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Die WM 2014 – wird Brasilien rechtzeitig fertig?

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BRASILIEN 2014 – schon jetzt hat die Weltmeisterschaft diese fußballverrückte Nation in ihren Bann gezogen.

soccerballBrasilien wird 2014 Gastgeber der FIFA Weltmeisterschaft, die zwischen dem 12. Juni und 13. Juni 2014 stattfinden wird. Dies ist das 2. Mal, dass das größte Land Südamerikas das weltweit größte Sportevent organisiert (das erste Mal war in 1950). Somit ist Brasilien das fünfte Land, das die Weltmeisterschaft schon zum 2. Mal veranstaltet, nach Mexico, Italien, Frankreich und Deutschland. Obwohl der Startschuss zum Eröffnungs-Spiel in São Paulo noch über anderthalb Jahre entfernt liegt, sind die Auswirkungen der Weltmeisterschaft überragend. Man kann das Weltmeisterschaft-Fieber schon im ganzen Land spüren: fast jeder hier diskutiert über Brasiliens Chancen den Pokal zum 6. Mal zu gewinnen, wer der Trainer sein wird, ob die Stadien und Infrastruktur rechtzeitig fertig sein werden, warum die FIFA meint, dass Brasilien einen kräftigen Tritt in den Hintern braucht und wer es geschafft hat als Volontär ausgewählt zu werden. In diesem Artikel werden wir jeden dieser Punkte genauer betrachten.

BRASILIENS CHANCEN:

Wer wird die Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 gewinnen? Viele Fußballfans weltweit, würden diese Frage sofort mit „Brasilien“ beantworten. Brasilianische Fußball-Fans sind da jedoch nicht ganz so sicher. Der Druck ist enorm und ihr eigenes Turnier nicht zu gewinnen wäre eine große Enttäuschung. Sowie in 1950 als Uruguay Brasilien vor knapp 200.000 Fans in Rio de Janeiros Maracaná Stadion im Finale geschlagen hat. Viele Experten sind der Meinung, dass Brasiliens Spieler der goldenen Generation des letzten Jahrzehnts (Ronaldinho, Kaka, Adriano, etc.) jetzt zu alt sind und die Meisterschaft ein wenig zu früh kommt für die Hoffnungen um die neuen Superstars Neymar, Ganso und Oscar.

Doch wie wichtig ist es für die brasilianische Bevölkerung diesen Pokal zu gewinnen? Laufen Sie mal durch eine beliebige brasilianische Stadt und stellen Passanten diese Frage und Sie werden überrascht sein! Oft bekommen Sie diese Antwort: „Unsere eigene Weltmeisterschaft zu gewinnen, wäre ein sehr wichtiger Moment in meinem Leben! Wissen Sie, es gibt katholische Länder, es gibt muslimische Länder doch Brasilien ist ein Fußball Land. „Futebol“ ist unsere wahre Religion!“

Aber nicht nur Fußball Fans, sondern auch der brasilianische Fußballbund CBF sieht der Perspektive den Pokal nach Hause zu bringen ziemlich nervös entgegen, was dazu geführt hat den derzeitigen Trainer Mano Menezes zu feuern. Dies war eine große Überraschung, da Brasilien erst kürzlich 7 aus 8 Vorbereitungsspielen gewonnen hat und dabei Argentinien zweimal und  auch Japan, Irak, Schweden, China und Südafrika geschlagen hat und Unentschieden gegen Kolumbien gespielt hat. Oft für seine „moderne Ansicht zum taktischen Fußball“ kritisiert, scheint es, dass manche Leute ihm immer noch nicht für den Verlust der Goldmedaille beim 0-2 bei den Olympischen Spielen gegen Mexico vergeben haben.

Also zurück zu den Anfängen, der neue Trainer wird Luiz Felipe Scolari sein, der schon Selcao zu seiner letzten Weltmeisterschaft 2002 geführt hat, unterstützt von Carlos Alberto Parreira, der die Weltmeisterschaft mit Brasilien 1994 gewonnen hat. „Wir brauchen jemanden der mit diesem großen Druck umgehen kann und beide Trainer haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie gut unter solch einem  Druck arbeiten können“ sagt CBF Präsident Jose Maria Marin. Spätestens beim Finale am 13. Juli, das wieder im Maracaná stattfinden wird, wird sich zeigen ob dies die richtige Entscheidung war.

INFRASTRUKTUR

Wird Brasilien rechtzeitig fertig sein um die Weltmeisterschaft 2014 zu veranstalten? Der Generalsekretär der FIFA, Jerome Valcke, hat bereits Bedenken geäußert bezüglich der Verzögerungen der Vorbereitungen im März diesen Jahres. Er mahnt dass „die Organisation einen kräftigen Tritt in den Hintern benötige um Sachen fertigzustellen“. Es ist keine Überraschung, dass diese Aussage nicht sehr gut angenommen wurde in Brasilien, doch seitdem haben sich die Vorbereitungen ein wenig beschleunigt.

Die guten Neuigkeiten zuerst: Die Bauarbeiten und Renovationen in den meisten der 12 Stadien läuft auf Hochtouren und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Fristen eingehalten werden. Die Stadien in Belo Horizonte, Brasilia, Fortaleza, Recife, Rio de Janeiro und Salvador müssen bereits Anfang 2013 fertig sein um den 2013 FIFA Confederations Cup zu veranstalten während Porto Alegre, Curitiba, Natal, Manaus, Cuiba und Sao Paulo noch ein Jahr länger haben um fertig zu werden.

Die schlechten Neuigkeiten sind, dass die Projekte die die restliche Infrastruktur betreffen wie Unterkünfte, Flughäfen und Transport sehr hinterher hängen. Angeblich gibt es Gastgeber-Städte, die nur Unterkünfte für weniger als 20.000 Personen bieten, obwohl das Stadion mehr als 45.000 fasst. Mit so einer großen Anfrage und einem so geringen Angebot, besteht das Risiko das Hotelpreise während des Turniers in die Höhe getrieben werden. Laut Valcke wäre „der schlimmste Fall, dass Fußball Fans am Tag des Spiels einfliegen und nach dem Spiel wieder ausfliegen“. Vielleicht brauchen die Organisatoren doch noch einen Tritt in den Hintern?

VOLONTÄRE

Obwohl es viele Bedenken bezüglich der Organisation der Weltmeisterschaft gibt, kann man den Enthusiasmus und die Leidenschaft über die Weltmeisterschaft der brasilianischen Bevölkerung nicht leugnen. Über 130.000 Volontäre haben sich für den Confederations Cup 2013 und die Weltmeisterschaft 2014 beworben. Zum Vergleich haben sich in Deutschland 2005 und 2006 nur 48.000 Volontäre beworben

Nur 7.000 Volontäre werden ausgewählt für den Confed-Cup und 15.000 für die Weltmeisterschaft, wobei die Volontäre bis zu 10 Stunden am Tag eingesetzt werden für 20 aufeinanderfolgende Tage. Es muss nicht betont werden, dass niemand für diese Arbeit bezahlt wird, auch Anreisekosten und Unterkunft müssen die Volontäre selber zahlen.

Trotz ihrer Zweifel die Weltmeisterschaft gewinnen zu können ist eines klar für die Brasilianer: “Wir sind die besten Fans und Volontäre der Welt!” Diesbezüglich ist auf jeden Fall kein Tritt in den Hintern nötig!

IN DER NÄCHSTEN AUSGABE:

Die Vorbereitung der Fußballspieler, Volontäre und die Organisation sind nicht die einzigen heißen Diskussionsthemen in Brasilien momentan. Menschen im ganzen Land streiten über den Namen des Maskottchens, das offizielle Logo, ob beide angemessen sind, ob Brasilien sicher genug ist um die Weltmeisterschaft zu veranstalten, den sozialen Einfluss dieses großen Events und fast am wichtigsten für die Brasilianer (!), ob es möglich sein wird Bier in den Stadien zu trinken oder nicht? Diese und weitere  interessante Themen werden in unserem nächsten Newsletter aufgedeckt!

Bericht von Michael Grubinger – Übersetzung Sandra Timmermanns

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