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Ecuadors Märkte – Kauderwelsch und Kosenamen

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markt_uioWas denken Sie, wenn sie auf  einem Markt mit: „Mein König – mi rey!“ oder  „Prinz – principe!“ angesprochen werden? Vielleicht, dass die Hochzeit der Royals auch auf ecuadorianischen Märkten die Verkäufer inspiriert? Gut, aber was wenn die Marktfrau aus Ihnen kurzerhand „mein Söhnchen – hijito“ macht oder Ihr heutiges Aussehen mit der Aussage „Hübscher – guapo“ quittiert? Spätestens jetzt sollten Sie wissen, dass die Verkäuferinnen Ecuadors, die „caseras“, gerne das Ego ihrer Kunden mit passenden Anreden kitzeln.

Zwischen all dem Rummel auf den kunterbunten Märkten sind Sie nämlich der herzallerliebste „Vati – padrecito“  und werden so zum „Kundelein – caserito“ verniedlicht. Wir Ecuadorianer gehen liebevoll miteinander um, indem wir uns Kosenamen geben und machen auch vor Besuchern keinen Halt.

Wir Latinos kennzeichnen uns als freundliche, fröhliche Menschen aus, die schnell Freundschaften schließen. Dies kann der Ecuadorreisende jeden Tag erleben. Egal ob Sie nur die Straße überqueren oder zum Einkauf über einen Markt schlendern. Sie treffen immer auf jemanden, der Ihnen mit einem einfachen Gruß oder einer freundlichen Antwort den Tag erheitern möchte. Dies gilt ganz besonders, wenn Sie als potenzieller Kunde an den Marktstand herantreten.
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Wir werden nicht nur mit „Rey oder reina – König oder Königin“ angesprochen sondern auch so zuvorkommend behandelt. Gewagtere Verkäuferinnen umgarnen ihre männlichen Kunden auch schon mal mit einem ungenierten „papacito“. Das bezeichnet  hierzulande nicht einen kleinen Vater, sondern ein besonders attraktives Mannsbild. „Was kann ich dir anbieten Söhnchen – hijito?“ wird etwa ein 75-jähriger Mann gefragt. Das Alter und die Zahl der Enkelkinder werden mit einem Wort fast weggewischt – effektiver kann keine Kur wirken und geschmeichelt fühlt sich der stattliche Herr gewiss!

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Der Kunde überragt um mehrere Köpfe die Verkäuferin? Dies bewahrt ihn nicht davor, mit „mi chiquito – mein Kleiner“ gerufen zu werden. Obwohl diese Anreden alle der Wahrheit spotten, weiß jeder, dass sie nicht die Absicht haben zu verletzen oder zu höhnen sondern ein spontaner und natürlicher Ausdruck der Sympathie sind. Hinter all diesem steht auch die kulturelle Eigenart der Ecuadorianer die Verkleinerungsform zu wählen, einem herzlicheren oder liebevolleren Umgang wegen. Wir Ecuadorianer sind es gewohnt und fühlen uns wohl bei solchen Anreden. Besonders wenn die Ansprachen die Tatsachen auf den Kopf stellen, haben sie eine sympathische Bedeutung. Sicherlich reagieren Reisende, die Spanisch verstehen und auf diese Weise angesprochen werden, verwundert wenn nicht gar verunsichert, glauben sie nicht auch?

Durch die unterschiedlichen Bedeutungen der Wörter stelle ich immer verwundert fest, wie viele verschiedene Kulturen in so einem kleinen Land wie Ecuador existieren. Die verschiedenen Charaktere, Dialekte und die Vielfalt der Kulturen geben dem Land eine ganz eigene Persönlichkeit, was den Charme Ecuadors ausmacht. Besonders  auf den lokalen Märkten können Sie dies hautnah erleben.

Erzählen Sie uns von Ihren Marktbesuchen in Südamerika! Wo befindet sich Ihr Lieblingsmarkt? Was ist Ihnen persönlich aufgefallen während Sie über den Markt geschlendert sind? Wie wurden Sie als Kunde angesprochen? Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

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2 Antworten auf “Ecuadors Märkte – Kauderwelsch und Kosenamen”

  1. Yvonne sagt:

    Hallo Andresito 😉

    toller Artikel. Mein Favorit: der Mercado Santa Clara. Da gibts einfach alles!

    Viele Grüße ans gesamte Quito-Büro
    Yvonne

  2. Kristina sagt:

    Hallo Yvonne,
    das stimmt – auf dem Santa Clara-Markt gibt es eine bunte Vielfalt an Produkten.

    Wurdest du dort auch mit einem Kosenamen angesprochen? 😉

    Liebe Grüße aus Medellin,
    Kristina

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Der Autor:

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