: Rubén Limardo holte sich im Degenfechten der Herren sensationell die Goldmedaille nach einem denkbar knappen 6:5 Finalsieg gegen den Norweger Bartosz Piasecki. Diese Goldmedaille war erst die zweite überhaupt in der Geschichte für Venezuela – die erste gewann der Boxer Francisco Rodriguez 1968 in Mexico City.

Limardos Medaille war die einzige für Venezuela bei den Spielen in London. Andere herausragende Leistungen, die zwar nicht für eine Medaille aber sehr wohl für ein „Olympisches Diplom“ ( vergeben an Plätze 4 bis 8 ) reichten, waren die 4x400m Staffel der Männer in der Leichtathletik und der Mannschafts-Sprint der Damen-Radmannschaft, die jeweils den ausgezeichneten siebten Rang erreichten.

CHILE und ECUADOR:

olympia-stadium

Sowohl Chile als auch Ecuador gingen dieses Mal in London leer aus. Trotzdem können beide Länder einige brilliante Ergebnisse vorweisen, die auf jeden Fall erwähnenswert sind. Der chilenische Geräteturner Tomás González, zum Beispiel, schrammte mit seinen beiden undankbaren vierten Plätzen am Boden und beim Sprung nur ganz knapp an der ersten Medaille seines Landes in dieser Sportart vorbei. Nachdem man in Athen und Peking durch Fernando Gonzales und Niclas Massú insgesamt 2 Gold-, 1 Silber- und 1 Bronzemedaille im Tennis gewonnen hatte, war die negative Überraschung Chiles, dass sich kein Tennisspieler für London qualifizierte.

Auch Ecuador konnte seine Medaillenbilanz in London nicht aufbessern, womit die Gold- und Silbermedaille des Gehers Jefferson Perez in den 20km-Bewerben von Atlanta 1996 und Peking 2008 die einzigen beiden Medaillen des Landes in der Geschichte von Olympia bleiben. Die Tatsache, dass sich der Leichtathlet Alex Quiñónez sensationellerweise für das 200m Finale qualifizierte und ausgezeichneter 7. wurde, ist mehr als erwähnenswert. Weitere Olympische Diplome bekamen die Gewichtheber Jorge Arroyo und Seledina Nieves, die beide in ihren jeweiligen Klassen den 8. Rang erreichten.

URUGUAY:

Uruguay hatte mit 29 Athleten in 9 Sportarten das größte Aufgebot der Geschichte nach London geschickt. Nachdem das Fußball-Team der Männer in der Qualifikation für London sensationell den Titelverteidiger Argentinien eliminiert hatte, war die Erwartungshaltung im kleinsten Südamerikanischen Land hoch, dass es vielleicht mit der ersten Medaille seit 12 Jahren (Milton Wynants gewann 2000 in Sydney Silber im Rad-Punkterennen der Männer) klappen könnte. Als dann noch die beiden Stürmer-Superstars Edinson Cavani und Luis Suarez von ihren Vereinen für die Spiele freigestellt wurden, begannen einige Fans schon von der dritten Goldmedaille der Geschichte Uruguays zu träumen (die beiden anderen waren 1924 und 1928 auch von den Fußballern gewonnen worden).

Das Ergebnis? Die Vereinigten Arabischen Emirate wurden im ersten Spiel noch 2:1 besiegt, aber danach mussten sich die Urus gegen Senegal mit 0:2 und gegen Großbritannien mit 0:1 geschlagen geben, was das Ausscheiden in der ersten Runde bedeutete. Die Tatsache, dass der Segler Alejandro Foglia mit seinem 8. Platz in der Laser-Klasse der Männer das einzige olympische Diplom des Landes in London gewann, war da nur ein schwacher Trost.

PERU, PARAGUAY und BOLIVIEN:

olympische-ringe

Peru, Paraguay und Bolivien konnten leider weder olympische Medaillen noch Diplomas gewinnen. Der 10. Platz von Silvana Saldarriaga aus Peru im Frauen-Gewichtheben war dabei noch das beste Ergebnis. Das letzte Mal, dass Peru eine Medaille gewonnen hat, war durch Juan Giha im Tontaubenschießen 1992 in Barcelona. Wohl unvergessen aber für viele Peruaner ist die Silbermedaille des Damen-Volleyballteams 1988 in Seoul.

Paraguay und Bolivien waren weit von Olympischen Medaillen oder Diplomas entfert. Paraguay entsandte 8 Athleten in 6 Sportarten, wobei der bescheidene 20. Rang von Gabriela Mosquera im Ruder-Einer das beste Resultat war. Die Nation hat überhaupt erst eine Medaille in der Olympischen Geschichte gewonnen, nämlich 2004 in Athen, als man im Fußball Argentinien erst im Finale mit 0:1 unterlag. Bolivien hat hingegen noch nie eine Medaille bei Olympia gewonnen und dieses Mal 5 Athleten in 3 Sportarten nach London geschickt. Der 31. Rang von Juan Carlos Perez im Tontaubenschießen der Männer blieb das beste Resultat des Landes.

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