Venezuela Reisen mit viventura

Von anita 20.11.16 11:14

Sind Venezuela Reisen gefährlich? Hier finden Sie Antworten zur Sicherheit von Venezuela Reisen mit viventura.

Venezuela - ein kontrastreiches Land voll unberührter Natur und unglaublicher Artenvielfalt. Ein junges Land mit einem bunten Abstammungsmix, das indigene Sprachen als Amtssprachen respektiert und verschiedene Religionzugehörigkeiten willkommen heißt. Oder ist es doch eher ein Land, wo ärmere Bevölkerungsschichten verstärkt Hunger leiden müssen? Alltägliche Artikel wie Coca ­Cola und Toilettenpapier sind Mangelware. Demonstrationen prägen das öffentliche Leben.

Trotz negativer Berichterstattung wagte ich 2011 meine dreiwöchige Backpackerreise nach Venezuela und wurde sehr positiv überrascht. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen hat mich vom ersten Tag an berührt. Die Naturschönheit und Vielfalt des Landes hat mich immer wieder aufs Neue erstaunt. Diese wunderbare Reise liegt jetzt genau fünf Jahre zurück. Aufgrund des starken Ölpreisabfalls der letzten Monate steht das Land heute vor großen ökonomischen und politischen Herausforderungen.

Kann man überhaupt guten Gewissens in ein Land reisen, wo Menschen unter wirtschaftlichen Missständen leiden müssen? Oder sollte man lieber fern bleiben und auf bessere Zeiten hoffen? Diese und andere Fragen erreichen mich in letzter Zeit immer häufiger. Daher habe ich mit Peter Jungemann, dem Inhaber unseres Partnerbüros in Venezuela, gesprochen.

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Peter, du organisierst seit 25 Jahren Venezuela Reisen für deutsche Touristen und lebst im Land. Welche Auswirkungen hat die aktuelle Situation auf den Tourismus insbesondere in Hinsicht auf die Sicherheit?

Der Tourismus in Venezuela leidet stark unter der negativen Berichterstattung. Insbesondere durch die Tatsache, dass fast ausschließlich über Gewalt und Aufständen berichtet wird. Wenn es zu Unruhen kommt in Venezuela, erfahren wir das im voraus, da es sich in der Regel um Demonstrationen handelt, die angekündigt werden. Diese können eskalieren, aber es handelt sich nicht um geplante Gewalt.  Es gibt kein organisiertes Verbrechen, das sich gegen ausländische Besucher (Touristen) richtet. Unsere erfahrenen Reiseleiter werden Sie ganz genau darüber informieren, was man bei privaten Unternehmungen in Venezuela zu beachten hat.   

Sind die Ziele auf der viExplorer Venezuela Reise von den Unruhen betroffen?

Die Reiseziele der viventura Rundreise sind nicht von Unruhen betroffen, da wir uns nicht in den wirtschaftlichen Zentren der Städte aufhalten.

Was ist aus deiner Sicht das Besondere an der Reise?

Die Reisenden werden belohnt durch die Einmaligkeit der Tafelberge inmitten des unberührten Urwalds. Besondere Highlights sind der Kontakt zu den Pemon-Indianern, authentische Tierbeobachtungen in den Llanos und im Orinoco Delta. Außerdem erwarten uns wunderschöne Karibikstrände und nicht zuletzt die Faszination des Wetterleuchtens im Catatumbo Delta. Dabei werden die Teilnehmer von den besten Reiseleitern Venezuelas betreut, die ihr Wissen und ihre Liebe zum Land gerne teilen.

viventura-Reisegruppe vor dem Salto Angel-Wasserfall in Venezuela viventura-Reisegruppe vor dem Salto Angel-Wasserfall in Venezuela

 

Wirkt sich denn die Lebensmittelkrise auf unsere Reise aus und wenn ja, wie?

Die Lebensmittelversorgung auf unseren Venezuela Reisen ist in den Restaurants, Hotels und auch außerhalb der Städte gewährleistet. Der Privatsektor in Venezuela hat zudem längst mit Importen von Lebensmitteln reagiert. Leider zu Preisen, die sich die Mehrheit der venezolanischen Gesellschaft nicht oder nur beschränkt leisten kann.  

Einige Reisende haben ein schlechtes Gewissen in ein Land zu fahren, wo Menschen für alltägliche Lebensmittel anstehen müssen oder gar hungern. Wie siehst du das?

Man muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn man ein Land bereist, das nicht den gleichen Standard wie Deutschland genießt. Mit dieser Einstellung sollte man besser nicht nach Südamerika reisen. Aber natürlich stimmt es mich und viele Menschen in meiner Umgebung traurig, Menschen leiden zu sehen. Andererseits trägt jeder ausländische Besuch und jede Reise dazu bei, zumindest einigen Menschen finanziell zu helfen.

Profitieren denn die "einfachen" Menschen vom Tourismus und wie kann man als viventura-Reisender den Menschen vor Ort helfen?

Wir arbeiten auf der Reise viel mit Familien aus ärmeren Verhältnissen zusammen, denen wir direkt mit unserem Besuch vor Ort helfen. Toll ist es natürlich auch, wenn viventura-Reisende von Ihren schönen Erlebnissen in ihrem Umfeld berichten. Jeder weitere Reisende, der nach Venezuela kommt, leistet bereits dadurch Hilfe. Ansonsten kann man natürlich auch Sachspenden wie Schreibwaren, Spielsachen für Kinder oder auch alltägliche Medikamente wie Asperin, mitnehmen und vor Ort verschenken.

viventura-Reisende in Venezuela viventura-Reisende bei der Spendenübergabe in Venezuela

 

Und noch eine persönliche Frage zum Schluss: Wie lebt es sich als Deutscher in Venezuela? Machst du dir Sorgen angesichts der aktuellen Lage?

Nach 25 Jahren in Venezuela habe ich das Land und die Menschen (und auch mich) oft in schwierigen Situationen erlebt. Die aktuelle Lage ist unangenehm für jemanden, der hier ständig lebt. Ich bin jedoch freiwillig hier und bin Teil der venezolanischen Gesellschaft. Sorgen mache ich mir schon, klar. Jedoch ist die Lage nicht so ernst wie sie oft von der Presse geschildert wird. Ich, meine Familie und mein sozialer Kontext haben mit einigen Einschränkungen ein normales und auch schönes Leben hier.

Vielen Dank für das Gespräch Peter und alles Gute nach Venezuela!

Falls Sie weitere Fragen zu Venezuela Reisen mit viventura haben, freue ich mich sehr auf Ihre Nachricht. Sie können mich gerne telefonisch (030-6167558-26) oder über mein Online-Kontaktformular erreichen.

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Machen Sie sich ein Bild der letzten Venezuelareise vom 29.10.-19.11.16 mit vielen begeisterten Teilnehmern und lesen Sie die Feedbacks der Reise. Ein Erfahrungsaustausch mit Teilnehmern der letzten Venezuela Reisen ist ebenso möglich – nehmen Sie dazu einfach Kontakt mit mir auf.

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Tags: News

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