Unsere Top 10 Cusco Sehenswürdigkeiten: Die Wunder des Heiligen Tals

Von Kaya s 02.03.18 12:39

Ein Tag, da sind wir uns sicher, reicht bei weitem nicht aus, um alle Cusco Sehenswürdigkeiten zu sehen. Wann immer die ehemalige Hauptstadt des Inkareiches erwähnt wird, schwingt sogleich ihre Bezeichnung als "Ausgangslage für Machu Picchu" mit. Das ist richtig, da Cusco den optimale Ausgangsort für den Besuch von Machu Picchu darstellt. Jedoch sollte man die Stadt selbst keinesfalls auf ihre Lage reduzieren und mit einem kurzen Besuch abhaken, bevor man sich zum Weltwunder aufmacht. Der "Nabel der Welt" hat nämlich ganz eigene Wunder zu bieten! Hier erfahrt ihr deswegen mehr über unsere Top 10 Cusco Sehenswürdigkeiten vom Kunsthandwerksmarkt in San Blás bis zur Gasse der sieben Schlangen.

Obwohl die auf über 3.400m Höhe gelegene Stadt 1650 und 1950 durch starke Erdbeben zu großen Teilen zerstört wurde, blieben die von den Inka errichteten noch bestehenden Grundmauern erhalten. Viele Kirchen und Häuser mussten jedoch mehrfach wieder aufgebaut werden. Das koloniale Zentrum Cuscos sowie die erhaltenen Inkaruinen wurden 1983 von der UNESCO in die Liste der Welterbestätte aufgenommen.

 

Cusco Sehenswürdigkeiten #1: Das Künstlerviertel San Blas

Das Künstlerviertel San Blas bietet neben wunderschönen Fotomotiven der hellen Lehmfassaden mit bunten Fenstterrahmen und Balkonen vor allem eine riesige Auswahl an Kunsthandwerk. Oberhalb der Plaza de San Blas befinden sich zahlreiche Stände voller Bilder, Keramikware und Schmuck, und auch in den Gassen rundherum wird man schnell fündig an kleinen Souvenirläden und schnuckeligen Cafés. Katzen streunen durch die Straßen, in denen Blumen und Kakteen Urlaubsstimmung aufkommen lassen. Wer Taschen und Magen genug gefüllt hat, sollte sich unbedingt noch die Kirche San Blás ansehen: Die geschnitzte Kanzel gilt als eine der schönsten Holzarbeiten in Cusco!

 

Die Plaza San Blas. Quelle: Flickr.
Die Plaza San Blas. Quelle: Flickr.

 

 

 

 

Cusco Sehenswürdigkeiten #2: Sacsayhuamán

Sacsayhuamán ist eine Ruinenstätte im Norden von Cusco (in etwa drei Kilometer Entfernung vom Zentrum) , die man von dem Künstlerviertel San Blas mit etwas Zeit auch gut zu Fuß erreichen kann. Allerdings erfolgt der Anstieg über die Calle Tantapata über steile Treppen, und die Ruinenstätte selbst ist noch einmal höher gelegen als Cusco. Es gilt also, einige Pausen anzulegen und sich wie generell in Cusco langsam mit der Höhe vertraut zu machen.

 

Alpakas vor Sacsayhuamán.
Alpakas vor Sacsayhuamán.

 

Ab dem Eingang zu Sacsayhuamán muss man noch einmal eine Viertelstunde eine beträchtliche Anzahl an Stufen erklimmen, bevor man in den Bergen über Cusco steht und einen fantastischen Ausblick über die Hauptstadt der Inka genießt!

 

Blick über Cusco.
Blick über Cusco.

 

Tipp: Besonders eindrucksvoll ist der Besuch von Sacsayhuamán am Tag des Sonnenfestes Inti Raymi, während dem jährlich am 24.Juni eine Zeremonie in der Ruinenanlage abgehalten wird.

 

 

 

Cusco Sehenswürdigkeiten #3: Cristo Blanco

Cristo Blanco, der weiße Christus, ist eine strahlend weiße Statue auf dem Hügel neben der Ruinenlage von Sacsayhuamán. Nachts wird die Christusstatue sogar bestrahlt, während unter ihr die Lichter Cuscos funkeln. Der Ausblick über die Stadt ist wie die Sicht von Sacsayhuamán -  schlichtweg überwältigend!

 

Cristo Blanco über Cusco.
Cristo Blanco über Cusco.

 

 

 

 

Cusco Sehenswürdigkeiten #4: Die Plaza de Armas und die Kathedrale von Cusco

Die Plaza de Armas ist der Hauptplatz Cuscos, der dem Ruf der Stadt, die schönsten Kolonialgebäude und archäologischen Stätten zu beherbergen, mehr als gerecht wird. Säulengänge, gleich mehrere erhaltene Mauerstücke aus der Inkazeit und kunstvolle Balkone aus Holz befinden sich in unmittelbarer Nähe. In der 1654 fertig gestellten Kathedrale von Cusco kann man neben einem Bild des Abendmahls - wobei die Festmahlszene landestypisch um ein Meerschweinchen erweitert wurde- viel über die Geschichte des christlichen Glaubens in Peru erfahren, welcher sich durch die spanischen Eroberer während der Kolonialzeit in ganz Peru verbreitete.

 

Die Plaza de Armas von Cusco.
Die Plaza de Armas von Cusco.

 

 

Cusco Sehenswürdigkeiten #5: Das Kloster Santo Domingo mit dem Sonnentempel Coricancha

Die Grundmauern des von den Inka erbauten Sonnentempel Coricancha sind im Inneren des Klosters Santo Domingo zu sehen, wo sie 1950 durch ein Erdbeben freigelegt wurden. Früher wurde der Tempel als Observatorium genutzt, außerdem fanden dort Zeremonien zu Ehren der Sonne statt. Zudem diente Coricancha als Ruheort für die Mumien früherer Herrscher. Die mutmaßlich einst goldenen Wände symbolisierten die von der Sonne geweinten Tränen um die Verstorbenen, wurden jedoch mit dem Eintreffen der Spanier zerstört. Eine sechs Meter hohe Mauer lässt sich noch heute besichtigen, während der restliche Tempel ebenso den spanischen Eroberern zu Opfer fiel. Aus dem Großteil der perfekt gemeißelten Steine wurde das barocke Kloster Santo Domingo über die Fundamente des Tempels gebaut. Auch hier wird, wie bei der Ruinenstätte von Sacsayhuamán, noch jährlich das Sonnenfest Inti Raymi am 24.Juni zelebriert.

 

Das Kloster Santo Domingo in Cusco. Das Kloster Santo Domingo in Cusco.

 

 

 

 

Cusco Sehenswürdigkeiten #6: Callejón de Siete Culebras und Calle Hatunrumiyoc

Zwei der berühmtesten Cusco Sehenswürigkeiten bestehen, so seltsam das klingen mag, aus nichts als Steinen. Im Callejón de Siete Culebras, der Gasse der sieben Schlangen, sind einige der großen, perfekt aneinandergefügten Steinblöcke mit Schlangen verziert. An der Mauer des ehemaligen Inkapalasts in der Calle Hatunrumiyoc wiederum findet man ebenfalls eine berühmte Stelle, an der mehrere der Steine mit der einzigartigen Inkabautechnik der fugenlosen Verblockung aneinandergefügt wurden. Einer der eckigen Steine hat nicht weniger als zwölf Ecken! Das System der Verblockung gelangte zu so großem Ruhm, dass eine Abbildung der Steine auf vielen Souvenirs aufgedruckt ist, außerdem befindet sich das Relief auf allen Bierflaschen der Marke Cusquena.

 

Der zwölfeckige Stein in Cusco.
Der zwölfeckige Stein in der Calle Hatunrumiyoc in Cusco.

 

 

 

 

Cusco Sehenswürdigkeiten #7: Die Kirchen La Companía de Jesús und La Merced

Neben der Kathedrale auf der Plaza de Armas, der Kirche von San Blas und dem Kloster Santo Domingo besitzt Cusco noch zahlreiche weitere Kirchen, welche eine Besichtigung nicht bloß an Regentagen absolut wert sind! Am berühmtesten sind die prunkvolle Jesuitenkirche Compañía de Jesús (ebenfalls auf der Plaza de Armas neben der Kathedrale), welche 1668 vollendet wurde, sowie die zwischen 1540 und 1600 erbaute Klosterkirche La Merced, in welcher sich eine mit allerlei Diamanten, Rubinen und Smaragden verzierte goldene Monstranz befindet.

 

 

Links die Kathedrale von Cusco, rechts die Kirche Companía de Jesús. Quelle: Flickr.
Links die Kathedrale von Cusco, rechts die Kirche Companía de Jesús. Quelle: Flickr.

 

 

Cusco Sehenswürdigkeiten #8: Der Markt von San Pedro

Wen es nicht nur für Kunsthandwerk, sondern vor allem wegen der kulinarische Köstlichkeiten auf die Landesmärkte zieht, der ist auf Markt von San Pedro goldrichtig! Hier findet sich alles, angefangen von besonderen Leckerbissen aus Cusco über diverse Früchte aus allen Klimazonen Perus und frischgepresste Säfte bishin zu fertigen Hauptspeisen!

 

 

Der Markt San Pedro in Cusco erstreckt sich über mehrere Hallen und geht auch nach außen weiter.
Der Markt San Pedro in Cusco erstreckt sich über mehrere Hallen und geht auch nach außen weiter.

 

 

 

 

Cusco Sehenswürdigkeiten #9: Die Wunder im Heiligen Tal

Wen es schlussendlich doch weiter aus Cusco heruaszieht, der sollte sich vor Machu Picchu unbedingt noch die weiteren Inkastätten im Heiligen Tal ansehen. Pisac zum Beispiel ist eine ehemalige Inkastadt mit unzähligen, gut erhaltenen Terassen, einem unterirdischen Gang sowie einem riesigen Friedhof, die definitiv einen Besuch lohnt. Auch Ollantaytambo ist einen längeren Abstecher von Cusco aus wert: Enge Gassen und prächtige Gebäude reihen sich in fünfzehn regelmäßigen Blocks aneinander. Einige der Häuser bestehen aus dunkelrosa Steinmauern der Inka, und sechs riesige Monolithen ragen als rote Granit-Überbleibsel der Inkazeit vor den Besuchern auf. Essen und Beherbung ist in allen Orten des Heiligen Tals deutlich teurer als in Cusco, weswegen sich hier Tagesausflüge empfehlen.

 

Pisac im Heiligen Tal.
Pisac im Heiligen Tal.

 

 

 

 

Cusco Sehenswürdigkeiten #10: Der Ausflug zum Weltwunder Machu Picchu

Natürlich darf im Anschluss an Cusco DAS Must-Do einer jeden Perureise nicht fehlen: Machu Picchu. Das Weltwunder hat viele Bezeichnungen: Die verborgene Stadt, die goldene Stadt, das vergessene Reich. Man kann Machu Picchu von Aguas Calientes aus an einem Tag besichtigen oder über alte Inkapfade nach Machu Picchu wandern.

 

Lama vor Machu Picchu.
Lama vor Machu Picchu.

 

 

Mehr Infos zum Besuch der berühmtesten Sehenswürdigkeit Perus findet ihr in folgenden Artikeln:

Wer sich noch länger im Heiligen Tal oder nahe Cusco herumtreibt, dem wird es auch nach dem Besuch der Top 10 Cusco Sehenswürdigkeiten garantiert nicht langweilig werden! Schließlich gibt es im Land der Inka noch so viel zu entdecken: Die Kreise von Moray, das Wasserheiligtum Tambomachay, die Bergfestung Puka Pukara oder die kleine Ortschaft Chinchero locken einen immer wieder aus der "Mitte der Welt" heraus und in die Weiten Perus hinein. Was sind eure liebsten Orte in und um Cusco?

 

Tags: Cusco, viventura, Peru, Top 10, News, Top 10 Peru

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