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Bolivien: Kallawaya – Wunderheiler in den Anden

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Pacha TrekHabt ihr schon einmal von den Medizinmännern der Kallawayas in Bolivien gehört? Im nörd-östlichen Altiplano, versteckt zwischen den Schneegipfeln der bolivianischen Anden liegt das Kallawaya- Hochtal. Die dort lebende Bevölkerung ist hauptsächlich aufgrund ihrer Kultur des Heilwissens und der Naturmedizin bekannt. Die „Kräuterdoktoren“ der Kallawayas sind reisende Medizinmänner, die aus den umgebenden Naturschätzen und aus ihrem Glauben eine ganz besondere Naturmedizin praktizieren.

Im Jahre 2003 wurde ihre traditionsreiche Kultur sogar zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Diese Auszeichnung war von großer Bedeutung, da durch diesen Titel ihre uralten Praktiken der Heilmedizin, ihre Zeremonien und Riten auf der ganzen Welt bekannt wurden.

Ihre Kultur und Ihr Wissen in Bezug auf alternative Heilungsmethoden von Krankheiten spielten schon in den frühen prä-kolumbianischen Zeiten eine wichtige Rolle. Die Inkas erkannten die Heilkraft der Naturmedizin der Kallawayas und übernahmen ihr Know How, um sich besser vor Krankheiten zu schützen. Ihre Kultur und ihr Wissen wird von Generation zu Generation weitergegeben. Ihre medizinischen Kenntnisse werden von den Vätern an die Söhne vermittelt. Die Mädchen erhalten im Gegensatz das Wissen ihrer Mütter über die Herstellung der kunstvollen Textilien der Kallawayas, die vor allem für ihre feine Verarbeitung bekannt sind.

Kallawaya-richtiges Format

Foto von Elita Emimura

Am 17. November des letzten Jahres feierte die Kallawaya Kultur ihren 61. Gedenktag. Das Fest der Nation Kallawaya wurde in Kaata mit der dazugehörigen Gemeinderegierung von Charazani gefeiert. Aber auch nationale, regionale und speziell eingeladenen Autoritäten kamen, um gemeinsam mit den Kallawayas zu feiern. Die Kallawayas feiern ihre Feste mit typischen Tänzen zum Beispiel mit dem „Qantu“, der auf der Panflöten begleitet wird. Der Festakt an sich soll die Selbständigkeit der indigenen Bevölkerung festigen und die Traditionen der Kallawayas, durch die sie die Auszeichnung der UNESCO zum Weltkulturerbe bekommen haben, aufrecht erhalten.

Pacha trek Hütte

Auf unserer viEssential Bolivien im Mai habt ihr die einmalige Gelegenheit die Kallawaya Kultur hautnah zu erleben. Auf dem 3-tägigen Pacha Trek durch die atmenberaubende Naturlandschaft der Apolabamba Kordillere besucht ihr ein Dorf der Kallawaya Kultur und begleitet  einen der bekannten Medizinmänner bei der Durchführung einer traditionellen Zeremonie.

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9 Antworten auf “Bolivien: Kallawaya – Wunderheiler in den Anden”

  1. Andrea sagt:

    Ich glaube ich habe da mal einen Bericht darüber gesehen.
    Einmal im Jahr gehen sie nach Machu Picchu um Zeremonien abzuhalten. Ist das richtig?

  2. Lisa sagt:

    Hallo Andrea,
    erstmal vielen Dank für deinen Kommentar. Die Kallwayas gehen jedes Jahr am 20. Juni nach Tiwanaku (Ruinenstätte der Prä-Inka-Kultur) um das neue Jahr zu feieren. Was wir an Silvester feiern, feiern die Kallawayas welche von der Ethnie der Quechua abstammen im Sommer zur Sommersonnwende.
    Liebe Grüße Lisa

  3. hermine sagt:

    hallo ich hab schon mal was von ihnen gehört. ich sah mal einen bericht mit meerschweinchen die sie mithaben und die die krankheit nehmen sollen.
    toll das es so menschen gibt!

  4. Karl sagt:

    Hallo zusammen,

    ihr wisst gar nicht wieviel Mist Ihr macht, wenn Ihr dieses einsame Tal und die Ganze Apolobamba versucht touristisch kaputt zu machen. Es kommen Leute die ihren Dreck hinterlassen und versuchen diesen Menschen unsere „Kultur ????“ zu bringen. Alles muss man nicht kaputt machen. Wenn ich lesen muss „Bucht heute noch dies Erlebnis“ wird mir schlecht.
    Ich könnte über diese Menschen und das Gebiet locker einen 3 stündigen Vortrag halten, denn ich war schon oft (8 x) dort und habe Hilfsmittel gebracht. Keine Handys sondern Nützliches. Ich werde keinen Vortrag halten, denn damit schadet man diesem Volk mehr als einem lieb ist.
    Karl

  5. Tomas sagt:

    Hallo Karl,
    Dein Kommentar wundert mich schon sehr.
    Wenn du schon oft im Apolobamba gewesen bist, dann hast du sicherlich den Pacha Trek als gemeindebasierter Tourismus-Projekt kennengelernt. Es handelt sich um ein Trekking-Angebot welches von drei Dörfern angeboten wird, Qutapampa, (eine Aymara-Gemeinde) sowie Kaluyo und Chacarapi (Quechua Gemeinden). Die Idee verantwortlichen Tourismus in organisierter Form in diese Gegend zu bringen, entstand schon 2003, und zwar aufgrund der Initiative der Gemeinden selber, um ihre Einkommen durch andere Arbeiten zu verbessern. die Gemeinden selber stellen die Guides, Köche, Träger, bereiten die Übernachtungen in den „Albergues comunitarios“ vor und kümmern sich um die Abfallbeseitigung. Die Toiletten sind trockene, ökologische Klos. Die Reste werden recycelt.
    Finanziert wurde diese Initiative unter anderen von Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und es hat fünf Jahre gedauert bis alle involvierten Gemeinden so weit waren das Trekking auf nachhaltiger, ökologischer und verantwortlicherweise anzubieten.
    Der Pacha-Trekk wurde zusammen mit dem „Sernap Servicio Nacional de Areas Protegidas“, also dem Nationalen Amt fuer Naturreservate entwickelt. Einige der Guides sind Parkwächter.
    Ich werde nicht bestreiten dass im Gebiet von Pelechuco von Bergsteigern und Touristen Müll liegen bleibt, aber dort wird ja auch der Tourismuns nicht von den Dörfern angeboten und durchgeführt, sondern von Agenturen aus La Paz, die maximal die Träger vor Ort mieten und ansonsten die Dörfer nicht involvieren.
    Wir betrachten unser Tourismusangebot in Apolobamba als lokales Entwicklungsinstrument, wir vermitteln das Angebot der Gemeinden Qutapampa, Kaluyo und Chacarapi weiter und helfen so ihr Einkommen zu verbessern und ihre Traditionen zu erhalten.

    Ich lade dich ein dieses Trekking zu besuchen und dir selber ein Bild zu machen.

    Schoene Gruesse aus La Paz
    Tomas Sivila begin_of_the_skype_highlighting     end_of_the_skype_highlighting

  6. Andrea sagt:

    Ich finde es schön, dass nach jahrelanger Vorbereitung den 3 Gemeinden eine Verbesserung geboten werden kann.
    Gut finde ich auch, dass alle an einem Strang ziehen. Nur so kann man etwas bewegen und verbessern. Gerne würde ich diesen Treck mal mit machen, beim nächsten Mal. 🙂

  7. Karl sagt:

    Hallo Thomas,

    leider kann ich mich erst heute melden, denn ich war als Bergführer im letzten Jahr viel in der Welt und natürlich auch wieder in Bolivien unterwegs. Dort auch nun zum 9.mal in der Apolobamba. Ich kann nach 28 Reisen als Führer in Bolivien sehr wohl unterscheiden was vom Tourismus negativ oder positiv erschlossen ist. Ich war letztes Jahr wieder einmal am Chaupi Orco und bin jedesmal entsetzt was in Pelechuco passiert. Nochmehr war ich allerdings entsetzt über die Tatsache, daß in Kaluyo und Chacarapi die Heiler die noch vor 15 Jahren regelmäßig bis nach Peru gezogen sind, mir gesagt haben, daß sie ihr Wissen nicht mehr in die Täler bringen könnten, denn sie würden durch den Tourismus mehr verdienen und sie sähen keinen Sinn mehr darin dies Wissen weiter zu geben.
    Ein Wissen das so dringend notwendig ist in diesen Tälern, wo es keine oder fast keine ärztliche Versorgung gibt. Ein Wissen, das unwiderbringlich verloren gehen wird.
    Ein „DIXI-Clo“ muß es nicht sein. Da reicht schon eine Schaufel. Von Recycling habe ich nichts gemerkt. Und ausgebildete Führer gibt es nicht.
    Ich führe jetzt schon seit 1975 in Bolivien und seit 1992 im Apolobamba-Gebiet. Ich kenne deshalb auch sehr genau die Thematik bzl. der Träger, Köche und Übernachtungsmöglichkeiten. Ich kenne auch die Schulsituation in diesen Tälern, die katastrophal ist. Das Problem besteht nicht nur im Kallawaya-Tal sondern auch im Osipalo-Tal, Pelechuco, Aquas Blancas, Ulla-Ulla usw. Das Geld der UNESCO wäre mit Sicherheit besser in solche Projekte investiert, als die Schamanen und Heiler als Darsteller einer Touristikaufführung (siehe Text Eurer Webside: „Auf unserer viEssential Bolivien im Mai habt ihr die einmalige Gelegenheit die Kallawaya Kultur hautnah zu erleben. Auf dem 3-tägigen Pacha Trek durch die atmenberaubende Naturlandschaft der Apolabamba Kordillere besucht ihr ein Dorf der Kallawaya Kultur und begleitet einen der bekannten Medizinmänner bei der Durchführung einer traditionellen Zeremonie.“) darzustellen.

    Schade, daß dies Wissen so verloren geht. Ich hätte es gerne.

    Gruß

    Karl

    darzustellen.

  8. Ramiro sagt:

    Alles Flippies- Fliegende Hippies

  9. Michaela sagt:

    Lieber Karl,

    vielleicht habe ich mal die Möglichkeit „dein“ Bolivien kennen zu lernen und dich auf einer Reise zu begleiten. Es wäre mir eine Freude in den nächsten Jahren Bolivien wieder zu sehen!

    Ich teile deine Ansichten.
    Lieben Gruß!
    Michi

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Der Autor:

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