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Kolumbien – Top 10 Geheimtipps in Bogota

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TITELSchon einmal habe ich in unserer „Top Ten“ Rubrik meine persönlichen Highlights Kolumbiens dargestellt. Heute sollen zehn weitere folgen, aus meiner Heimatstadt Bogota. Hier, 2.600m näher an den Sternen, haben wir zusammen mit Cartagena wie keine anderer Ort des Landes vom Aufschwung des internationalen Tourismus profitiert, der in den letzten zwei Jahren eingesetzt hat.

Nicht nur, weil es als Dreh und Angelpunkt des Landes das Eingangstor für den Tourismus ist, erfreut sich Bogota einer immer größeren Beliebtheit. Denn die Stadt hat auch kulturell einiges zu bieten. Möchten Sie Bogota außerhalb des Scheinwerferlichtes des internationalen Tourismus erleben, wie wir Bogotanos es schätzen? Dann begleiten Sie mich auf dieser „Tour“ durch mein persönliches Bogota wo wir die etwas anderen Höhepunkte besuchen.

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1. Ciclovía an Sonn- und Feiertagen
An den Sonn- oder Feiertagen an einer Ciclovía teilzunehmen ist kaum zu schlagen, daher gehört dieser Aktivität der erste Platz:
Ein Sonntag in Bogota ohne die Ciclovía ist schal! Hier sieht man die Stadt nicht nur aus einer anderen Perspektive, man erlebt auch hautnah, was die Bogotaner bewegt. Vor 35 Jahren konnten einige begeisterte Fahrradfahrer zum ersten Mal die zwei Kilometer lange Sperrung der „Carrera Séptima“ für motorisierte Fahrzeuge erwirken – die Geburtsstunde der Ciclovía. Heute sind es 121 Kilometer, die an Sonn- und Feiertagen für Radfahrer, Inliner, Jogger und Spaziergänger gesperrt werden. Es ist ein sehen und gesehen werden, flanieren a la Bogota. Bis neun Uhr morgens gehören die Straßen den Hardcore-Sportlern auf der Suche nach ihrer persönlichen Bestzeit. Danach und bis zum Ende der Ciclovía um 14 Uhr verwandelt sich die Straße in ein Volksfest. Oberstes Ziel ist dabei eine gute Zeit zu haben. Dazu tragen 21 Plätze entlang der Route bei, an denen Sportpädagogen Aerobic-, Gymnastik, Tanz- und Yogaveranstaltungen leiten. Einer dieser Plätze ist am Parque Nacional, wo wir auch mit unseren Kolumbien Explorer und Aktivtouren halt machen.

salpicon

2. Salpicón bei Doña Teresa
Was macht man mit einer Ananas, einer Papaya, einer Wassermelone, Bananen, Mangos und Äpfeln? Logisch – einen Obstsalat! Aber wie wäre es aus den geschnippelten Zutaten mal ein typisch kolumbianisches Getränk zu machen? Salpicón! An jeder kolumbianischen Straßenecke begegnet dem Besucher diese Erfrischung. Eines der besten Rezepte hat Doña Teresa. Ihr Verkaufsstand befindet sich im Nationalpark und es gibt nichts erfrischenderes nach einer vergnüglichen Ciclovía als ihr Salpicón. Am dritten Tag der viActive Kolumbien Tour stellen wir Ihnen Doña Teresa und ihr Salpicón persönlich vor.

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3. Monserrate
Ein altes Lied sagt: „Él que en Bogotá no ha ido con su novia a Monserrate, no sabe lo que es canela, ni tamal con chocolate“ – „Wer in Bogota noch nicht mit seiner Braut auf den Monserrate gestiegen ist, der weiß auch nicht, was ein Kakao mit Zimt und ein Tamal sind…“. Der städtische Berg Monserrate ist so typisch für Bogota wie ein Frühstück mit Zimtkakao und einem Tamal (Reisgericht im Bananenblatt). Mit der Drahtseilbahn geht es auf 3.100m. Nicht nur die Sicht auf die acht Millionen Stadt ist atemberaubend, auch der Ausblick auf das endlose Grün des östlichen Teils der Andenkette ist spektakulär. Dieser riesige Wald ist die grüne Lunge der Metropole und für die indigene Kultur der Muiscas Heimat heiliger Seen, die sie heute noch besuchen um dort ihre Rituale zu feiern. Monserrate selbst ist für das katholische Kolumbien eines der wichtigsten Wahlfahrtsorte und speziell während der Karwoche ein Ort, der gerne als Pilgerstätte besucht wird. Bei klarem Wetter kann der Besucher von hier aus den majestätischen Gipfel des „Nevado del Tolima“ bestaunen.

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4. Fritanga
„Herzlich Willkommen im Cholesterinpalais!“ – so oder so ähnlich würde wohl der Werbespruch für unseren vierten Anlaufpunkt klingen. Ein Ausflug auf den Monserrate ist nicht vollkommen ohne „Picada“ zu probieren. Eine Picada an einem typischen Strassenstand (Fritanga) besteht je nach Geschmack hauptsächlich aus frittierten kreolischen Kartoffeln, einer Wurst, einer Blutwurst, Yuca (Maniok) und süßer Kochbanane mit Käse und „bocadillo“ (Süßigkeit aus Guaven). Auf dem Monserrate angebotene Picadas sind nicht unbedingt die Besten und bei weitem nicht die Günstigsten, sollten aber bei einem Besuch trotzdem nicht fehlen.

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5. Restaurante San Isidro
Alternativ zur Fettbombe der Fritanga, kann ich einen Besuch im Restaurant San Isidro empfehlen! Auch dies ist auf dem Monserrate zu finden – ein wunderschönes Haus im Kolonialstil, heimelig wegen seines warmen Ambientes, ausgestattet mit Holzmöbeln, in dem Sie bei Kaminfeuer und Pianomusik die Aussicht auf die Stadt und die Gaumenfreuden der französische Küche zu einem Glas Wein genießen können.

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6. Guatavita
Nordöstlich von Bogota gelegen, befindet sich der Bergsee Guatavita. Dieser See war der meist verehrte des Muisca Indianervolkes. Um die Fruchtbarkeit ihrer Felder und den Wohlstand ihrer Völker zu garantieren, brachten die Anführer der Muiscas und ihre Stämme hier dem Sonnengott ihre Opfer, in Form von Goldfiguren. Auf dem Grund des Sees und um ihn herum wurden zahllose Goldartefakte gefunden. Tonnenweise wurden sie von den Eroberern abgetragen und eingeschmolzen bevor sie auf den langen Seeweg nach Spanien geschickt wurden. Manche Fracht liegt heute noch in den Tiefen, doch vieles ging in die spanische Kriegskasse. Ein verschwindend geringe Zahl von 8.000 Figuren entgingen der Schmelze und ist heute im Goldmuseum zu bewundern. Nach Guatavita zu fahren rundet jeden Besuch des Goldmuseums ab. Die  Lagune kann nur in einer geführten Tour besucht werden, während der ein Zeremonienhaus besichtigt wird, das die Kultur der sagenumwobenen Muiscas vorstellt. Auf dem zweieinhalbstündigen Weg von Bogota durchquert Sie eine faszinierende Landschaft, die an die europäischen Alpen erinnert.

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7. Chingaza

Mit eineinhalb Stunden Entfernung ist dieses Chingaza etwas näher an Bogota gelegen. Der Nationalpark erstreckt sich über 76.600 Hektar Land auf Höhen zwischen 800 und 4.020m und ist Teil der östlichen Kordillere der Anden. Der Park ist eine Welt aus Moosen und Mooren, voller zauberhafter Lagunen und gehört ganz sicher zu meinen Lieblingsorten um einen Tag oder ein ganzes Wochenende zu verbringen. Als ich noch Kind war, nahm mich einer meiner Onkel gelegentlich zum Zelten mit. Ich erinnere mich noch sehr gerne an den Geschmack der gegrillten, frisch gefangenen Fische und vor allem an die tiefe Ruhe und die unglaublich belebende Kraft dieser kühlen, frischen Luft. Zum Glück darf man heute nicht mehr unkontrolliert in den Park, aber das Erlebnis ist immer noch gleich beeindruckend. Während einer der zahlreichen Wanderungen können Sie diese magische Landschaft erforschen – mit ihren Pflanzenarten, die erscheinen wie aus der längst vergangenen Zeit der Saurier.

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8. Erdbeeren mit Schlagsahne
„Fresas con crema“ – Erdbeeren mit Schlagsahne dürfen grundsätzlich bei keinem Bogotabesuch fehlen, denn im Umland gibt es große Erdbeerfelder und geerntet wird, aufgrund des Klimas, das ganze Jahr über. Rund um die Hauptstadt sind die Hauptsitze der milchverarbeitenden Unternehmen Kolumbiens und so ist es nur konsequent, die köstlichen Erdbeeren mit Sahne zu verspeisen. Die besten Orte dafür sind meiner Meinung nach auf den Straßen nach Cajica, Guatavita und Sopo. Hier hat meine Familie bei Sonntagsausflügen viel Geld gelassen und kann heute voller Stolz auf die Läden zeigen, die wir dank unseres Appetits auf Erdbeeren groß gemacht haben. Erdbeeren mit Schlagsahne gehören für mich zu Bogota wie Kakao mit Zimt oder der Monserrate und sind definitiv eine angemessene Art um eine Wanderung um die Lagune Guatavita oder den Park Chingaza abzuschließen.

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9. Chorro de Quevedo
Im ältesten Teil der Stadt gründeten die Spanier im August 1538 Bogota zum ersten Mal. Ein halbes Jahr später, im April 1539, auf dem heutigen Platz Bolívar, geschah dann die offizielle Gründung. Daher feiert Bogota jedes Jahr zweimal mit Pauken und Trompeten Geburtstag. Vom kleinen Platz „Chorro de Quevedo“ (Calle 13 mit Carrera 2) lässt sich gut eine Erkundung des historischen Stadtviertels beginnen. Im bohemischen Ambiente voller künstlerischer Ecken, Cafés und Läden können Sie eine „chicha“, das „Bier der Eingeborenen“ genießen. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch am Wochenende nach 16:00 Uhr, an denen sich die Menschen rund um die kleine Kirche versammeln, um den Geschichtenerzählern zuzuhören. Wenn Sie sich hierauf einlassen, sollte Sie viel Zeit mitbringen, denn die alte Tradition des Geschichtenerzählens wird hier meisterhaft vorgeführt und fesselt jeden.

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10. Goce Pagano
Bogota hat für jeden den richtigen Platz zum abfeiern, es gibt verschiedene Vergnügungsviertel in verschiedenen Teilen der Stadt. Meistbesucht sind diese natürlich an Wochenenden, vor allem nach der „quincena“ (am ersten und 15. jeden Monats), weil dann die Löhne gezahlt werden. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. „El Goce Pagano“ (Cra. 1ª No 20 – 04/gegenüber der Andenuniversität, am Fuße des Monserrate) hat sich jedoch dem Salsa verschrieben. Bekannt als die „Botschaft der Salseros“ in Bogota, treffen sich hier viele Besucher aus dem Valle del Cauca und seiner Hauptstadt Cali, der Salsa Hochburg Kolumbiens.

Weitere Geheimtipps in Kolumbien:

Kolumbien: Choco, das schlafende Paradies

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8 Antworten auf “Kolumbien – Top 10 Geheimtipps in Bogota”

  1. Eva sagt:

    Es fehlen:
    * Ausflug nach La Calera am Wochenende
    * Andrés Carne de Res

  2. Ursula Bornscheuer-Faust sagt:

    Holá Miguelito,
    ich leite mal Mirjam Deine Berichte weiter, vielleicht klappts ja doch noch mit einer reunion in Colombia!
    Frohe Ostern
    Deine Osslita

  3. Miguel sagt:

    Bueeenas Osslita,

    das lese ich sehr gerne. Ich selber entdecke bei jeder Reise immer neue Seiten an Kolumbien und mit Sicherheit könntet ihr mir helfen weitere Highlights zu finden.

    Also, packt die Koffer und danke für die Osterwünsche

    Abrazos

    Miguel

  4. Miguel sagt:

    Hallo Eva,

    vielen Dank für deine Ergänzungen. Definitiv ja. Wusstest du, dass es jetzt auch einen Andrés Carne de Res in Bogotá gibt? Genauso tolle Stimmung wie in Chía, aber das original ist doch ein Spur uriger finde ich.

    Und La Calera: Immer. Lässt sich auch gut mit der Fahrt nach Guatavita oder dem Paramo Chingaza verbinden. Sowohl der Besuch des Ortes La Calera mit dem obligatorischen Halt für eine Auguapanela mit Arepa oder dem Aussichtspunkten über Bogota auf der Strecke nach la Calera. Oder meinst du gar mit dem Fahrrad am Sonntag bis zum Gipfel hoch?

    So oder so, diese beiden Orte gehören auf eine Highlight Liste für Bogota. Deswegen besuchen wir auch mit unseren Gruppen am Samstag das Andrés Carne de Res und es wird oft eine laaaange Nacht 😉

    Saludos

  5. Sushi sagt:

    Hallo, und vielen Dank für die Infos. Ich werde demnächst für ein Jahr nach Bogota reisen und kann jeden Tipp gut gebrauchen.

    Sushi

    • Kristina sagt:

      Hallo Sushi,

      oh wie schön, ein Jahr Kolumbien!

      Wir wünschen dir viel Spaß!

      Viele grüße vom viventura Team,
      Kristina

  6. ba sagt:

    Hallo Miguel,

    bin von 14.1. – 13.3. in Kolumbien, Juhu ;). Ich möchte in Bogota starten und mir Verschiedens anschauen. Nachdem ich Yoga praktiziere bin ich auf der Suche nach Studios/Ashrams oder Kursen. Hast du vielleicht einen Tipp für mich?

    Ich habe deinen Namen übrigens von Steffie aus München, die ich bei einer Myanmarreise kennengelernt habe.

    Danke und !felices fiestas!, ba

  7. Lisa L. sagt:

    Hallo Miguel,

    da gibt es ja noch so einiges in und rund um Bogota zu entdecken! Mein Freund Jens und ich sind im September/Oktober für einige Wochen durch Kolumbien gereist und waren sogar zweimal für ein paar Tage in Bogota (zu Anfang und am Ende unserer Zeit in diesem wunderschönen Land). Am Anfang von der schieren Größe dieser Stadt ein wenig erschlagen – die selbst vom Monserrate kaum zu erfassen ist – haben wir uns bei einem ausgiebigen Rundgang in der gemütlichen Innenstadt doch sehr wohl gefühlt. Beeindruckend ist tatsächlich die Fahrradfreundlichkeit der Millionenmetropole! Die vielen (gesonderten) Wege machen das Rad zu einer guten Alternative zu vollgepackten Bussen am Morgen und im Nachmittagsverkehr.

    Wir haben schon beschlossen, dass wir noch einmal wiederkommen müssen – auch, um den Süden Kolumbiens zu erkunden! Aber bis dahin geht es erstmal noch eine Weile weiter durch Südamerika und die Welt 🙂

    Viele Grüße (derzeit aus Bolivien)
    Lisa von travelbites.de

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Der Autor:

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