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Brasilien – VW Käfer mal ganz groß

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Kaeferkunst_74126Mit Beginn der Kolonialisierung, wurde Brasilien zu einem Land der Einwanderungswellen. So immigrierten im 19. Jahrhundert zahlreiche Europäer nach Brasilien, auf der Flucht vor der wirtschaftlichen Misere und den Plagen, die den alten Kontinent heimsuchten. Hoffnungsvoll machten sich die Europäer auf, um in der fremden Welt ein neues Leben zu beginnen. Dieses Phänomen konnte auch während des Zweiten Weltkrieges beobachtet werden und so findet man noch heute in vielen Teilen im Nordosten des Landes Italiener, Deutsche und Skandinavier.

Es gibt einen ganz berühmten Deutschen, der im Jahr 1950 Brasilien erreichte. Hierbei kann ich auch behaupten, dass es sich um einen deutschen Brasilianer geht. Sein genauer Name variiert sicherlich von Land zu Land. In Brasilien ist er jedoch als der berühmte und charismatische „Fusca“ bekannt – oder in Deutschland als „Käfer“! Bis 2002 war der Käfer das meistverkaufte Auto der Welt!


Fusca verde

(von JAIRO BD)

Bis heute behaupten die etwas betagteren Menschen in Brasilien voller Leidenschaft, dass der Käfer, das beste Auto der Welt ist. Um ihre Vorliebe zu rechtfertigen, weisen die Brasilianer darauf hin, dass er niemals repariert werden muss, sehr ökonomisch und formvollendet sei. Daher sollten Sie vermeiden zu erwähnen, dass der Fucsa unschön ist. Dies gilt als persönlicher Angriff, da sich die Brasilianer stark mit diesem kleinen Wagen identifizieren.

Die Geschichte der Ankunft des Käfers in Brasilien ist ungewöhnlich. Die ersten Autos sind über den Hafen von Santos ins Land gelangt. Sie waren jedoch in Einzelteile zerlegt und wurden kurioserweise auch nicht von Volkswagen montiert, da es damals noch keine Werke in Brasilien gab. Schließlich übernahm diese Aufgabe eine Firma, die bis heute für die Herstellung von Waschmaschinen bekant ist und auch noch aktuell existiert.

Fusca_85326

(von Suzana Gudolle)

1953 lief der Fusca, vom ersten Volkswagenwerk in Brasilien produziert, vom Band. Die Modelle des Fusca durchliefen unzählige Veränderungen. Seiner Beliebtheit waren keine Grenzen gesetzt und so benannte man sogar verschiedenen Modifikationen der Karosserieteile nach berühmten Personen dieser Zeit. Beispielsweise hat Volkswagen in der Serie die Rücklichter vergrößert, anschließend wurde das Modell von den Brasilianern liebevoll „Fafá de Belém“ genannt, eine damalige berühmte brasilianische Sängerin, die jedoch vielmehr für ihre weiblichen Vorzüge als für ihre Musik bekannt war.

Der kuriose Weg des Fusca geht weiter. In den 90er Jahren entschied der damalige Präsident alle Autos ohne Klimaanlage oder mit einem 1.0 Motor von jeglichen Steuern zu befreien. Der Fusca hatte zwar einen 1.6 Motor, jedoch keine Klimaanlage aufgrund seiner Schlichtheit. Von da an mussten für den Fusca keine Steuern mehr entrichtet werden. Leider nahm die Begeisterung für den Fusca über die 90er Jahre unter der Bevölkerung ab. Konzerne wie Chevrolet und Fiat traten in den Markt ein und konkurrierten stark mit dem kleinen Fusca, denn sie produzierten 1.0 Modelle. Auf diese Weise wurde der Fusca nach und nach vom Markt verdrängt und geriet fast in die Vergessenheit.

fusca amarillo

(von Vince Alongi)

Hier bricht die Geschichte des Käfers in Brasilien jedoch noch nicht ab – ein fleissiges deutsches Krabbeltier erschöpft nicht so schnell.

Heutzutage jedoch ist der Fusca mehr als ein Auto, er ist ein Sammlerstück. Unzählige Clubs von Fusca-Besitzern wurden gegründet, die ihr Lieblingsstück ehren, wie es die Liebhaber der Harley Davidson Vereine auf der ganzen Welt tun. Man findet sogar Fuscageschäfte und -werkstätten. Allein in Sao Paulo gibt es zwanzig dieser Einrichtungen, die sich auf ihre Lieblinge spezialisiert haben. Seien Sie doch mal unter den 30.000 Fans dabei, die den Fusca bei den sehenswerten Fusca-Autorennen zusehen, welches sich durch fast alle Bundesstaaten des Landes ziehen.

Verbinden Sie ganz persönlich etwas mit diesem besonderen Auto? Gibt es andere Symbole, Autos, Gegenstände die Sie lieb gewonnen haben oder zu denen Sie eine besondere nostalgische Beziehung pflegen? Besuchen Sie gar Treffen mit Ihrem eigenen Käfer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz? Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!

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Der Autor:

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