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viventura tanzt beim Gran Poder in La Paz

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„Mitten drin statt nur dabei“ beim Gran Poder in La Paz: Wir Mädels vom viventura-Team in Bolivien wollten uns eine der größten Feiern Lateinamerikas nicht entgehen lassen und haben gleich aktiv mitgemacht. Was das Gran Poder in La Paz ist und was für ein Aufwand zur Vorbereitung dieser Feier betrieben wird, lest ihr hier:

 

8.parade

Was ist das Gran Poder de La Paz?

Der Umzug „El Gran Poder“ in La Paz ist eine der größten Feiern in ganz Lateinamerika und kann einem wirklich den Atem verschlagen. Mehr ausgefallene Kostüme, mehr Masken, mehr Tanzgruppen, mehr Besucher als auf dieser Feier in der bolivianischen Metropole findet man in Südamerika nur ganz selten (höchstens vielleicht noch beim Karneval von Rio). Hier ein kleiner, erster Eindruck zum Gran Poder in La Paz:

 

 

Als wir letztes Jahr, kurz nach Neueröffnung unserer viventura-Zentrale in Südamerika, den Umzug El Gran Poder zum ersten Mal beobachteten, waren wir schon total hin und weg: Der Umzug zu Ehren eines Bilder des „Señor del Gran Poder“ (Jesus), schlängelte sich sage und schreibe 15 km durch die Andenmetropole und versetzte die ganze Stadt für ein paar Tage in Hypnose. Von 6 Uhr morgens bis tief in die Nacht hinein verfolgten wir mit staunenden Augen den Zug bunter Trachten, Kostüme und Choreographien.


3.angel

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2.Annika gewinnt Begeisterung

Annika gewinnt Begeisterung

 

Das Bild "Jesus del Gran Poder", welches die Dreieinigkeit Gottes darstellt, hängt heute in der Kirche La Trinidad in der Straße Antonio Gallardo. Quelle: El Diario.net

Das Bild „Jesus del Gran Poder“, welches die Dreieinigkeit Gottes darstellt, hängt heute in der Kirche La Trinidad in der Straße Antonio Gallardo. Quelle: El Diario.net

 

Wer jedoch glaubt, bei dem Gran Poder handle es sich lediglich um eine große Party, der täuscht sich gewaltig: Getanzt wird nämlich für den Señor, für Christus höchstpersönlich- und auch nicht ganz ohne eigennützige Motive. Wer in drei aufeinanderfolgenden Jahren tanze, so der Volksmund, der bekommt seine Herzenswünsche erfüllt. Von alleroberster Instanz quasi. Mittlerweile tanzen so auf dem Gran Poder über 65 Gruppen und bieten in traditionellen Trachten eine Vielzahl von Tänzen zur Schau, in denen die ehemaligen Sklavenkultur, religiöse Traditionen und verschiedene indigene Kulturen Einfluss gefunden haben. Im Übrigen: Die Tradition des Umzugs geht wohl auf die Eröffnungsfeier eines der ersten Klöster in La Paz im 17. Jhdt. zurück.

 

 

Wie die Idee entstand

Im Februar besuchten wir gemeinsam schon den Karneval in Oruro (zweitgrößter Straßenkarneval der Welt), welcher diese tollen Erinnerungen an den Gran Poder wieder aufgefrischte. Bald stand fest: Wir wollen mittanzen!

 

3.moreno

Ein „Moreno“

 

Nach langer Suche fanden wir schließlich eine Assoziation, die „Rosas de Viacha“, welche uns sechs viventura-Mädels mit offenen Armen aufnahmen. Unser Auftritt sollte im Zugabschnitt der „China Morenas“ stattfinden.

 

4. rosas de viacha

 

Von Standardfiguren bis zu eigenen Choreographien übten wir in den nächsten Wochen während Mittagspausen und nach Feierabend. Aber nicht nur im Privaten wurde geübt, sondern schließlich ging es auch auf die Straße.

 

5.pre-entrada

 

Eine der größten Herausforderungen waren die Stiefel mit Standard-10 cm-Absätzen und Plateau. Schon auf ebenerdigen Straßen erfordern diese Konzentration, bei den steilen Straßen in La Paz aber echte Übung.

 

6.stiefel etc

 

Des Weiteren mussten Trachten bestellt werden. Nachdem sich 6 Frauen auf Farben, Formen und passenden Schmuck geeinigt hatten, wurden unsere Nerven noch durch südamerikanisches Time Management beansprucht. Es häuften sich die Besuche bei unserer beauftragten Näherin Silvia.
Schließlich kam der große Tag jedoch viel schneller als gedacht. Obwohl unsere Startzeit erst mittags war, hieß es früh aufstehen, denn eine China Morena will erstmal angezogen sein.

 

6.Stoff

 

Wir tanzen!

Erste Station war lange Zöpfe ins eigene Haar einpflechten und schminken. Danach Strumpfhosen, Unterröcke, Korsette, Überröcke, Handschuhe, Stiefel und Hüte mit langen Federn anziehen. Mit Schmuck anlegen, Lippenstift nachziehen und passenden Nagellack auftragen vergingen die Stunden wir im Flug. So mussten wir auch etwas zittern, dass wir es rechtzeitig zum Startpunkt der Parade schaffen. Doch der gut gelaunte Taxifahrer schleuste uns auf Schleichwegen durch Sopocachi und da in Bolivien vieles grundsätzlich eine Stunde später losgeht als geplant, waren wir quasi pünktlich vor Ort.

7.Vorbereitung2

7.Vorbereitung

 

Nun hieß es lächeln, kokettieren, animieren und allen Zuschauern mit unserem Tanz eine Freude bereiten. Wir erlebten viele Emotionen: Aufregung als es losging; Freude, wenn man Bekannte im Publikum sah; Stolz, wenn man von der Seite ein besonders herzliches Lächeln oder einen Zuruf bekam… Nach spätestens 2 Stunden kam aber auch der Schmerz, welcher durch die viel zu hohen und engen Stiefel unweigerlich einsetzen musste.

 

8.jefa ericka mit pfeife

8a.schmerzende Füsse

3.Morenada, cholas

 

Der schönste Moment kam, als beim Plaza San Francisco unsere viventura-Kollegen am Straßenrand auf uns warteten und uns anfeuerten. Und auch wenn wir selber evtl. doch im Geheimen daran zweifeln, ob sich der Señor de Gran Poder unserer Herzenswünsche erbarmt, so war es doch eine unglaubliche Ehre an diesem wichtigen kulturellen Erlebnis Teil zu haben.

Gracias a todos los que nos apoyaron! (Danke an alle, die uns unterstützt haben!)

1. Header

 

3.gran poder(morenos)

fiesta del gran poder

 

Wart ihr auch schon mal auf dem Gran Poder in La Paz? Was sind eure Eindrücke?

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Der Autor:

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