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Weihnachten in Südamerika: 10 erstaunliche Bräuche

Weihnachten in Südamerika: 10 erstaunliche Bräuche

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Ein Weihnachtsmann im Hubschrauber ? Auf Lamas zum Weihnachtsfest? Hier findet ihr 10 erstaunliche Bräuche rund um Weihnachten in Südamerika!

An was denkt ihr, wenn ihr das Wort „Weihnachten“ hört? An weiße Weihnachten? Freut ihr euch auf eine besinnliche Adventszeit mit Plätzchen, Abenden bei Kerzenlicht und Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt? Bunte Lichterketten schmücken Straßen und Häuser. Der Duft nach gebrannten Mandeln zieht durch die Luft, Schneeflöckchen rieseln vom Himmel. Doch wie wird Weihnachten in Südamerika gefeiert? Die Krippe hat eine große Bedeutung für die Menschen dort, oft gibt es Wettbewerbe um die schönste Gestaltung. Inmitten der Hitze werden Häuser und mit Kunstschnee verzierte Plastiktannenbäume kitschig geschmückt- und das ist nicht das Kurioseste!

1.Brasilien: Mit dem Hubschrauber ins Stadium

Weihnachten in Südamerika: In Brasilien fliegt der Weihnachtsmann mit dem Hubschrauber ins Stadium

Quelle:wikimedia

Rentiere waren gestern! In Rio de Janeiro landet der Weihnachtsmann mit seinem Helikopter im einstmals größten Stadium der Welt, dem Stadium von Maracanã. Papai Noel lässt sich unter den Blicken von 75.000 feiernden Brasilianern zu den Klängen von Weihnachtsmusik und pathetischen Ansprachen einfliegen. Geschenke gibt’s natürlich auch. Na dann: Boas Festas!

2.Brasilien II : Weiße Weihnachten

Weihnachten in Südamerika: der weltgrößte Weihnachtsbaum steht in Rio de Janeiro.

Der weltgrößte Weihnachtsbaum steht in Rio de Janeiro. Quelle:wikimedia

Ein ganz besonderes Weihnachtswunder erwartet jeden, der am 24.12 zur Mittagszeit durch Rio de Janeiros Zentrum steift. Es schneit! Der weit verbreitete Kunstschnee wird zwar nicht durch echte Flocken ersetzt, dafür rieselt es aus manchen Fenstern weißes und buntes Konfetti. Angestellte zerschreddern ihre alten Akten und lassen sie aus den hohen Bürogebäuden auf die Straßen schneien, bevor sie sich in ihren „heiligen Feierabend“ begeben.

3.Ecuador: Auf Lamas zur Messe

Weihnachten in Südamerika: In Ecuador geht's auf Lamas zur Messe

Geteilte Freude ist doppelte Freude! Insbesonders an Weihnachten wollen alle im Kreise von Familie oder Freunden feiern. Doch was, wenn diese zu weit weg wohnen? Über 2/3 der Bevölkerung Ecuadors sind Kleinbauern. Viele arbeiten abseits der Stadt- und Dorfzentren auf Feldern in den Hochebenen. Am Weihnachtsabend werden deswegen – ähnlich wie in Deutschland oder der Schweiz beim Alm-Abtrieb – Maultiere und Lamas mit bunten Blumen oder Troddeln geschmückt. Große Säcke und Satteltaschen werden mit Essen und Habseligkeiten gefüllt, anschließend geht es gemeinsam zur nächsten Krippe oder sogar Kirche. Gemeinsam mit anderen Arbeitern oder Verwandten wird so der Heiligabend mit viel Tanz und Gesang bei einem großen Festmahl gefeiert, bevor die bunte Karawane wieder zurück zieht.

4.Osterinsel: Frohe Ostern!

Weihnachten in Südamerika: Die Moai-Statuen auf der Osterinsel stellen ewige Rätsel auf

Moai Statuen auf der sagenumwobenen Osterinsel. Quelle: Anne Dirksen/wikimedia

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie die Osterinsel zu ihrem Namen kamen? Die wahrscheinlich isolierteste Insel der Welt wurde einst von einem niederländischen Seefahrer am Ostersonntag des Jahres 1722 entdeckt. Viele unerklärte Geschichten ranken sich seitdem um die Osterinsel, doch Weihnachten wird – entgegen der Mythe, dass die Inselbewohner nur Ostern zelebrieren- mit denselben Traditionen wie in Chile gefeiert. Das einzig Bizarre: Statt „Feliz Navidad“ wünscht man sich auf der Osterinsel „Felizes Pascuas“ (pascuas=Ostern), und der Weihnachtsmann wird als „Viejito Pascuero“ (der alte Oster-/Weihnachtsmann) bezeichnet. Zum Weihnachtsessen wird selbstverständlich auch „Pan de Pascua“ (Osterbrot) gereicht, eine Variante des Christstollen!

 5.Chile: Der „Affenschwanz“ als Weihnachtscocktail

Weihnachten in Südamerika: In Chile wird in der Weihnachtszeit gerne der Cola de Mono getrunken

Quelle: pixabay

Neben dem „Pan de Pascua“ genießen Chilenen zur Weihnachtszeit ihren beliebten Cocktail „Cola de Mono“  (Affenschwanz). Keine Sorge: das leckere Getränk besteht keinesfalls aus Affenfleisch, sondern aus Alkohol (Pisco oder Branntwein), Milch, Zimt und Zucker. Manche verfeinern den Cocktail zusätzlich mit Nelken, Muskatnuss und Vanilleessenz. Der Name „Cola de Mono“ wird der Legende nach von „Cola de Montt“ abgeleitet: Als 1900 der Präsidentschaftskandidat P. Montt knapp die Wahlen verlor, wurde der Vorsprung des Wahlsiegers Germán Riesco als „Cola de Montt“ bezeichnet. Dieser mischte sich nach der Verkündung seines Sieges einen Cocktail – den „Cola de Montt“.

6.Peru: Feuerwerk und Party

Weihnachten in Südamerika: Bei der "Quema del Castillo" werden aufwendige Installationen Stück für Stück in einem spektakulären Feuerwerk abgebrannt. Quelle: wikimedia

Bei der „Quema del Castillo“ werden aufwendige Installationen Stück für Stück in einem spektakulären Feuerwerk abgebrannt. Hier: Jesus am Kreuz mit dem Schriftzug „Segne uns, Vater Unser“ Quelle: wikimedia

In Peru gibt es wie in vielen Ländern Südamerikas gefüllten Truthahn zum Festessen, bevor ein Feuerwerk bestaunt wird, wie es in Deutschland nur zu Neujahr üblich ist. Sonst eher europäisch beeinflusst, stammt die Tradition des „Truthahn Essens“ aus den USA. Weihnachten ist hier ein Fest für alle! Nach dem Essen wird bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und getanzt. Selbst die Kleinsten dürfen lange aufbleiben.

7.Kolumbien: Ein Lichtermeer zu Ehren Marias

Weihnachten in Südamerika: In Kolumbien entsteht ein Lichtermeer aus Kerzen zu Ehren Marias

Anstelle eines Nikolausfests findet in Kolumbien am 07.12 die „Noche de las Velitas“, die Nacht der Kerzen, statt. Das Lichterfest ist eine der wichtigsten Traditionen in Kolumbien! In allen Städten treffen Familien zusammen und zünden in und um das Haus herum viele Kerzen und Lampions an, damit Maria den Weg zu ihrem Haus finden kann. Am nächsten Tag, dem Tag der „unbefleckten Empfängnis“, wird die Heilige Jungfrau geehrt. Tausende Menschen feiern in einem Lichtermeer bis in die Morgenstunden hinein. Ein magischer Anblick!

8.Kolumbien II: Neun Nächte statt 24 Türchen

Weihnachten in Südamerika: Medellín erstrahlt besonders hell an Weihnachten.

Medellín an Weihnachten. Quelle:wikimedia

Die letzten neun Nächte vor Heiligabend werden in Kolumbien die „Novenas“ genannt. Anstelle eines täglichen Adventskalenders beginnt die Einstimmung auf Weihnachten mit gemeinschaftlichen Gebeten, Auszügen aus der Weihnachtsgeschichte und Gesang. In jeder der Nächte versammeln sich Nachbarn und Freunde um die Krippe des Gastgebers. Oft werden Getränke und Gebäck serviert, jeder ist einmal dran. An Weihnachten wird schließlich die schönste Krippe gekürt!

9.Bolivien: Tanz in den Heiligabend

Weihnachten in Südamerika:  Eine Krippe mit Schnee werden die Kinder in Sucre wohl nicht entdecken!

Eine Krippe mit Schnee wie auf diesem Bild werden die Kinder in Sucre wohl nicht entdecken! Die riesigen Krippeninstallationen werden in Südamerika „el Nacimiento“ (die Geburt) oder „el Portal de Bélen“ genannt.

Als sei Halloween und nicht Heiligabend, ziehen ganze Gruppen von Kinder in der Stadt Sucre durch die Nachbarschaft. Doch statt nach Süßigkeiten zu fragen, erbitten sie sich Eintritt in Häuser, die eine Krippe aufgebaut haben. Dort umtanzen sie die Krippe, singen gemeinsam mit den Gastgebern und ziehen dann weiter. Um Mitternacht ist jedes Kind wieder bei seiner eigenen Familie, um im engen Rahmen Weihnachten zu feiern. Feliz Navidad!

10.Wie das Panéton nach Südamerika kam

Weihnachten in Südamerika: Das Panéton ist nicht mehr aus der Weihnachtszeit wegzudenken!

Quelle: flickr/ Nicol Ettone

Das Panéton ist ein fester Bestandteil von Weihnachten in Südamerika. Über einen Monat im Voraus wird die Variante des Christstollen zu heißer Schokolade, Kaffee oder Tee gereicht. Doch wieso? Hier eine kleine Weihnachtsgeschichte: Der Legende nach verliebte sich ein Bäckerlehrling namens Toni in die adlige Tochter einer Kaufmannfamilie aus Mailand. Um ihr seine Liebe zu zeigen, buk er ihr ein ganz spezielles Brot in Form einer Kuppel. Dieses Brot enthielt besonderes Zitrusaroma, aber auch Rosinen und andere getrocknete Früchte. Sein Brot, das „Pan de Toni“ (heute: Panettone), wurde berühmt. Etliche Mailänder verlangten danach – und schließlich brachte eine italienische Familie es mit bis nach Südamerika. Das Panéton war geboren!

Habt ihr auch schon einmal außergewöhnliche Weihnachtsbräuche erlebt oder Weihnachten in Südamerika verbracht? Wer kennt Panéton oder den „Cola de Mono“? Wir freuen uns auf eure Erzählungen! Alle, die sich jetzt besonders nach Südamerika sehnen, können der Kälte in nur wenigen Klicks entrinnen:

 

 

 

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Der Autor:

Kaya Herkersdorf

Kaya
Die reisefreudige Freiburgerin wuchs zwischen Pferden und Hügeln auf. Kalte Wintertage versüßte sie sich am Liebsten mit Skiabfahrten, bevor sie sich nach ihrem Abitur mitten ins Herz Perus ... weiterlesen

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