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Geschmack pur – cocina novoandina aus Peru

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Als ich das erste Mal in Peru war, bestand die peruanische Küche für mich nur aus Reis, Kartoffeln und Hühnchen. Für mich war das Essen damals nicht wirklich abwechslungsreich, irgendwie gab es immer das gleiche.

Doch mittlerweile hat sich hier viel getan. In Peru ist eine Küche entstanden, die sich neben der chinesischen und italienischen mittlerweile zu den besten der Welt zählen kann: die neu-andinische Küche oder hier auch cocina novoandina genannt. Traditionelle Rezepte und Zubereitungsmethoden aus dem Andenraum werden für die moderne Gastronomie nutzbar gemacht und neu entdeckt. Peru erschließt seine Esskultur neu, teilt sie mit der Welt und sichert sich einen festen Platz auf der kulinarischen Landkarte.

Vor allem in den USA entspringen viele neue peruanische Restaurants, die die novo-andinische Küche anbieten. Das Beste an der neuen Küche ist, dass es sich nicht nur um eine Modeerscheinung handelt, sondern um eine nachhaltige Umgestaltung, die alle Gesellschaftsschichten umfasst.

In einem Restaurant in Arequipa habe ich die Chance, einen Koch über die neu-andinische Küche auszufragen. Er zeigt mir, wie sehr sich das peruanische Essen mittlerweile verändert hat. Hector Pérales erklärt mir, was es mit dem Begriff novoandino auf sich hat. Es ist eine Kombination aus amerikanischer oder europäischer Küche, vermischt mit traditionellen, nationalen Produkten, die die nationalen Zutaten hervorheben möchte. Vor allem Touristen schätzen diese Art der Zubereitung sehr, aber es gibt mittlerweile auch lateinamerikaweit bzw. auf internationaler Ebene viele neu-andinische Restaurants. Hector klärt mich auch über die typischen Zutaten auf: Alpakafleisch, Quinoa (eine Art Andenhirse), verschiedene Arten von Kartoffeln (es gibt über 500 Sorten, die international noch nicht bekannt sind), Kiwicha (Amarant) und Muña (Anden-Kraut mit Pfefferminz-Geschmack).

Hector erzählt mir, dass sein großes Vorbild der Koch Gaston Acurio ist. Gaston ist der Botschafter dieser neuen peruanischen Küche, er hat die gastro-kulturelle Revolution mit angefacht. Verheiratet mit einer Deutschen eröffnete der Koch aus Lima zuerst ein französisches Restaurant in der peruanischen Hauptstadt. Nach und nach entdeckte er jedoch die einheimischen, reichhaltigen Zutaten und kocht mit diesen Zutaten nach peruanischen Gewohnheiten. Sein Geschäftssinn brachte ihn nicht nur in Peru sehr weit. Mittlerweile eröffnete er mit seiner Frau Astrid auch in Quito, Santiago de Chile, Bogota und sogar in Madrid sein Restaurant mit der außergewöhnlichen Küche. Das Vorteilhafte an dieser neuen Küche aus dem Andenland, so erzählt mir Hector, ist, dass man die Zutaten (zumindest in Peru) auf jedem Markt frisch finden kann.

Hector hat mir nun wirklich Lust auf mehr gemacht. Ich schlage die Speisekarte auf und finde Gerichte wie glasiertes Alpaka mit Maracuya-Soße, Meerschweinchen-Filet mit Holunder-Soße und Quinoa-Salat.
Ich bestelle ein Quinoa-Risotto mit Alpaka-Fleisch und einer Soße aus peruanischem Maisbier. Das Essen ist wirklich ein Traum. Ich muss sagen, die peruanische Küche hat sich wirklich sehr verändert – auch wenn man diese Gerichte nicht alle Tage isst. Als Nachtisch genieße ich eine Crème aus Quinoa und Guanábana, einer einheimischen Frucht. In meinem Mund gibt es ein wahres Feuerwerk. Ich hoffe, ihr habt die Möglichkeit einmal die cocina novoandina aus Peru zu probieren. Es gibt so viele lecker Möglichkeiten, einheimische Zutaten auf internationale Art zuzubereiten. Lasst es euch schmecken!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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12 Antworten auf “Geschmack pur – cocina novoandina aus Peru”

  1. Alois Fischer sagt:

    Hallo Sara ! Ich durfte in Puno in einem Retsurant etwas deutsche Küche unterrichten.Falls dir dort mal Hefekuchen mit Äpfeln oder eine Obstsuppe begegnet…….. Auch meine Verlobte aus Lima freut sich einen “ cocinero “ zu haben und möchte viel lernen. Also der Mix geht weiter.

  2. Alexander sagt:

    Sarah, dass sich die cocina novoandina dauerhaft durchsetzen möge, dein Wort in Gottes Ohr! Käme der Trend in Deutschland an, wäre dies wie ein Lottogewinn für meine Bekannte, die in Köln mit peruanischen Restaurants und Feinkostgeschäften für Latino-Produkte ihren Lebensunterhalt verdienen. Ich bin schon seit längerem ein absoluter Fan der peruanischen Küche. Zuletzt habe ich im Sommer 2007 in Miraflores im Restaurant Astrid & Gastón gegessen, und schwärme auch 1,5 Jahre später immer noch davon. Diesen Sommer wird mich mein Weg nach der Ankunft in Lima wieder als erstes dorthin führen, und vielleicht noch in eine Cevichería von Gastón Acurio. Übrigens lassen sich auch in der Selva einzigartige Delikatessen finden. Schon probiert?
    Mach weiter Werbung für die cocina peruana!
    Un saludo cordial, Alexander

  3. Marianela Matamoros sagt:

    Hallo Sarah:
    die peruanische Küche hat nie nur aus Reis, Kartoffeln und Hünchen bestanden ! Ceviche, Rocoto relleno, Causa, Seco de Cabrito, Ocopa, Huacatay, Pastel de choclo, Pepian de lo que sea, etc. Seit 40 Jahre genieße ich diese traditionellen, peruanischen Gerichte. Es ist die beste und vielfältigste Küche Lateinamerikas ! Gracias a don Gastón Acurio, aber die peruanische Küche hat immer existiert. Gut für uns, dass man sie jetzt in Europa entdeckt hat !
    Marianela Friedrich
    Marianela Friedrich

  4. Kristina sagt:

    Hi
    Das ist wirklich interessant. Wir hatten 1999 auch das Gefühl, Pollo ist das heimliche peruan. National-Gericht, nicht etwa Cuy :o)
    Allerdings haben wir damals oft rocoto relleno gegessen und auch mal Alpaka+Lama, achja und total oft Cebiche :o)
    Saludos!
    Kristina

  5. Dani sagt:

    Ja das hört sich echt lecker an! Vermisse Peru! Aber zum Glück gibt es in München auch ein gutes peruanisches Restaurant. Hier gibt es Ceviche .. aber leider noch kein Alpaca!
    LG, dani

  6. Sarah sagt:

    Hallo zusammen,
    toll, dass mein Artikel so großen Anklang gefunden hat. Danke für eure positiven Kommentare. Es gibt wohl immer mehr Liebhaber der peruanischen Küche 🙂
    Super, dass die peruanische Küche mittlerweile international so bekannt ist und z.T. von euch auch so bekannt gemacht wird 🙂

    @ Alexander: Viel Spaß bei deinem Aufenthalt in Peru. Einige Gerichte aus der Selva durfte ich auch schon kosten; am besten hat mir Juane geschmeckt.

    Saludos,
    Sarah

  7. Luz Marina Cuntz sagt:

    Hallo,

    die peruanische Küche war schon immer sehr abwechslungsreich, sie war aber für Ausländer sehr unbekannt. Die Touristen haben sich früher nicht getraut etwas neues zu probieren, deshalb haben sie vielleicht immer das Gleiche gegessen. Gute Restaurants gibt es in Peru seit eh und je, aber man muss sich gut auskennen bzw. informieren.

  8. Dirk sagt:

    ich reise seit über 25 Jahren regelmäßig nach Perú. Die Küche hat sich sicher immer weiterentwickelt und der Einfluss von Gaston Acurio darf nicht unterschätzt werden, aber die Küche war immer sehr abwechslungsreich. Perú ist durch den kalten Humboldt-Strom eines der fischreichsten Länder der Welt und die Küche immer wieder ein Genuss – auch in entfernteren Gegenden werden Zutaten und Gewürze so kombiniert, dass ein echtes Geschmackserlebnis entsteht. Gute peruanische Küche in Europa: das wäre ein Knaller. Leider trauen sich zu wenige – vor allem die ganze Bandbreite anzubieten. Vieles geht nur auf Vorbestellung.

  9. Tabbita sagt:

    Hallo Sarah!!!!
    bitte schreib nie dass die peruanische Küche aus Reis und Hühnchen besteht. Schon seit immer ist sie eine der besten Küchen Lateinamerikas. Auch vor Gastón Acurio hat man am besten in den Märkten und den kleinen Restaurants um die Ecke gegessen…
    Ich finde alle Touristen die nach Peru gehen, sollen zuallererst in den Märkten nach der wahre Aventura Culinaria Perus suchen, dort isst man immer noch am besten…
    gruß,
    tabbita

  10. Frank sagt:

    Hallo,

    das ist wirklich ein guter Bericht!
    Zu meinen Favoriten gehört das Alpakastaek.
    Wie wäre es denn mal Rezepte auszutauschen?
    Habt ihr mal Erfahrungen gemacht , wie die deutsche
    Küche bei Peruanern ankommt?

    Gruß , Frank

  11. MK sagt:

    Hallo zusammen,

    während einem 6-monatigen Aufenthalt in Peru habe ich sowohl in Restaurants, auf dem Markt und an Straßenständen als auch in meiner Gastfamilie unwahrscheinlich abwechslungsreich gegessen. Auch wenn ich bestätige, dass Reis, Kartoffeln und Hähnchen wichtige Bestandteile der peruanischen Küche und nicht weg zu denken sind, gibt es eine schier unendliche Vielfalt an Zubereitungsarten und so werden selbst Kartoffeln nie langweilig.

    Ich denke immer noch sehnsüchtig an das Restaurant ZigZag in Arequipa, in dem ich das beste (Alpaka)steak meines Lebens genießen durfte. Weiß zufällig vielleicht jemand, ob und wie man in Deutschland an eine Alpakasteak kommt?

    @Dani: kannst du mir sagen wie dieses peruanische Restaurant in München heißt?

  12. José Huaman sagt:

    Hallo Sarah,

    ich freue mich, dass unsere Küche dir schmeckt. Aber, sie hat sich nicht verändert. Anscheinend hast Du damals eben nur das eine probiert. Diese Vielfalt gab es schon immer. Es ist nur so, dass jetzt mintunter durch Gaston Acurio die andinische Seite der peruanischen Küche für die Touristen bekannt geworden ist, und dass international auch Anerkennung findet. Also schreibe bitte nicht, dass es eine neue Küche entstanden wäre. Die Vermarktung ist vielleicht anders, aber die Gerichte, die Dir schmecken, haben schon meine Großeltern gegessen.

    Gruß

    José

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Der Autor:

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