23.03.11 16:41

Rezept des Monats - peruanisches Quinoa Risotto

Vor 5.000 Jahren war Quinoa (Inkakorn/Inkareis) eines der wichtigsten Getreidearten der Anden und galt als Grundnahrungsmittel der andinen Dörfer während der (Vor-)Inkazeit. Es wächst normalerweise auf 2.500m Höhe, wobei auch es auch Vorkommen auf bis zu 4.000m hohen Bergen gibt. Quinoa gehört, ebenso wie Spinat, zur Familie der Fuchsschwanzgewächse, wird aber wegen Verwendungsart und Aussehen eher dem Getreide zugeordnet.

Aufgrund des hohen Vitamin-, Protein- und Magnesiumanteils wird das Inkakorn heute wieder häufiger, besonders in der neuen andinen Küche verwendet, die vorspanische kulinarische Bräuche mit internationalen Rezepten kombiniert. Darüber hinaus wird Quinoa ebenfalls in Europa immer bekannter und Sie können das Getreide in vielen gut sortierten Supermärkten und Reformhäusern finden.

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29.11.10 21:05

Weihnachtsrezept aus Bolivien: La Picana de Navidad

Haben Sie schon einmal von Picana de Navidad gehört? Unser Partnerbüro aus La Paz empfiehlt dieses traditionelle Gericht welches an den Weihnachtsfeiertagen in Bolivien gereicht wird.  Bei der Picana de Navidad werden verschiedenste Fleischsorten mit einer würzigen Soße serviert; ein für deutsche Vorstellungen etwas ungewöhnliches Konzept, dass Sie aber nicht vom Nachkochen abschrecken sollte.

 

Dem bolivianischen Brauch nach wird die Picana am Heiligabend im Kreise der Familie, nach der Mitternachtsmesse verzehrt. Tagsüber gehen die Kinder von Haus zu Haus, verkleidet als die Heiligen Drei Könige, tanzen vor den Krippen der Nachbarn und verdienen sich auf diese Weise Süßigkeiten und Gebäck. Am Folgetag, am 1. Weihnachtsfeiertag, ist traditionell die Bescherung, nachdem das Christkind die Geschenke in die Schuhe gelegt hat. In der Weihnachtszeit ist in fast jedem bolivianischen Haus eine Krippe zu finden. Weihnachtsbäume wie in Europa, werden erst seit Kurzem aufgestellt.

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18.11.10 19:57

Rezept des Monats - Brasilianisches Carreteiro de Charque

Der Carreteiro ist ein typisches Gericht aus dem Süden Brasiliens. Diese traditionelle Speise, dessen Zutaten hauptsächlich aus Reis und getrocknetem Fleisch bestehen, wurde von den "Troperos", den brasilianischen Gauchos, zubereitet. Die Viehhirten, die sich in den unendlichen Weiten der argentinischen und brasilianischen Pampa bewegten, gaben dem Fleisch große Mengen Salz hinzu, um es vor dem Verderben zu bewahren.

Der Carreteiro war einst eines der beliebtesten Gerichte während der langen und beschwerlichen Wege, die die brasilianischen Cowboys zurücklegen mussten. Nicht nur damals von den Gauchos, sondern auch heutzutage wird der Carreteiro noch leidenschaftlich von der lokalen Bevölkerung verspeist. Kosten doch auch Sie einmal ein original brasilianisches Carreteiro! Die Mengenangaben gelten für vier Gauchos bzw. acht normale Personen. Die Zubereitung dauert ca. 45 Minuten.

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06.10.10 02:28

Rezept des Monats - Kolumbianische "Papas rellenas"

Dieses Mal wollen wir Ihnen ein kolumbianisches Gericht vorstellen, das zwar nicht so bekannt ist wie die Ajiaco-Suppe aus Bogota oder die "Bandeja-Paisa" (eine Art Allerlei aus der Kaffeegegend in den Zentralanden), aber in verschiedenen Variationen in Kolumbien an fast jedem Imbiss zu finden ist: Papas rellenas, gefüllte Kartoffeln.

Unser Rezept ist für 4 Personen und wir nutzen Hackfleisch für die Füllung, welches in Kolumbien immer vom Rind ist. Das Rinderhack kann durch Fisch oder Hähnchen ersetzt werden, Vegetariern empfehlen wir es mit Reis, Linsen oder Tofu zu probieren.

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23.08.10 21:27

Rezept des Monats - Encebollado ecuatoriano

Sie haben noch nie von Encebollado gehört? Hier finden Sie das Rezept zu diesem typisch ecuadorianischem Gericht! Encebollado, ein kräftiger Sud aus Yukka (oder Maniok), roten Zwiebeln, Thunfisch und Tomaten, ist ein traditionelles Gericht der Küstenregion Ecuadors. Es kann jedoch im ganzen Land gefunden und zu jeder Uhrzeit genossen werden. Viele Ecuadorianer stärken sich schon morgens zum Frühstück mit einem Encebollado begleitet von Popcorn, frittierten Kochbananenchips oder Reis.

Es wird vermutet, dass der Ursprung dieses Gerichtes zurückgeht auf die Blütezeit der Kolonialstadt Guayaquil, eine Hafenstadt gelegen im Südwesten Ecuadors. Auf den Schiffen, Galeonen und Werften, arbeiteten Ingenieure und Arbeiter lange Stunden und durch die harte, körperliche Anstrengung waren sie oft müde. Man sagt, dass die Männer nach durchzechten Nächten, am Morgen danach ein kräftigendes Encebollado verzehrt haben, was ihre Kopfschmerzen gelindert hat. Der Geschichte nach, waren es die schwarzen Sklaven, die den Encebollado erfunden haben, die meist als Wasserträger oder Köche auf den Schiffen gearbeitet haben. Auch heute noch gilt Encebollado als Wundermittel gegen Kopfschmerzen nach einer langen Nacht.

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05.08.10 03:11

Empanada Rezept: Saltenas Bolivianas

Der Name "Salteñas bolivianas" sagt Ihnen nichts? Dann wird Ihnen gleich das Wasser im Mund zusammenlaufen, wenn Sie unser Rezept des Monats lesen. Die Salteña, die typische saftige Empanada ist eine gefüllte Teigtasche. Dieses ursprüngliche Gericht Boliviens und Argentiniens aber auch anderer südamerikanischer Länder wie Kolumbien hat eine Füllung aus Fleisch oder Hühnchen, Ei, Kartoffeln und einigen speziellen Zutaten und Variationen.

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20.04.10 14:17

Rezept des Monats - Carurú aus Brasilien

Freitags isst man in Brasiliens Provinz Bahia das historische Gericht Carurú. Das Gemisch, bestehend aus Kräutern und Quiabo-Gemüse, (auch Okras oder Gemüse-Eibisch) ist indianisch-afrikanischer Herkunft und wird zusammen mit Fisch oder Fleisch serviert. Wenn Sie sich diesen Gaumenschmaus nicht entgehen lassen wollen, erkläre ich Ihnen, wie Sie diese brasilianische Köstlichkeit zubereiten können. Zuvor möchte ich Ihnen noch einen kleinen Eindruck geben, wie dieses Rezept entstand bzw. wodurch es geprägt wurde.

Die zahlreichen Einflüsse auf die brasilianische Kultur spiegeln sich in Religion, Tänzen, Musik und natürlich auch besonders in der Küche des Landes wieder. Salvador de Bahia war sogar einmal die Hauptstadt des Landes, was ein weiterer Grund dafür ist, dass die afrikanischen Einflüsse hier besonders zu spüren sind. Viele tausende Sklaven wurden zu Kolonialzeiten hierher verschifft - die Stadt entwickelte sich dadurch zur Wiege der afro-brasilianischen Kultur und folglich auch Küche.

Nun komme ich zu den Zutaten für dieses leckere Gericht aus Bahia. Die Angaben sind für 6 Personen berechnet.

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28.02.10 02:10

Rezept des Monats: El Cauche de Queso aus Peru

Habt ihr schon mal ein Gericht aus Arequipa gekostet? Wenn ja, seid ihr auch der Meinung, dass die Küche Arequipas ganz besonders schmackhaft ist? Laut der alten Arequipeños ist der wunderbare Geschmack unserer Speisen den fruchtbaren Feldern und der guten Qualität des Viehs zu verdanken. Die Gerichte sind auch sehr vielseitig und reichen von einfachen Kartoffelgerichten über zahlreiche Fleischspezialitäten bis hin zu leckeren Fisch- und Meeresfrüchtespeisen.

Jeder richtige Arequipeño weiß, dass es eine Spezialität für jeden Wochentag gibt: am Montag "El Chaque" (Brühe mit Kartoffeln, Gemüse, Fleisch, Eingeweide und Magen), am Dienstag "El Chairo" (Suppe mit Rind- oder Lammfleisch), am Mittwoch "Chochoca" (Brühe mit Mais, Fleisch und Gemüse), am Donnerstag "la Timpusca" (Eintopf mit Dörrfleisch und Algen) und am Freitag die berühmte "Chupe de Viernes" (Suppe mit Gemüse und ohne Fleisch). Bis heute wird in den Picanterias von Arequipa (typische Restaurants, wo Gerichte basierend auf pikanten Zutaten serviert werden) dieser Brauch strikt eingehalten.

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04.02.10 17:20

Rezept des Monats: Argentinische Carbonada

Habt ihr schon einmal eine kräftige Speise aus dem Tontiegel oder ein argentinisches Gericht probiert? Für euch und natürlich auch für alle anderen stelle ich heute ein köstliches und gesundes Gericht der argentinischen Hausmannskost vor: "Carbonada". Es ist eine deftige Suppe aus dem Nordosten Argentiniens, die aber auch in Chile und Peru genossen wird. Dort heißt sie allerdings "Locro". Dieser Eintopf ist sehr populär in der gesamten Andenregion und der Name "Carbonada" (verkohlt) findet  seinen Ursprung in der Zubereitungsweise.

Das Fleisch wird so lange gekocht, bis es fast "verkohlt" zu sein scheint. Es wird zusammen mit den anderen Zutaten gegart, damit sich die Geschmäcker mischen und so ein einzigartiger Gesamtgeschmack entsteht.

Es gibt Gerichte, die mit der Zeit in Argentinien "nationalisiert" wurden. Eigentlich stammt die Carbonada aus Belgien (Carbonnade). Ich hoffe, dass euch dieses tolle Rezept schmeckt. Als kleinen Tipp: Am besten serviert man zu Carbonada einem guten Rot- oder Weißwein. Also, ran an den Herd!

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22.12.09 14:26

Rezept des Monats: kolumbianische Shrimps-Ceviche

Schon einmal von der berühmten südamerikanischen Ceviche gehört oder sogar schon einmal davon gekostet? In vielen südamerikanischen Ländern ist Ceviche ein traditionelles Gericht. Allerdings hat es überall seinen eigenen Stil und seine eigene Zubereitungsart, was dem Gericht in jedem der Länder einen einzigartigen Geschmack verleiht. Die Version der kolumbianischen Shrimps-Ceviche, die ich euch heute vorstellen möchte, ist eine Mischung aus verschiedenen Geschmacksrichtigungen, die vor allem die Kolumbianer an den Strände in Santa Marta und Cartagena verzehren. Es ist ein einfaches, gesundes, frisches und sehr leckeres Gericht und ist auch unter dem Namen Shrimps-Cocktail bekannt.

Es gibt verschiedene Interpretationen über den Ursprung der Ceviche. In einem allerdings ist man sich einig und zwar, dass die Geschichte dieses Gerichts, in der Gastronomie der indigenen Dörfer an der Pazifikküste Südamerikas beginnt, um genau zu sein in Peru. Da die peruanische Küche im Laufe der Geschichte Einflüsse aus vielen verschiedenen Regionen erhielt, wurden die Techniken der Ceviche-Zubereitung perfektioniert und hat sich auch in die anderen südamerikanischen Länder ausgebreitet, wo sie jeweils noch ihren traditionellen Schliff erhielt.

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