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Kolumbien – 10 persönliche Empfehlungen

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Parque TayronaKolumbien ist ein Land, das den Besucher direkt und persönlich erreicht. Jeder nimmt seine eigenen Erinnerungen mit. Nachdem wir schon mal die Möglichkeit hatten Ihnen zehn Höhepunkte vorzustellen, freue ich mich auf die Fortsetzung. Schließlich ist es keine leichte Aufgabe, auch diesmal bin ich schnell bei der doppelten Anzahl angelangt. Aus diesem Grunde stelle ich entsprechend der Jahreszeit meine zehn persönliche Favoriten vor.

1. Walbeobachtung
Der langgezogene Ruf „Waaaalfisch“ lässt uns alle losrennen. Die Augen auf diesen Punkt fixiert, den uns der Rufende mit seinem ausgestreckten Arm deutet, eilen wir zum Boot. Es ist Walsaison und wir alle, die zur Zeit an den kolumbianischen Pazifik reisen, haben einen gemeinsamen Grund dafür: Wale beobachten! Von Juli bis Oktober sind die Buckelwale vor den kolumbianischen Küsten für einen einzigen Zweck, ihre Art zu Erhalten. Während dieser Zeit gebären sie ihre Jungen bzw. paaren sie sich und zeugen den Nachwuchs, der im nächsten Jahr in diesen Gewässern seine Wiege haben wird.  Bei der Geburt sind die Jungtiere vier bis sechs Meter groß. Ihre Mütter werden sie zwei Jahre lang säugen und am Ende dieser Zeit wieder bereit sein, sich erneut zu paaren. Jetzt, im September treffen wir auf ein ausgelassenes Pärchen: Eine Mutter mit Nachwuchs! Dieser ist jetzt etwa ein Monat alt und zeigt sich kräftig, verspielt und sehr selbstsicher an der Seite seiner Mutter. Er springt aus dem Wasser, dreht sich dabei um die eigene Achse und scheint uns mit seiner winkenden Seitenflosse grüßen zu wollen. Unsere Kamaras klicken ununterbrochen, begleitet von Rufen der Verwunderung und der Freude. Nach viel zu kurzen 40 Minuten krümmt Mutter ihren Rücken, reckt die Schwanzflosse in den Himmel, taucht in die Tiefen des Pazifiks und setzt der Sprungshow ihres Kindes ein Ende. Gehorsam folgt es seiner Mutter. Unsere strahlenden Gesichter verraten es: Walbeobachtung ist definitiv ein Top Ten!

Listo para el Salto

2. Fischessen in einer anderen Dimension
Wer denkt, dass Fisch immer nur nach Meer schmeckt und wegen der Gräten nur mühsam zu essen ist, ist herzlichst eingeladen Fisch im El Cantil, unserer Lodge am Pazifik zu probieren. Hier ist Fischessen ein Erlebnis aus einer anderen Dimension. Das gilt auch für uns, die wir mehrmals dorthin reisen und immer wieder nur verwundert feststellen, wie fantasievoll Fisch zubereitet werden kann.  Sei es in gefüllten Teigtaschen, den beliebten Empanadas, sei es als Lasagne, als Gulasch oder gegrillt, in der Suppe oder wie auch immer er uns serviert wird, immer wieder kommt die gleiche verzückte Frage: „Ist das Fisch?“. Diese Frage scheint alle Nationen zu beschäftigen, den egal aus welchen Herren Ländern die Autoren der Gästebucheinträge sind, alle nehmen die Küche El Cantils als herausragende Erinnerung mit.

Pesacado a la El Cantil

3. Feria de Cali
Es sind nicht mal ganz vier Monate bis zum Beginn der Feria de Cali 2010. Zu Beginn in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts als traditionsbeladene Begleitfeier spanischer Art zur Stierkampfsaison in dieser Stadt gedacht, wandelte sie sich per „vox populi“ im Laufe der Zeit in das vielleicht bedeutendste Salsa-Ereignis der Welt. Das sagen zumindest die Bewohner Calis. Wie auch immer, kaum auf der Welt findet man zwischen Weihnachten und Silvester so viele bedeutende Repräsentanten der Salsaszene an einem Ort wie in Cali. Sei es Willi Colón, Ruben Blades, Marc Anthony (der im letzten Jahr übrigens ein fantastisches Konzert gab) oder die Band Grupo Niche oder das Orchester Puerto Ricos, alle sind hier anzutreffen. Jeden Tag gibt es gratis Konzerte mit namhafter Besetzung und am 27. oder 28. Dezember krönt das „Superconcierto“, das einzige das Eintritt kostet, die Zeit der Feria mit den Topstars. Dabei passt sich die Feria den musikalischen Wünschen der Menschen an. Es wird nicht mehr nur Salsa gespielt, auch die enorm beliebten Richtungen „Vallenato“ und „Mariachis“ sind an diesem Abend mit hochkarätigen Künstlern vertreten. „Pa mi gente – für meine Leute“ heisst es in der Salsa und so wird auch anderen, beliebten Musikrichtungen Raum und Platz geboten. Wer Salsa mag kommt nicht um die Feria herum und wer in Kolumbien nicht in Cali in einem Salsa-Schuppen war, der hat einen wichtigen Teil der kolumbianischen Essenz verpasst. Daher haben wir auf unserer Dezembertour, Cali und die Feria einbezogen. „Salsa pa´ mi gente – Salsa-(Geschmack) für meine Leute!“

Marc Anthony

4. Waldwanderungen
Kolumbien ist ein Land der Grüntöne und der Vielfalt. Mit wenigen Ausnahmen ist es ein Land in denen die Vegetation üppig gedeiht und mit ihr natürlich die Tierwelt in ihr. Gegenden wie der Choco gelten als Artenreserven unseres Planeten. Die Zahl der in diesem tropischen Regenwald lebenden Tier- und Pflanzenarten, kann nur geschätzt werden. Viele von ihnen sind endemisch und noch gar nicht wissenschaftlich katalogisiert. Gerade Vogelkundler, Amphibien- und Reptilienexperten, Orchideenforscher und viele andere nehmen begeistert die Strapazen auf sich, in entlegene Wälder in allen Klimazonen und Gegenden des Landes zu reisen und sich im Dickicht auf die Suche nach ihren Objekten der Begierde zu machen. Ganz so anstrengend muss es nicht sein.  Schon wenige Minuten von Bogotá kann man in fast europäisch anmutenden Wäldern sich der vielen Grüntöne erfreuen. Anders als zu Hause sind aber hier die Zeder,  der kolumbianische Arrayan oder der wegen seines hohen Vitamin C-Gehalts so beliebte Canelo die bestimmenden Baumarten, neben dem importierten Eukalyptus. Steigt man etwas höher, findet man ab 3.400 Meter die Wälder der Frailejones, bizarre Erscheinungen in einer Landschaft, die an die schottischen Highlands erinnern.

Bosque de palmas

5. Feria de las Flores
Jedes Jahr im August vewandelt sich Medellin, die Stadt des ewigen Frühlings für eine Woche in ein Blumenmeer. So hat sie sich während dieser Zeit auch um den Beinamen Stadt der Blumen verdient gemacht. Es wird das Fest der Blumen, „la Feria de las Flores“ gefeiert. Die Feria fand zum ersten Mal 1957 statt. Damals ging es hauptsächlich darum, dass die Bauern der Region während eines Festzuges ihre Blumen in die Stadt brachten und zur Schau stellten. Diese Tradition hat sich bis heute bewahrt, sodass die Blumenparade den Höhepunkt des Festivals darstellen. Tausende Menschen tragen, unterstützt und angefeuert von den zahlreichen Besuchern, ihre liebevoll zusammengesteckten Blumenkränze während eines Festumzuges durch Medellin. Ein weiterer Höhepunkt der „Feria de las Flores“ ist die Pferdeparade, bei der die schönsten Pferde des Landes präsentiert werden. Aber auch die zahlreichen weiteren Veranstaltungen der weiteren Tage laden zu einem Besuch des Festivals in Medellin ein.

Feria de las Flores, Medellin

6. Barichara
Ein Ort in dem die Zeit stehen geblieben ist. Seine kleinen und kaum befahrenen Straßen, gesäumt von weißen Häusern mit bunten Türen und Fenstern und den traditionellen roten Ziegeln auf den Dächern, sind das spanischste Erbe, welches Kolumbien heute noch hat. Barichara liegt auf einem Bergrücken, einige der Straßen haben daher einen steilen Verlauf, was ihren Charme nur erhöht. An einem Ende des Dorfes erreicht man auch den Kamm des Berges und genießt von hier die weite Sicht über das Tal. Auch für Kolumbianer ungewohnt ist das Denkmal zu Ehren einer besonders dickleibigen Ameise, die geröstet in der Gegend als Delikatesse gilt. Zu Zeiten der Spanier und in den ersten Jahren der Republik war Barichara wegen des Tabaksanbaus und Handels eine wirtschaftliche Rolle sicher. Davon zeugt nur noch ein kleines Häuschen, das Tabakmuseum. In der Nähe Baricharas liegt San Gil, ein Ort für den aktiven Abenteuersportler, der sich beim Rafting im Fluß oder mit Sprüngen aus drei Metern in die Dunkelheit der Höhlen austoben möchte. Doch Barichara ist der Ort an dem Mensch einfach nur entspannen will.

Calle Colonial

7. Finca Cafetera
Entspannend ist auch ein Aufenthalt in einer Kaffeefinca in der Zentralkordillere. Die heute als Kaffeezone bekannte Gegend von Medellin bis nach Armenia gilt als eine der angenehmsten Kolumbiens. Dafür verantwortlich sind nicht nur das milde Klima und die üppige Vegetation. Auch die sanften Krümmungen der Berge und Hügel sind angenehm für das Auge, gestalten die Landschaft abwechslungsreich und erlauben fast von überall einen weiten Blick über Täler und Bambushaine. Dazu kommen noch die Bewohner der Gegend, die die freundlichsten und aufmerksamsten in ganz Kolumbien sind. Sie werden „Paisa“ genannt, was eine Abkürzung für Landsmann ist. Auch wenn er kein Deutsch oder Englisch spricht, ein Paisa lässt keine Gelegenheit aus, um sich dem Besucher vorzustellen, seine Land zu preisen und zu erfahren, woher der Gast kommt. Bei einer Tasse Kaffee geht das besonders gut! Wie die Bohne in die Tasse kommt, das lernt man auf vielen Kaffeefincas anschaulich in Handarbeit und am Ende der Führung belohnt man sich mit einer Tasse selber gerösteten Kaffees.

De la mata a la taza

8. Chicamocha
Der Canyon des Chicamochas wurde in Kolumbien als eines der Weltwunder bezeichnet. Ganz so extrem ist dieses Canyon nicht, aber ganz sicher seine Durchquerung ein beeindruckendes Erlebnis. Etwa drei Stunden südlich von Bucaramanga gelegen, kann von hier aus auf eine ca. 2.000 m tiefe Schlucht geschaut werden, die sich kilometerweit zieht. Es besteht die Möglichkeit mit einer Gondel zum Fluss in das Tal hinabzufahren und  wieder 2.000 m hoch auf die gegenüberliegenden Hänge des Canyons zu fahren. Die Fahrt dauert ca. 40 Minuten und erlaubt einen schönen Blick in den Canyon, wenn gleich aussteigen nicht möglich ist. Dennoch beeindruckt der Wechsel der verschiedenen Klimazonen, vom üppigen Grün in den kühlen und windigen Höhen bis zu den trockenen Gebieten in der tiefe, in denen Kakteen und Schlangen die Herrscher des Territoriums sind. Auch die An- und Abfahrt bis zu den Höhen des Chicamocha-Tals sind beeindruckend. Steil wendet sich die Straße in Serpentinen hinauf und wieder hinab, nach jeder Kurve dem Auge ein neues, begeisterndes Panorama eröffnend. Und wer sich fragt, woher die guten kolumbianischen Bergfahrer kommen, wird auf diesen Straßen eine Antwort finden, wenn ein ums andere Mal Radfahrer den Weg kreuzen.

Canyon del Chicamocha

9. San Agustin
San Augustin ist mittlerweile ein offenes Geheimnis. Die Schönheit der Steinfiguren der präkolumbianischen Kultur sind bekannt, auch die Bedeutung dieser Fundstätte durch die Unesco als Weltkulturerbe der Menschheit bestätigt. Doch San Agustin ist mehr als das. Es liegt in einer reizvollen Gegend, in der sich der noch junge Magdalena-Fluss durch die ebenfalls noch jungen Zentral- und Ostkordillere bricht. Die Lage des Ortes auf einer Hochebene könnte auch von Göttern als Urlaubssitz gewählt worden sein, von dem man über die Welt schauen kann. Kein Wunder also, dass die präkolumbianischen Kulturen diesem Ort solch eine Bedeutung zusprachen, dass sie hier unter großen Aufwand ihre wichtigsten Persönlichkeiten begruben. Zu den Highlights San Agustins gehört ganz sicher ein Ausritt zur Chaquira-Schlucht. Auch für Reitanfänger ein Erlebnis!

Alto de los Idolos

10. Andrés Carne de Res
Gibt es ein Restaurant auf dieser Welt, dass sich erlauben kann, Eintritt zu kassieren und Reservierungen anzunehmen, aber dabei darauf zu verweisen, dass man durchaus warten kann (und dann auch muss)? Ja, dieses gibt es, es heißt Andrés Carne de Res und ist alles andere als ein Restaurant. Obwohl die Speisen, besonders das Fleisch (nicht umsonst bedeutet der Name übersetzt  „Andreas Fleisch vom Rind“) sehr gut sind, ist Essen hier nur ein Teil des Programms, fast schon ein Nebenprogramm. Im Andrés Carne de Res wird gefeiert! Kein Wunder, dass das Essen nach der Bestellung lange braucht. Die Gäste sind mit tanzen beschäftigt. Oder mit betrachten. Jeder Zentimeter dieses Lokals (bis 5000 Menschen passen hier rein) ist mit Fantasie und Witz dekoriert, inklusive Toiletten. Im Andres wird die Nacht zum Tag gemacht und so gibt es in diesem Restaurant in Bogota auch gleich Frühstück für diejenigen, die es nicht mehr nach Hause schaffen. Kolumbianische Lebenslust? Im Andrés Carne de Res wird sie auf den Punkt gebracht.

Andres Carne de Res

Das waren sie wieder einmal meine persönlichen Top Ten. Ich hoffe die Auswahl hat Ihnen gefallen und vor allem das eine oder andere Insidergeheimnis Kolumbiens nähergebracht.

Wenn Sie andere Orte, Programme, Speisen, kurz Besonderheiten Kolumbiens kennen, würde ich mich freuen, wenn Sie diese hier mit uns teilen und die Liste erweitern!

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9 Antworten auf “Kolumbien – 10 persönliche Empfehlungen”

  1. Markus Brunnet sagt:

    San Pedro in Neiva und Cafe del Mar in Cartagena

  2. Miguel sagt:

    Hola Markus:

    das sind zwei sehr gute Tipps. Café del Mar geht immer 😉 und San Pedro setze ich bestimmt für den nächsten Top Ten. Danke für die guten Tipps. Sag bloß, du bist auch schon ein Freund des „Joropos“ und hast dir auch schon mal die „rodadita“ gegönnt.

    Saludos

    Miguel

  3. Mein Highlight im Rahmen einer 4wöchigen Kolumbienreise in 2000 war zweifelos die Ciudad Perdida. Nach 3 Tagen Fußmarsch durch den Dschungel der Sierra Nevada de St. Marta und zahlreichen Flussdurchquerungen am Fuße einer bemoosten Steintreppe zu stehen, deren ca. 1800 Stufen bis in das Dschungeldach führen, war schon ein Erlebnis, das sicherlich immer in unserer Erinnerung bleiben wird.

  4. Miguel sagt:

    Buenas Dieter,

    da warst du ja zu einer Zeit dort, in der Exkursionen zur Ciudad Perdida noch relativ selten waren. Hut ab! Die Exkursionen führen heute immer noch durch die gleichen Pfade und gehören ganz sicher nach wie vor zu den unvergesslichen Erinnerungen die man aus Kolumbien mitnehmen kann. Danke für den Tipp, kommt in die nächste Top Ten.

    Saludos desde Bogota

  5. ante sagt:

    hi,

    in der verlorenen stadt war ich das letzte mal 1996 gewesen und es hat mich sehr beindruckt. mich würde es sehr interesieren ob der alte indio miguel mit seiner frau oben vor der stadt immer noch im pueblito wohnt und wie es ihm so geht (kann mir vorstellen das er noch die alten spanischen cowboystiefel trägt die wir ihm spontan dagelassen hatten)

    viel grüsse aus FFM

    ante

  6. Miguel sagt:

    Hola Ante,

    du machst es ja spannend. Da werde ich wohl mal wieder hin und nachschauen müssen. Wenn ich ihn treffen sollte, frage ich natürlich nach den Stiefeln. Vielleicht gibt´s dann auch noch ein Foto … haha. Das hat viel von Garcia Marquez und 100 Jahre Einsamkeit 🙂

    Saludos de BOG a FFM

  7. Kristina sagt:

    Hola
    Also Chicamocha+das Fischessen hört sich echt abgefahren an.
    Ich war noch nie in Kolumbien, aber das würd mich interessieren. Ciudad Perdida selbstverständlich auch und die Waldwanderungen. Kaffee-Finca hatte ich schon in Guatemala
    Das war interessant-keine Frage, aber noch mal brauch ichs eigentlich nicht 🙂

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