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Peru: Der Inkatrail, eine Wanderung durch die Zeit

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Habt ihr Lust auf eine kleine Zeitreise? Lasst uns 600 Jahre zurück in die Vergangenheit reisen, als das Leben noch nicht so hektisch war wie heutzutage. Zeiten, in welchen mit der Natur zu leben nicht bedeutete, sie zu beschädigen, sondern sie in einer natürlichen Weise zu nutzen. Kulturen wie die Inka verstanden es, die Techniken der Zeit mit dem Reichtum ihrer Berge zu kombinieren. So schufen sie ganze Kunstwerke, die bis heute bestehen blieben.

Der Wert der unzähligen Bauwerke unserer peruanischen Vorfahren ist unschätzbar. Heute möchte ich auf ein ganz spezielles Werk eingehen: den Inka Trail nach Machu Picchu.

Es gibt viele verschiedene Inkawege oder „Kapac Ñan“, wie die Inka sie nannten. Viele von ihnen sind mit der Zeit zerstört worden, so dass nur noch wenige von ihnen heute noch zum Wandern geeignet sind. Einer von ihnen ist der uns allen bekannte INKA TRAIL.

Menschen aus allen Ecken der Welt kommen heute nach Peru, um das historische Erbe der Inka, der Söhne der Sonne, kennen zu lernen. Aber es sind nicht viele, die letztendlich die Chance nutzen, auf ihren Pfaden zu wandern.

2016-03-11, Machu Picchu (2 of 129)

Frühmorgens fahren wir mit dem Zug in Richtung der verlorenen Stadt der Inka, Machu Picchu. Unsere beeindruckende Zeitreise beginnt mit einer eindrucksvollen Fahrt durch fruchtbare und bunten Täler. Etwa 4 Stunden dauert die 106 Kilometer lange Fahrt bis zu dem Punkt, an dem die Wanderung auf dem Inkatrail beginnt. Zunächst überqueren wir eine Hängebrücke, die uns auf die andere Seite des heiligen Flusses der Inka bringt: der Strom Urubamba. Hier befindet sich ein Kontrollpunkt. Sehr penibel wird der Eintritt der Wanderer auf den Weg überwacht: zum einen für die Sicherheit der Besucher, zum anderen zum Schutz des Weges.

Auf 2400 m Höhe beginnt ein Trek, der im Zick-Zack mit Stufen den Berg hinauf führt. Während des Marsches können wir verschiedene Orchideen-Arten sehen, die auf natürliche Weise hier wachsen. Das Klima in dieser Gegend ist unvorhersehbar. Es kann sowohl in Strömen regnen als auch äußerst heiß werden. Allerdings beeinflusst weder das eine noch das andere  in negativer Weise die Schönheit der Wanderung und der Landschaft.

190027

Schon bald erreichen wir die Ausläufer des Dschungels und die Vegetation ändert sich merklich. Es wird grüner und üppiger. Auch die Fauna ändert sich und wir können verschiedene Vogel- und Insektenarten, wunderschöne Schmetterlinge und mit viel Glück sogar Brillenbären sehen. Dies macht den Trek zu einem interessanten Ausflug, bei dem wir die Natur und ihre Ruhe genießen.

Der 11 km langen Weg bietet uns nicht nur ein einzigartiges Naturerlebnis, sondern wir treffen auch auf Reste einer für seine Zeit erheblich fortschrittliche Kultur. Wiñaywayña ist eine kleine Stadt in den Bergen, deren Architektur der Harmonie der Natur angepasst wurde, so wie es bei allen Bauwerken der Inka der Fall ist. Der Respekt und die Ehrfurcht vor ihren Göttern hatte für diese Kultur höchste Priorität. Daher wurden alle Bauwerken mit Stufen ausgestattet. Diese Stufen werden uns während der Wanderung immer mal wieder den Atem rauben, so dass wir kurze Pausen zum Kräfte sammeln einlegen müssen. Aber auch trotz der Anstrengungen erfreuen wir  uns auf jeden Fall der regionalen Schönheit.

Camino Inca (54 of 99)

Nach ca. 4 Stunden Wandern gelangen wir zu einer kleinen Hütte, wo wir einige Minuten ausruhen können und mit dem Mittagessen neue Energie für das nächste Teilstück des Treks zu tanken. Der zweite Teil der Wanderung ist einfacher, da der Weg fast vollständig eben ist. Auf einer Höhe von etwa 2700 m vereinfacht dies das Wandern deutlich. Außerdem laufen wir bei diesem Teil des Weges im Schatten der Bäume, so dass wir von der starken Sonneneinstrahlung geschützt sind. Mit jedem Schritt kommen wir unserem Ziel, unserer Belohnung für die Anstrengungen auf dem Weg der alten Peruaner, näher.

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Das Glücksgefühl ist unbeschreiblich, als wir den höchsten Punkt des Trails auf 2700 m erreichen. Hier befindet sich Inti Punku, das sogenannte Sonnentor, der Ort, wo wir unsere Belohnung erhalten: den ersten Blick auf die berühmteste Stadt der Vergangenheit, Machu Picchu. Es ist eine wunderschöne Festung aus Stein, die von Bergen und einer dichten Vegetation umgeben ist, ein Heiligtum der Inka. Von oben ist die Aussicht unbeschreiblich und lässt die Müdigkeit der Wanderung innerhalb von kurzer Zeit verfliegen. Wir sammeln neue Kräfte, um in die Stadt, in das Herz von Machu Picchu, hinab zu steigen. Wir haben unser Ziel erreicht.

vi viventura Machu Picchu

Es ist eine unglaubliche Erfahrung. Ich empfehle euch als Südamerikafans einmal diese Wanderung, die alle Facetten beinhaltet, zu machen um die alte Kultur Perus auf aktive Weise in natürlicher Umgebung kennen zu lernen.

viventura bringt euch in diese wunderbare Inkawelt und bietet Erlebnisrundreisen, die speziell so konzipiert sind, dass ihr in die geheimnisvolle Welt der Inka mit ihren Traditionen und Erben eintauchen könnt. Ihr könnt euch auf den Inka Trail mit viventura begeben oder direkt zu der alten Zitadelle Machu Picchu aufbrechen. Alle Reisen, auf denen ihr zu dem Weltwunder gelangen könnt, findet ihr hier.

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9 Antworten auf “Peru: Der Inkatrail, eine Wanderung durch die Zeit”

  1. Andrea sagt:

    Liebe Sonia,
    Dein Bericht ist sehr schön und ich musste gerade an meinen Aufstieg denken.
    Ich habe ihn hier kurz eingefügt, um zu zeigen, dass es in der Tat ein sehr bewegendes Erlebnis ist…
    Danke für die schöne Erinnerung.

    Es hat die ganze Nacht geregnet, doch jetzt kommt die Sonne raus. Heute geht es nach Machu Pichu. Wir haben unsere Tagesrucksäcke für eine Nacht gepackt und machen uns auf den Weg zum Bahnhof. Unterwegs verlieren wir die Helmy und die Monika. Wir trafen sie aber am Bahnhof wieder. In die lange Schlange reihen wir uns ein und warten geduldig, dass wir durch das Tor auf den Bahnsteig dürfen.

    Der Zug kommt immer näher und wir suchen unser Abteil. Die Fahrt dauert ca. 1 ½ Stunden und ich werde immer hibbeliger. Am KM 104 steigen wir aus und gehen über eine Brücke zum Kontrollpunkt. Unsere Reisepässe werden überprüft und nach einer Weile geht es mit unserem Guide, Ginacarlo los.

    Es ist ziemlich warm und die Sonne brennt auf unsere Köpfe. Es dauert nicht lange und wir kommen an einer kleinen Ruine an. Nach ein paar Erklärungen geht es auch schon weiter und wir wurden begleitet von vielen Orchideen und schönen anderen Pflanzen. Immer wieder bleibe ich stehen und genieße die Natur, um auch Fotos zu machen. Der Weg steigt ständig an, doch wir gewöhnen uns daran und jeder hat seinen Schritt gefunden.

    Ab und zu gibt es eine kleine Pause, die für uns alle eine willkommene Abwechslung ist. Wir passieren einen Wasserfall und einige Brücken. Die Landschaft verändert sich und langsam kommen wir in Richtung Nebelwald. Der Weg wird immer schwieriger und hin und wieder befürchte ich, dass ich es nicht schaffe. Plötzlich taucht die Ruine Wiñaywayña auf und die Treppen dort hinauf sind der reinste Horror ;o) Einige von uns klettern auf allen vieren die Treppen hoch. Das ist ein Anblick für Götter. Es ist unglaublich, was hier geschaffen wurde.

    Giancarlo erklärt uns einiges über diese Anlage. Weiter geht es zum Restaurant wo wir auch unsere Pause machen und unser Picknick genießen. Ich werde langsam nervös, denn das Sonnentor ist nicht mehr weit. Mein Schritt wird immer schneller und ich kann es kaum noch abwarten, bis ich dort bin. Die letzten Stufen sind wieder sehr steil, aber dies sind die letzten. Oben angekommen muss ich meine Strapaze hinausschreien.
    Mir stockt der Atem bei diesem Anblick. Ich stehe im Sonnentor und blicke auf Machu Picchu. Die Ruinen liegen im Sonnenlicht und mir fehlen die Worte um zu beschreiben, was gerade in mir vorgeht. Ich bin überwältigt von diesem Anblick. Kein Mensch ist dort und so liegt die Ruine ruhig vor uns. Wir machen einige Gruppenfotos und weiter geht es hinunter zur Ruine.

    Unterwegs opfern wir einige Cocablätter, um für den morgigen Tag um schönes Wetter zu bitten. Der Bus fährt um 17:45 Uhr und wir schaffen ihn gerade so. Es wird bereits dunkel, als wir nach Aquas Calientes fahren. Wir sind völlig tot und müde, dennoch gehen wir zum Abendessen. Gegen 23:00 Uhr gehen wir überglücklich ins Bett.

    Spruch des Tages:
    Es war sehr schähh

    Felíz navidad
    Andrea

  2. Ole sagt:

    Machu Picchu eine Festung? Ein Heiligtum?

    Scheinbar verfügt ihr über noch unveröffentlichte Unterlagen…oder wie werden diese Aussagen untermauert?

    Eigentlich ist Stand der Forschung, das der Sinn und Zweck der Ruinen von Macchu Picchu nach wie vor umstritten ist. Unumstritten ist allerdings, das Machu Picchu keine Festung war, sondern friedlichen Zwecken dienen sollte.

    Sollte – Machu Picchu wurde höchstwahrscheinlich nie vollendet, durch die spanische Eroberung wurde der Bau abgebrochen.

    • Uwe W. sagt:

      Wenn andere auf solch arrogante Art und Weise belehren will, sollte man wenigstens der deutschen Sprache mächtig sein (das wird an dieser Stelle mit doppel-s, also dass geschrieben). Ich fand den Bericht toll, auch wenn Machu Picchu keine Festung war. Wir werden den Camino Inca im Mai dieses Jahres in Angriff nehmen. Bin schon ganz aufgeregt.

    • Hallo Ole, Hallo Uwe,

      danke für eure Kommentare! Tatsächlich ist bis heute gar nicht so richtig klar, welchem Zweck Machu Picchu genau gedient hat. Fest steht, dass es eine befestigte Stadt war, und somit durchaus als „Festung“ bezeichnet werden kann. Auch Wikipedia führt Machu Picchu im UNESCO-Register als „Inka-Bergfestung Machu Picchu“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Machu_Picchu) auf.

      Freundliche Grüße,

      Benno

  3. Dietrich Schulz sagt:

    Ich habe die oben beschriebene Tour vom km 104 auf dem Inka-Trail nach Machu Piccchu im Mai 2004 als fast 70jähriger bewältigt. Es war eine sehr schöne, wenn auch schweißtreibende Erfahrung und ein unvergeßliches Erlebnis.Ich war untrainiert und schließlich stolz auf die Leistung.
    Belohnt wurde ich durch den herrlichen Blick vom Inti Punku auf die Ruinenstadt. Den Augenblick werde ich nie vergessen.

  4. Angela Montenegro de Bähr sagt:

    Meine Glückwünsche an Euch dass die Reise nach Perú sehr gut gefallen hat und dass „el camino inca“ geschafft habt!Ich bin aus Perú,genauer gesagt aus Cusco,lebe in Deutschland und liebe beide Länder. Ich bin immer wieder sehr froh wenn ich diese Kommentare lese über mein Heimatland. Hut ab an Hr.Schulz Dietrich, als 70 jähriger und untrainiert den Weg gemacht zu haben!Felicitaciones und Gott sei Dank seid Ihr alle gesund und munter wieder in Deutschland. Unvergesslich die Erfahrung! Vielen Dank dass Ihr Perú und Lateinamerika besucht haben.Die besten Wünsche an Euch allen.

  5. Andrea sagt:

    Hola Angela,
    muchas gracias.
    Claro que si visito Perú y especial Cusco cada año.
    Cusco es mi pago segunda.
    Y en el próximo año espero puedo vivir en Cusco….pero la majoria hace frío mucho…. :o)
    Muchos saludos
    Andrea

  6. Kristina sagt:

    Hallo,
    ich hab 1999 den langen Trail mit Pass der toten Frau und 3x unterwegs übernachten (zelten) gemacht. Anstrengend, aber genial!!! Die Vegetation, die tollen Ausblicke, der Sonnenaufgang am Inti Puntu. Unvergesslich!!!
    Den ganzen Peru-Bericht kann man in meinem Buch lesen „Vom Reisefieber gepackt“

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Der Autor:

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