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Tipps rund um Paraty: Gold, Piraten & eine Flasche mit Rum

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Wir von viventura begeben uns gerne auf Schatzsuche um tolle Destinationen und Geheimtipps für euch zu finden. Diesmal sind wir uns einig: Wir sind auf Gold gestossen – und dieses Gold heisst Paraty!

Paraty (ausgesprochen wird es „Paratschie“) ist ein kleines Städtchen im Staat Rio de Janeiro mit großer Geschichte. Hier trieben schon Cachaça-trinkende Piraten und goldsuchenden Sklavenhändler ihr Unwesen. Um sich auf deren Spuren zu begeben, nimmt man sich am besten einen lokalen Führer mit, der einem die höchstinteressante Geschichte der Stadt erklären kann. Achtung: Für die Besichtung braucht ihr gute Schuhe, denn das Kopfsteinpflaster der malerischen Innenstadt ist mehr als holprig!

 

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Zur Führung sollte man auch unbedingt seine Kamera mitnehmen, denn Paraty ist ein Paradies für Hobby- und Profifotografen, denen sich an jeder Ecke aufregende Motive bieten.

Die Altstadt, die noch aus dem 17. Jahrhundert stammt, steht unter Denkmalschutz und bietet eine Vielzahl von urigen, weißen Häusern mit bunten Türen und Fensterläden. Sie wurde bewusst nahe am Wasser gebaut, so dass sie auch heute noch in regelmäßigen Abständen von der Flut überschwemmt wird. Was erstmal wie ein Manko klingt, ermöglichte den Handelnden, Waren damals direkt vom Hafen zu den Lagerhäusern auf kleinen Kanus zu liefern. Angenehmer Nebeneffekt: Der Dreck von den Straßen wurde so außerdem direkt ausgespült!

 

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Heute springt man kurz nach Flut (wie auf den Bildern) von Stein zu Stein über die Pfützen, um die malerischen Hauseingänge zu bestaunen und dabei die Geschichte der Stadt kennenzulernen. Als nach der Kolonialisierung Brasiliens Gold im nahegelegenen Bundesstatt Minas Gerais gefunden wurde, wuchs Paraty bald zu einem wichtigen Hafen für den Handel mit Rio heran. Solch wervolle Ware führte schnell dazu, dass sich Piraten in den zahlreichen, traumhaften Buchten rund um Paraty niederließen, um die dort verkehrenden Schiffe zu kapern. Diese Taktik war so erfolgreich, dass bald ein sichererer (Land) Weg nach Rio für das Gold gefunden werden musste.

Als erst der Goldweg von Minas Gerais nach Rio in Betrieb war verlor Paraty schnell an Bedeutung. So schnell tatsächlich, dass die Stadt noch heute wie eingefroren in der goldenen Zeit der frühen Kolonialisierung erscheint.

 

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Besonders schön ist Paraty abends: Dann fangen nämlich die zahlreichen Straßencafés das Brummen an und Touristen und Einheimische genießen gleichermaßen das herrliche Wetter (rund um’s Jahr um die 25 Grad!) in der beschaulichen Altstadt. Auch in den vier Kirchen der Stadt ist auch abends noch reger Betrieb. Apropos Kirchen: Ursprünglich hatten die Bewohner je nach Hautfarbe ihre eigene Kirche, aber zum Glück sind diese Zeiten vorbei und in dem gläubigen Städtchen kann heute jeder mit jedem beten und singen.

 

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Nach Erkundung der Stadt sollte man unbedingt die Natur um Paraty herum gesehen haben. Am besten geht das auf dem Pfad der Goldsuchenden, dem Caminho do Ouro. Auch wenn der Weg durch den Dschungel führt, so läuft man noch auf richtigen Steinpfaden, denn der Pfad wurde von den Portugiesen (bzw. deren Sklaven…) in mühsamer Handarbeit gepflastert, um den Mulis und Pferden besseren Halt zu bieten. Einst eine Strecke von 1200km umfassend wurde der Geldweg genutzt, um sowohl das Gold als auch die Minenarbeiter und Sklaven zu transportieren.

 

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Für all Ornithologen und Naturliebhaber ist der Goldpfad ein echtes Highlight. Keine Sorge: Der Weg geht meist bergab und ist auch für zaghafte Wanderer leicht zu meistern. Eine Belohnung gibt es, wenn man nach 1.5 Stunden zu Wasserfällen und einem natürlichen Schwimmbad inklusive Rutsche gelangt. Diese Rutsche besteht aus einer glatten Felswand, die ständig bewässert, zum Rutschen in den drunterliegenden Teich einlädt. Wer sich das nicht traut, kann trotzdem ein erfrischendes Bad nehmen und den Profis bei ihren Stunts zugucken.

 

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Falls ihr Rutschen wollt tut das lieber auf dem Hintern als auf den Füßen, wie auf diesem Bild von einem waghalsigen Local vorgeführt!

 

 

 

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Nach soviel „Anstrengung“ hat man eine Belohnung verdient und diese erfolgt ganz stilecht in Form einer Cachaça-Probe. In der Destillerie Engenho D’Ouro gibt es diverse Jahrgänge und Geschmäcke des brasilianischen Naional-Schnapses in fingerhutgroßen Portionen zu probieren. Auch wenn es hier keinen Piratenrum gibt, sollte man zuschlagen: Zum Beispiel bei ein paar Flaschen des exzellenten Gabriela (Cachaça mit Nelken und Zimt versetzt), der direkt vor Ort hergestellt wird.

 

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Kein Besuch in Paraty wäre vollständig ohne die umliegenden (Piraten-)Inseln zu erkunden und das tut man am besten stilecht mit einer Schonerfahrt. Auch wenn das Wetter zur Regenzeit manchmal etwas grau und nass erscheinen kann, kann man es sich auf Deck so richtig gemütlich machen.

 

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Dazu tragen Sambaklänge bei und eine Aussicht, die auch im Regen beeindruckt. Das Wasser ist herrlich warm und läd bei den zahlreichen Inselstops zum Planschen ein. Mit etwas Glück kann man sogar Schildkröten sehen!

 

 

 

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Mittagessen wird an Bord serviert: frischer Fisch aus der Gegend, ein kaltes Bier und zum Nachtisch hausgemachte Brigadeiros (brasilianische Pralinen). So lässt sich das Piratenleben aushalten…

 

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Wieder an Land besucht man die urigen Lädchen fürs Souvenir-Shopping oder genehmigt sich einen letzten Gabriela zum Sonnenuntergang. Und wenn dann die Stadt in goldenes Licht getaucht wird, erkennt man schnell, dass es hier auch ohne echtes Gold noch mehr als genug Schätze zu finden gibt.

 

Lust auf Paraty bekommen? Guck dir mal unsere Brasilien Reise an. Gerne stellen wir dir auch ein Angebot für einen individuelle Fahrt zum Ort der Piraten und Goldgräber zusammen.

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Der Autor:

Annika Ziehen

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Annika is a freelance travel blogger currently on assignment in Brazil with Viventura. Her favorites when not on her laptop are diving, taking pictures of cats and eating all the local food she can ... weiterlesen

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