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5 Tipps zur Vermeidung von Missverständnissen in Südamerika

5 Tipps zur Vermeidung von Missverständnissen in Südamerika

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Andere Länder, andere Sitten. Wer kennt es nicht? Man kommt im Reiseziel an und möchte nicht nur die Natur und die Landschaft bestaunen, sondern natürlich auch mit den Menschen in Kontakt treten. Doch dann verlassen einen die Sprachkenntnisse. Nicht so schlimm – im Notfall klappt die Verständigung ja auch ganz gut mit „Händen und Füßen“. Aber Vorsicht: In Südamerika bedeuten gewisse Gesten nicht dasselbe wie bei uns daheim. Das führt dann zu witzigen, manchmal aber auch zu unschönen Missverständnissen. Hier erfährst du 5 Tipps zur Vermeidung von Missverständnissen in Südamerika.

 

Missverständnisse bei Begrüßung und Begegnung

 

1. „Besitos“: Kuss oder Handschlag?

Nun ist es soweit, du reist durch Südamerika und hast schon viele neue Bekanntschaften geschlossen. Mit deinen neuen Freunden verabredest du dich zum Café. Wie begrüßt du sie? Als Faustregel gilt: Unter Männern gibt man sich die Hand oder klatscht ein, manchmal klopft man sich dabei auch auf die Schulter. Frauen werden von Männern mit zwei oder drei angedeuteten Wangenküssen begrüßt – und auch nur, wenn man sie gut kennt. Untereinander begrüßen sich Frauen in Südamerika immer mit einem Wangenkuss. So weit so gut. Schade nur, dass diese Regeln nicht in allen südamerikanischen Ländern gleich sind. Sie variieren von Region zu Region. So begrüßt man sich in Peru und in Uruguay stets mit einem Küsschen, in Brasilien umarmt man sich auch oft. Um sicherzugehen, dass du alles richtig machst, beobachte am besten mal die Menschen in deinem Reiseland und mach es ihnen dann einfach nach.

Zwei Freundinnen umarmen sich zur Begrüßung auf einer Hochzeit.

Die Begrüßungsregeln variieren von Region zu Region, in Brasilien umarmt man sich (Foto: Wikimedia).

 

2. „Sonrisa“: Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte!

Südamerikaner achten extrem auf Körpersprache und Mimik. Wer etwas anderes sagt, als er meint, wird oft durchschaut. So haben die Menschen in Südamerika stets einen freundlichen Blick, es wird viel gelacht und während des Gesprächs berührt man sich gerne. Eine hochgezogene Augenbraue oder vor der Brust gekreuzte Arme gelten dagegen als Ablehnung. Eine ausgestreckte Faust mit Daumen hoch, bedeutet nicht etwa, dass alles in Ordnung ist, sondern kann unter Umständen auch als grobe Beschimpfung verstanden werden. Das Tippen an die Stirn, was wir als Beleidigung empfinden, bedeutet in Peru, dass man denjenigen als sehr intelligent ansieht. Und solltest du in Kolumbien von Fremden Kussmünder zugeworfen bekommen, freu dich dich nicht zu früh! Hier ist es üblich, Richtungen nicht mit der Hand sondern mit den Lippen anzugeben.

Grinsendes Mädchen in Peru

In Südamerika gilt es stets ein Lächeln auf den Lippen zu tragen – dieses Mädchen macht es vor!

 

3. „Vamos a ver“: Höflicher Umgang!

In Südamerika ist man in fast allen Lebenslagen freundlich und nett zueinander. Auf einem Spaziergang durch die Stadt kannst du die Leute auf der Straße ruhig morgens und vormittags mit “Buenos días“ (Guten Tag), mittags mit “Buenas tardes“ (Guten Nachmittag, Guten Abend) und nach 20 Uhr mit “Buenas noches“ (Gute Nacht) begrüßen – auch unbekannterweise. Auf die rhetorischen Fragen: „¿Cómo éstas? oder ¿Cómo andas?“ (Wie geht es dir?) wird üblicherweise keine Antwort erwartet. Zu einer Bitte gehört stets ein „por favor“ und gedankt wird mit „gracias“. Anstatt gleich mit „Nein“ zu antworten, sag lieber „vamos a ver” (Wir werden sehen) oder “por qué no?” (Warum nicht). Dem Gegenüber klare Grenzen zu zeigen gilt nämlich als taktlos. Ein „Si“ (Ja) dagegen ist nicht unbedingt auf Dauer zu verstehen. Hier solltest du später nochmal nachfragen, ob beispielsweise eure Verabredung noch steht.

Ein alter Mann steht an einem Gitter gelehnt in einer der Straßen von La Paz. Im Hintergrund sind die bunten Häuser und die Berge zu sehen.

Beim Spaziergang durch La Paz kommt man schnell mit den Menschen ins Gespräch.

 

4. „La cuenta, por favor“: Wie verhalte ich mich im Restaurant?

Bist du mit Freunden zum essen verabredet, zahlt meist derjenige, der das Treffen initiiert hat oder man schmeißt das Geld zusammen. In Lateinamerika gibt es üblicherweise keine getrennten Rechnungen. „La cuenta, por favor“ heißt „Die Rechnung bitte“. Sie beinhaltet meist schon das Servicegeld für die Bedienung. Man macht aber keinen Fehler, zusätzliches „gorjeta“ zu geben – zehn Prozent des Rechnungsbetrags sind eine Richtschnur. Gehälter im Dienstleistungsbereich sind vielerorts sehr niedrig und Kellner sind stark auf die Trinkgelder angewiesen. In Argentinien erscheinen “Cubiertos” (zu deutsch: Besteck) extra auf der Rechnung. Das sind zusätzliche Kosten, die in den meisten anderen Ländern der Welt bereits im Preis des Gerichts eingerechnet sind. Es ist lediglich eine zusätzliche Preistransparenz für den Kunden, die argentinische Restaurants anbieten. Eine Beschwerde darüber ist hier also fehl am Platz.

Situation im Restaurant: Die Rechnung beinhaltet meist schon das Servicegeld für die Bedienung. Trotzdem sollte man zusätzliches "gorjeta" geben (etwa 10%).

Gepflogenheiten im Restaurant: In Südamerika gibt es üblicherweise keine getrennten Rechnungen (Foto: Pixabay).

 

5. „Festejar“: Feste feiern will gelernt sein!

Etwas, was in Deutschland sehr verpönt ist, in Südamerika jedoch erwartet wird: bei Privatpartys nie pünktlich sein! Bis zu einer Stunde Verspätung gilt als normal. Auf südamerikanischen Geburtstagen – ganz anders als in Deutschland, wo friedlich Kerzen ausgeblasen, Ständchen gesungen und Geschenke ausgepackt werden – wird das Geburtstagskind mit Torte beworfen, an den Ohren gezogen oder mit einem Stock auf die Jagd nach einer Pappmaché-Figur geschickt. „Quinceañera”, der 15. Geburtstag für Mädchen, hat eine ganz besondere Bedeutung. Er markiert den Übergang vom Kind zur Frau. Für das Fest geben manche Familien Summen aus, die hierzulande so manches Hochzeitsbudget in den Schatten stellen würden. Auf der pompösen Feier wechseln sich Tanzfolgen, Essensgänge und Rituale ab. Und wenn du hier oder auf anderen Festen einmal zum Tanzen aufgefordert wirst, lehne nicht ab. Auch wenn du kein guter Tänzer bist, sie werden dich nicht auslachen. Südamerikaner haben den Rhythmus im Blut und tanzen bei jeder Gelegenheit.

Auch bei einer Reise mit viventura wird getanzt. Hier sind wir im Amazonas unterwegs..

Auf Festen ist immer viel los und es wird  gesungen und getanzt. Gibt euch einen Ruck und macht mit!

 

Lost in Translation? Wenn du Sprach-Fettnäpfchen oder sogenannte “Falsche Freunde” umgehen willst, schau doch mal hier rein: Spanisch in Südamerika – was Sie wissen sollten!

Wie bereitest du dich auf eine Reise vor, um solchen Fettnäpfchen aus dem Weg zu gehen? Teile uns deine Erfahrungen mit. Wir sind sehr gespannt!

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Der Autor:

Hester Samoray

Getrieben von ihrer Reiselust machte Hester nach dem Abitur eine Ausbildung beim Reiseveranstalter in Köln. Während ihres Studiums reiste sie durch Südamerika - Argentinien, Uruguay bis hinauf ... weiterlesen

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