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Chilenische Anstehschlangologie

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Das in Lateinamerika die Uhren ein bisschen anders ticken und die Leute es mit der Pünktlichkeit nicht so genau nehmen, liegt nicht alleine an der südländischen Gelassenheit. Nein! – zur Verteidigung muss man sagen, dass hier alltägliche Dinge, wie z.B. der Gang zur Bank, einfach ein bisschen länger dauern.

Ob in Supermärkten, Banken, Einkaufszentren oder Behörden: Überall sind sie zu finden!!! Sie kriechen, sind lang, langsam und nervenraubend: Die fiesen Anstehschlangen!

Wenn euch hier also jemand sagt: „Voy al banco, ahorita regreso!“ („Ich geh auf die Bank, bin gleich zurück!“), dann wartet bitte nicht, denn das kann Stunden dauern! Wir haben für euch die nervenaufreibendsten und fiesesten Schlangen-Spezies ausfindig gemacht. Ladies and Gentleman, hier sind die fünf schönsten Schlangen Chiles:

Die Supermarkt-Schlange:
Mal eben nach Feierabend in den Supermarkt – oftmals eine harte Geduldsprobe in Chile! Denn nicht nur an der Kasse gibt es Schlangen, der Supermarkt eignet sich als ausgezeichnetes Revier für mehrere kleineren Schlangenspezies. Es fängt in der Gemüseabteilung an, wo man zum Wiegen des Gemüses anstehen muss. Doch damit nicht genug: Von der Fleisch-, und Käsetheke, über die Brottheke bis hin zur Kasse – nirgends ist man vor den Schlangen sicher! – und damit meine ich nicht die manchmal etwas gestressten Kassiererinnen ;-).

Die Bank-Schlange
Wer Geld wechseln, einzahlen oder eine Überweisung machen möchte, der sollte eine ruhige Natur besitzen. Nachdem man in die Bank kommt, zieht man wie an so vielen Orten Chiles ein „numerito“ (Nummer). Dann bleibt einem nichts anderes übrig, als Stehvermögen und vor allem Geduld zu beweisen. Die Bank-Schlangen gehören zu den langsamsten ihrer Art, jeder zurückgelegte Meter löst schon wahre Glücksgefühle aus! Doch sie eignen sich prima um Bekanntschaft mit anderen „Schlangen-Anstehern“ zu machen und mehr über deren Lebensgeschichte zu erfahren.

Die Bäckerei-Schlange
Wer festgefahrene und komplizierte Abläufe nur mit Deutschland assoziiert, den wird wohl das chilenische Bäckerei-System wundern. Um ein „pancito“ (Brot) zu kaufen, muss man nämlich erst an der Theke Schlange stehen und seine Bestellung aufgeben. Dort drückt einem die Señorita hinter der Theke einen Zettel in die Hand. Mit diesem Zettel wird, nachdem Anstehen an der Kasse, der Einkauf bezahlt. Hier bekommt man den Zettel abgestempelt zurück, mit dem man WIEDER an die Theke geht, WIEDER in die Schlange steht und dann endlich der große Moment gekommen ist: Nach drei verschiedenen Schlangen kann man endlich sein Pancito in den Händen halten bzw. halb verhungert reinbeißen!!

Die Behörden-Schlange
Ob Rathaus, Postamt, Ausländeramt oder Polizei: auch hier fühlen sich die Schlangen pudelwohl. Die Gattung der Behördenschlangen zählt neben der Bankschlange zu den langsamsten Schlangen überhaupt. Manchmal führt sie von der Behörde, über die Treppen, bis nach draußen wo sie sich um das Gebäude windet. Das Gute an den Behördenschlangen ist, dass man nach Ziehen der Nummer, die weit über der aktuellen Nummer an der Anzeigetafel liegt, Zeit hat, andere Sachen zu erledigen. Man kann in der Zwischenzeit Einkäufe erledigen (in andere Schlangen stehen), einen Spaziergang machen oder einen Cafe trinken. Besondere Freude gibt es dann, wenn man zu spät kommt und die gezogene Nummer schon an der Reihe war…

Die Taco-Schlange (Taco=chilenisch für Stau)
Genau zum Wochenende: Nach einer harten Woche mit 1000en von verschiedenen Schlangen, packt man seine sieben Sachen, steigt ins Auto und freut sich auf ein paar relaxte Tage am Strand von Viña del Mar oder Valparaiso. Aber: Pusteblume!!! Denn genau das Gleiche denken sich ein paar 100000 Santiaguinos nämlich auch und auf der Straße Richtung Pazifik taucht sie auf: Die Taco-Schlange!!! Nicht einmal auf der Flucht, kann man den Schlangen entkommen! Allerdings ist der Flirtfaktor im Taco sehr hoch, so dass die Zeit nutzen werden kann, um neue Kontakte zu knüpfen.

Die Metro-Schlange (Metro=U-Bahn)
Das Metro-System in Santiago ist ein großes Chaos – gerade beim Umsteigen von einer Linie in die andere! Die Metro-Schlangen zählen zu den gemeinsten überhaupt, denn sie tauchen vor allem morgens auf – immer dann, wenn alle zur Arbeit fahren und pünktlich sein sollten. Sie zeichnen sich besonders durch ihre Schnelligkeit aus – im Gegenteil zu anderen Schlangen sind die Metro-Schlangen fast immer in Bewegung! Wenn dann die Metro einfährt und die Tür sich öffnet, kann man ein Schauspiel der besonderen Art beobachten: Es treffen zwei verschiedene Schlangenarten aufeinander – die Schlange die einsteigen will und die, die aussteigen will. Dabei gehen beide Schlangen oftmals sehr aggressiv gegeneinander vor. Am Ziel angekommen, wird man am Ausgang von einer weiteren Schlange erwartet! Da bleibt nur zu hoffen, dass man einen netten und verständnisvollen Chef hat, der vielleicht auch mit der Metro kommt.

Welche Schlange nun die schönste ist, das müsst ihr, wenn ihr nach Chile kommt, selbst entscheiden! 😉

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Der Autor:

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