Peru: Der Inkatrail, eine Wanderung durch die Zeit

Von viventura 21.12.15 21:35

Habt ihr Lust auf eine kleine Zeitreise? Lasst uns 600 Jahre zurück in die Vergangenheit reisen, als das Leben noch nicht so hektisch war wie heutzutage. Zeiten, in welchen mit der Natur zu leben nicht bedeutete, sie zu beschädigen, sondern sie in einer natürlichen Weise zu nutzen. Kulturen wie die Inka verstanden es, die Techniken der Zeit mit dem Reichtum ihrer Berge zu kombinieren. So schufen sie ganze Kunstwerke, die bis heute bestehen blieben.

Der Wert der unzähligen Bauwerke unserer peruanischen Vorfahren ist unschätzbar. Heute möchte ich auf ein ganz spezielles Werk eingehen: den Inka Trail nach Machu Picchu.

Es gibt viele verschiedene Inkawege oder "Kapac Ñan", wie die Inka sie nannten. Viele von ihnen sind mit der Zeit zerstört worden, so dass nur noch wenige von ihnen heute noch zum Wandern geeignet sind. Einer von ihnen ist der uns allen bekannte INKA TRAIL.

Menschen aus allen Ecken der Welt kommen heute nach Peru, um das historische Erbe der Inka, der Söhne der Sonne, kennen zu lernen. Aber es sind nicht viele, die letztendlich die Chance nutzen, auf ihren Pfaden zu wandern.

2016-03-11, Machu Picchu (2 of 129)

Frühmorgens fahren wir mit dem Zug in Richtung der verlorenen Stadt der Inka, Machu Picchu. Unsere beeindruckende Zeitreise beginnt mit einer eindrucksvollen Fahrt durch fruchtbare und bunten Täler. Etwa 4 Stunden dauert die 106 Kilometer lange Fahrt bis zu dem Punkt, an dem die Wanderung auf dem Inkatrail beginnt. Zunächst überqueren wir eine Hängebrücke, die uns auf die andere Seite des heiligen Flusses der Inka bringt: der Strom Urubamba. Hier befindet sich ein Kontrollpunkt. Sehr penibel wird der Eintritt der Wanderer auf den Weg überwacht: zum einen für die Sicherheit der Besucher, zum anderen zum Schutz des Weges.

Auf 2400 m Höhe beginnt ein Trek, der im Zick-Zack mit Stufen den Berg hinauf führt. Während des Marsches können wir verschiedene Orchideen-Arten sehen, die auf natürliche Weise hier wachsen. Das Klima in dieser Gegend ist unvorhersehbar. Es kann sowohl in Strömen regnen als auch äußerst heiß werden. Allerdings beeinflusst weder das eine noch das andere  in negativer Weise die Schönheit der Wanderung und der Landschaft.

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Schon bald erreichen wir die Ausläufer des Dschungels und die Vegetation ändert sich merklich. Es wird grüner und üppiger. Auch die Fauna ändert sich und wir können verschiedene Vogel- und Insektenarten, wunderschöne Schmetterlinge und mit viel Glück sogar Brillenbären sehen. Dies macht den Trek zu einem interessanten Ausflug, bei dem wir die Natur und ihre Ruhe genießen.

Der 11 km langen Weg bietet uns nicht nur ein einzigartiges Naturerlebnis, sondern wir treffen auch auf Reste einer für seine Zeit erheblich fortschrittliche Kultur. Wiñaywayña ist eine kleine Stadt in den Bergen, deren Architektur der Harmonie der Natur angepasst wurde, so wie es bei allen Bauwerken der Inka der Fall ist. Der Respekt und die Ehrfurcht vor ihren Göttern hatte für diese Kultur höchste Priorität. Daher wurden alle Bauwerken mit Stufen ausgestattet. Diese Stufen werden uns während der Wanderung immer mal wieder den Atem rauben, so dass wir kurze Pausen zum Kräfte sammeln einlegen müssen. Aber auch trotz der Anstrengungen erfreuen wir  uns auf jeden Fall der regionalen Schönheit.

Camino Inca (54 of 99)

Nach ca. 4 Stunden Wandern gelangen wir zu einer kleinen Hütte, wo wir einige Minuten ausruhen können und mit dem Mittagessen neue Energie für das nächste Teilstück des Treks zu tanken. Der zweite Teil der Wanderung ist einfacher, da der Weg fast vollständig eben ist. Auf einer Höhe von etwa 2700 m vereinfacht dies das Wandern deutlich. Außerdem laufen wir bei diesem Teil des Weges im Schatten der Bäume, so dass wir von der starken Sonneneinstrahlung geschützt sind. Mit jedem Schritt kommen wir unserem Ziel, unserer Belohnung für die Anstrengungen auf dem Weg der alten Peruaner, näher.

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Das Glücksgefühl ist unbeschreiblich, als wir den höchsten Punkt des Trails auf 2700 m erreichen. Hier befindet sich Inti Punku, das sogenannte Sonnentor, der Ort, wo wir unsere Belohnung erhalten: den ersten Blick auf die berühmteste Stadt der Vergangenheit, Machu Picchu. Es ist eine wunderschöne Festung aus Stein, die von Bergen und einer dichten Vegetation umgeben ist, ein Heiligtum der Inka. Von oben ist die Aussicht unbeschreiblich und lässt die Müdigkeit der Wanderung innerhalb von kurzer Zeit verfliegen. Wir sammeln neue Kräfte, um in die Stadt, in das Herz von Machu Picchu, hinab zu steigen. Wir haben unser Ziel erreicht.

vi viventura Machu Picchu

Es ist eine unglaubliche Erfahrung. Ich empfehle euch als Südamerikafans einmal diese Wanderung, die alle Facetten beinhaltet, zu machen um die alte Kultur Perus auf aktive Weise in natürlicher Umgebung kennen zu lernen.

viventura bringt euch in diese wunderbare Inkawelt und bietet Erlebnisrundreisen, die speziell so konzipiert sind, dass ihr in die geheimnisvolle Welt der Inka mit ihren Traditionen und Erben eintauchen könnt. Ihr könnt euch auf den Inka Trail mit viventura begeben oder direkt zu der alten Zitadelle Machu Picchu aufbrechen. Alle Reisen, auf denen ihr zu dem Weltwunder gelangen könnt, findet ihr hier.

Tags: Cuzco., Machu Picchu, Reisetipps, Inka, Lateinamerika

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