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Das neue viSozial-Projekt in Kolumbien

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P1060190_smallAuf den Spuren von Pablo Escobar“ heißt die Tour, die ich vor einiger Zeit mit einer befreundeten Journalistin durch Medellin unternommen habe. Angefangen vom Viertel Envigado, in dem der größte Drogenboss aller Zeiten aufwuchs bis hin zu seiner Grabstätte, erfahren wir ein bisschen mehr über sein Leben. Fast schon am Ende unseres Tages durch das Leben eines Menschen, der Medellin in den 80er Jahren zu einer der gefährlichsten Städte der Welt machte, kommen wir in ein Viertel mit seinem Namen: Pablo Escobar. Ich seile mich ein wenig von den Journalisten ab und unterhalte mich mit den Menschen, die ich auf der Straße treffe. „Wer kann mir denn mehr über dieses Viertel erzählen?“, frage ich und bekomme immer die gleiche Antwort: „Geh doch in die Bibliothek zu Don Luis – er weiß alles über dieses Barrio“. Gesagt, getan und so mache ich mich auf dem Weg zu einem kleinen Häuschen, indem ich schüchtern aber sehr herzlich empfangen werde. Don Luis leidet seit über 40 Jahren an Muskelschwund und sitzt auf einer Matratze auf dem Boden. Sein Haus ist die Bibliothek des Viertels und anscheinend auch sehr bekannt und beliebt bei den Kindern, um Hausaufgaben zu machen und sich zu treffen. Wir setzen uns zusammen und Luis erzählt mir seine Geschichte und die des Viertels.

Aufgrund seiner Krankheit hat er nicht viele Möglichkeiten und eine Freundin brachte ihn vor 17  Jahren auf die Idee eine Bibliothek aus seinem Haus zu machen. Sie half ihm auch nach und nach Bücher zu besorgen.

Mein erster Besuch liegt nun 3 Monaten zurück. Mittlerweile ist eine Zeit vergangen, in der viSozial aktiv geworden ist, um Luis mit seiner Bibliothek zu helfen. Wir haben mit Freunden gesprochen, die Luis kennen. Wir haben in Deutschland von ihm erzählt und erfahren, dass er bereits im Fernsehen in einer Dokumentation über das Viertel Pablo Escobar zu sehen war und über den Produzenten des Films gelangten wir an noch mehr Informationen und Kontakte zu Menschen aus dem Viertel wie z.B. den Gemeinderat Wurbaney.

Am vergangenen Dienstag durfte dann das komplette viventura/viSozial Team aus Medellin das Projekt, Don Luis und Wurbaney kennen lernen und die ersten Bücher als Symbol für eine zukünftige Zusammenarbeit überreichen. Zunächst waren nur ein paar Kinder in der Bibliothek, aber spätestens als wir anfingen Kuchen und Milch zu verteilen, kamen immer mehr dazu. Alles saßen auf dem Boden mit den neuen Büchern und schmökerten. Wir teilten uns auf: einige malten mit den Kindern, Max erklärte David, einem 12-jährigen Jungen des Viertels das deutsch-spanische Bilderwörterbuch und andere lasen den Kindern Geschichten vor. Ein riesiges und lautes Durcheinander, das noch getoppt wurde vom Topfschlagen-Spielen.

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Alle waren glücklich: die Kinder tobten sich aus und blätterten in den neuen Büchern und wir freuten uns riesig über die lachenden Kindergesichter und über die freudigen Blicke von Don Luis, dem wir aus Deutschland Münzen und Deutsche Mark für seine Sammlung besorgt hatten.

Die Idee ist es mit viSozial den Kindern des Viertels einen attraktiven und gut ausgestatteten Raum (sprich die Bibliothek) zur Verfügung zustellen, in dem sie Hausaufgaben machen können und der ihnen die Möglichkeit gibt ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Der Plan ist es eine Physiotherapie für Don Luis zu bekommen, damit er seine Bibliothek noch besser leiten kann, die Räumlichkeiten zu renovieren, neue Bücher zu kaufen und Kurse wie z.B. Englisch oder Deutsch anzubieten. In das Projekt soll die Gemeinde sehr stark eingebunden werden, d.h. das sie immer einen Teil zu den Zielen beitragen sollen z.B. viSozial kauft Farbe und die Gemeinde stellt Arbeitskräfte für das Streichen zur Verfügung. Dabei wird Wurbaney uns helfen.

Das Viertel Pablo Escobar ist heute immer noch nicht 100 %-ig legalisiert und erhält deshalb von der Stadt Medellin keine Unterstützung. Es gibt keine Schule, keinen Sportplatz, keine staatliche Bibliothek.

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Wir freuen uns riesig auf die Arbeit mit der Gemeinde und Don Luis. Weitere Infos findet ihr schon ganz bald unter www.visozial.org

Eure Nicole

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3 Antworten auf “Das neue viSozial-Projekt in Kolumbien”

  1. Monika sagt:

    Super Artikel, echt total interessant! Nach der Kolumbien-Tour vom Februar kam ich jetzt endlich dazu, das Buch „Killing Pablo“ zu lesen. Durch eure Artikel und andere entsprechende Literatur wird vieles klarer, was Kolumbien betrifft.
    Weiter so!

    Viele Grüße
    Moni

  2. Nicole sagt:

    Huhu Moni,

    danke für das Kompliment. Das Projekt ist wirklich etwas ganz besonderes und ich freue mich sehr, wenn wir es endlich online stellen 🙂

    Ganz liebe Grüße in den Süden Deutschlands aus dem wunderschönen Bogota

    Conny (alias Nicole 😉 )

  3. Kristina sagt:

    Ich finde das auch ne tole Sache!!
    Hatte ja letztens schon in Eurem NL über Don Pablo gelesen. Ich kann nur sagen-meine Hochachtung!!!

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Der Autor:

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