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Adiós Alemania – deutsche Einwanderer in Chile

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Die Deutschen sind ja bekanntlich ein sehr reisefreudiges Volk. Viele haben sich aber auch entschlossen Deutschland für immer den Rücken zu kehren und so sind heute unzählige deutsche Siedlungen bzw. Städte, die auf deutsche Gründerväter zurückgehen, in aller Welt zu finden. Neben Russland und den USA, wohin es mit Abstand die meisten Deutschen verschlagen hat, sind sie aber auch in Südamerika – hier vor allem in Brasilien, Argentinien und eben auch Chile – vertreten und pflegen hier ihre Traditionen weiter (siehe Newsletterartikel „Oktoberfest in Brasilien“ vom letzten Monat: www.vilinks.net/f925).

Die erste Einwanderungswelle nach Chile fand zwischen 1846 und 1875 statt, die meisten ließen sich in der sogenannten „Frontera-Region“, dem südlichen Grenzgebiet zu Argentinien, nieder. Chile war zu dieser Zeit das einzige lateinamerikanische Land, das die von den Einwanderern geforderten Freiheitsrechte garantierte. In einer zweiten Immigration wanderten zwischen 1882 und 1914 Industrie- und Landarbeiter, vor allem aus Ostdeutschland, ein. Die dritte Einwanderung nach 1918 führte zumeist in die Städte.

Die chilenische Regierung hatte ursprünglich ausschließlich katholische Einwanderer zulassen wollen, zeigte sich aber bald kompromissbereit. Im Gegenzug wurde von den Einwanderern zugesichert, „unser Aufnahmeland gegen jede ausländische Aggression zu verteidigen, mit der Entschiedenheit und Beharrlichkeit des Mannes, der sein Vaterland, seine Familie und seine Rechte verteidigt“ – ein Zitat, das sich heute auf dem Gedenkstein für die deutsche Einwanderung in Valdivia wiederfindet und einen Bestandteil der deutsch-chilenischen Identität ausmacht.

Äußerst interessant sind die durch die Auswanderung entstandenen Hispanismen, wie z.B. der Ausdruck „die vacken geletschert“ („die Kühe gemolken“, span. „lechar las vacas“).

Links für Interessierte finden sich hier:
Europauniversität Frankfurt an der Oder: „Deutsche Minderheiten in Lateinamerika“ (Quelle dieses Artikels):
www.vilinks.net/b033
Uni Koblenz: Magisterarbeit „Deutsche Auswanderer zwischen Mythos und Realität“ (PDF): www.vilinks.net/0573

Mario Rothauer – Arequipa, Peru

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