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Deutsch-Peruanischer Flirtcontest

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Es ist kein Geheimnis, dass Südländer gerne und vor allem in allen Lebenslagen und Alltagssituationen flirten. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es stimmt tatsächlich. Ob im Taxi, am Strand, an der peruanisch-chilenischen Grenze, in der Stadt, im Supermarkt oder in der Disko, egal ob jung ob alt, ob Geschäftsmann im Anzug, Straßenverkäufer, Beamter oder Polizist – für ein paar nette Worte bleibt immer Zeit, wieso denn auch nicht?

Aber was unterscheidet die südländische Flirttechnik von der Deutschen? Wer hat das bessere Sprüchesortiment und wer ist eloquenter in der Anwendung?

Auf der einen Seite gibt es da die eher harmlosen, aber sehr typischen Sprüche, die man in der Stadt im Vorbeigehen ins Ohr gezischt bekommt, wie z.B. „Hola linda“ (Hallo Hübsche), „Preciosa“ (Schönheit) oder etwa „Senorita bonita“ (Schöne Frau).

Gut okay, das kommt schon auch mal in Deutschland vor, aber „ohhh, una estrella fugaz“ (ohhh, eine Sternschnuppe!) findet man wohl nicht ganz so oft im typisch deutschen Flirt- Repertoire.

Was das „praktische“ Flirten betrifft führen die Südländer eindeutig. Denn beispielsweise in Peru, lässt man sich den „Hinterher-Pfeifton“ einfach als Hupsignal in sein Taxi einbauen – wie praktisch. Sieht man eine Frau, die einem gefällt, muss man nur mal schnell auf die Hupe drücken. Ganz klar, in Sachen alltägliche Anmachsprüche und praktische Anwendung steht es 1:0 für die Südländer.

Gut, das war nicht ganz so schwer. Aber wie sieht es mit dem Klischee „Flirtmuffel Beamter“ aus? Während man in Deutschland tief in die Trickkiste greifen muss, um den Staatsdienern ein gequältes Lächeln zu entlocken, konnte ich auf meinem Kurztrip nach Chile vom Gegenteil überzeugt werden.

Jaja, die Polizei dein Freund und Helfer. Da geht man ganz unschuldig mit der Freundin (ebenfalls blond!) durch die Straßen Aricas, nickt artig den Polizeibeamten zu und schon kann man ein: „Hey Missssssss, una foto“ vernehmen. Kann es wirklich sein, dass die Polizei ein Foto mit uns machen möchte? Und ob – und da ist er auch schon, mein Freund und Helfer, in Begleitung seines etwas schüchternen Kollegen. Meine ziemlich verwunderte Freundin findet sich in sekundenschnelle in den starken Armen der zwei grinsenden, chilenischen Polizisten wieder.

Szenenwechsel!

Ziemlich müde von einer siebenstündigen Busfahrt, verschwitzt und mit verwuschelten Haaren, stelle ich mich brav in die Schlange an der peruanisch-chilenischen Grenze. Ziemlich genervt, weil es schon wieder so spät ist, überreiche ich dem Grenzbeamten meinen Reisepass. Als erstes mustert er mich von oben bis unten, dann fängt er an meinen Namen laut vorzulesen: E-W-A M-A-R-I-A S-U-S-A-N-N-E K-L-E-T-T – wieso kann eigentlich niemand meinen Namen aussprechen, ich heiße Eva nicht EWA. Naja was soll’s, ich bin müde und will einfach nur den Einreise-Stempel. Deshalb schenke ich dem jungen Beamten mein schönstes Lächeln und sage auf Spanisch: „Ja, das ist mein Name“. Nachdem er meinen Namen noch drei Mal vor sich hergemurmelt hat, stempelt er endlich meinen Ausweis, wünscht mir viel Spaß in Chile und zwinkert mir zu. Was für ein netter Beamter, denke ich mir.

Nach nur einer Nacht in Chile stehe ich am nächsten Tag wieder am Grenzhäuschen. Von den fünf offenen Schaltern komme ich natürlich wieder zu meinem altbekannten Freund, dem Grenzbeamten. Mit einem breiten Grinsen nimmt er nach nur 18 Stunden erneut meinen Reisepass entgegen. „EWA, es destino!“ Destino, destino, was heißt das noch mal? Ach ja, Schicksal. Nein – das kann er doch nicht wirklich im Ernst meinen, oder? Pustekuchen, da kenne ich diesen chilenischen Grenzbeamten schlecht, er zeigt stolz auf die zwei Stempel in meinem Pass und seine Stempelnummer, die 77. Er erklärt mir tatsächlich, dass dies sehr wohl Schicksal ist! Durch diese zwei netten Beamten-Geschichten haben die Südländer eindeutig die Nase vorn: Punktestand 2:0!

Aber sind die südländischen Flirtsprüche und Techniken immer zum Schmunzeln oder kann es auch unangenehme Begegnungen mit der südländischen Männerwelt geben?

Ich sage nur, Vorsicht vor dem „Beinahe-Schmatzer“! Dies passiert meistens wenn man völlig gedankenversunken durch die Straße schlendert und urplötzlich, ohne Vorankündigung, ein fremder gespitzter Mund direkt vor dem Gesicht erscheint und ein lautes „Mmmuuuaaa“ ertönt. Diese „Beinahe-Schmatzer im Vorbeigehen“ sind tatsächlich ein Südländer-Phänomen, denn ich kann mich nicht erinnern, dass mir so etwas jemals in Deutschland passiert wäre. Diese ausgefallene „Anmache“ lässt europäische Frauen ziemlich erschrecken und „frau“ ist oft so perplex, dass sie nicht einmal darauf reagieren kann.
Für diese eher unangebrachte Flirttechnik muss ich stellvertretend für alle Frauen dieser Welt den Südländern einen Punkt abziehen und der deutschen Schüchternheit einen Punkt dafür hoch anrechnen: 1:1, Gleichstand!

Zuletzt möchte ich in diesem Contest noch die Kategorie „Standardflirt in der Disko“ genauer betrachten. Während in Deutschland meist die Frau zum Tanz auffordern muss, wird in südlicheren Gefilden noch traditionell vom Mann um ein Tänzchen gebeten.

Zur späteren Stunde und nach jedem weiteren Glas Cuba Libre werden die Sätze in Südamerika dann emotionaler: „Tus ojos son como un trozito del cielo“. (Deine Augen sind wie ein Stückchen des Himmels). Hhhmmm, ist zwar etwas kitschig, aber man fühlt sich trotzdem ein bisschen geschmeichelt. Da kann das höchste aller Gefühle, einer deutschen Anmache „Du, ich hab meine Telefonnummer verloren, kann ich Deine haben?“, nicht ganz mithalten. 2:1 für die Südländer.

Aber eine wichtige Frage muss ich mir hier stellen. Wie Ernst kann man solche Sprüche nehmen? Denn wenn man nach fünfminütigem Small-Talk versichert bekommt, man hätte eine ganz außergewöhnlich tolle Persönlichkeit, kann man den peruanischen Flirt einfach nicht mehr so ernst nehmen. Da kann ich einem simplen deutschen Spruch „Ich find dich echt nett, woll´n wir mal was trinken gehen?“ doch mehr Glauben schenken. Jaja, weniger ist oft mehr! Ich würde sagen, ein Punkt für die deutsche Bodenständigkeit, 2:2, das bedeutet GLEICHSTAND!

Also macht euch keine Sorgen, liebe deutsche Männerwelt, auch wenn es anfangs nicht so aussah, aber ihr könnt mit dem Latino-Charme auf alle Fälle mithalten!

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Der Autor:

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