Sicherheit in Kolumbien - Von wegen gefährlich?

Von Mona Wagner 04.10.19 12:00

Du hast bereits tolle Bilder der Traumkulisse Kolumbiens gesehen und fragst dich aber, ob das Land überhaupt sicher zu bereisen ist?

Wir können dich beruhigen! Seit dem Beginn des Friedensprozesses im Jahr 2016 wurde viel unternommen, um Kolumbien zu dem sicheren Reiseland zu machen, das es heute ist. Wir klären über die Sicherheit als Reisender auf, geben Tipps für ein garantiert gutes Reisegefühl und erzählen dir aus erster Hand, was du als Tourist besser vermeiden solltest. 

Kolumbiens Sicherheit

Erst die Freude, dann der Schock und nun die Hoffnung: seit 2016 geht es in Sachen Sicherheit in Kolumbien bergauf. Seit dem Beginn des Guerillakrieges im Jahre 1964, gab es viele Unruhen im Land. Doch nun endlich unterzeichneten Staatspräsident Juan Manuel Santos und der Anführer der linken Guerillaorganisation FARC, Rodrigo Londono, einen historischen Friedensvertrag. Der Rest der Welt jubelte und beglückwünschte Kolumbien, doch die eigene Bevölkerung lehnte den Vertrag letzten Endes mit knapper Mehrheit ab.

In letzter Sekunde bekam Kolumbiens Präsident Santos jedoch den Friedensnobelpreis verliehen, sodass der Friedensprozess weiter voranschreiten kann und die Kehrtwende in naher Zukunft überall im Land zu sehen ist. Heute sind die meisten Teile Kolumbiens, vor allem die touristischen Gebiete, ein sicheres und vor allem wunderschönes Reiseziel.

 

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Medellín, Kolumbien. Quelle: pixabay.

 

Friedensbewegungen und Sicherheitskräfte

Wie bereits erwähnt, ist die berühmt berüchtigte Rebellengruppe FARC, die jahrzehntelang für Gewalttaten im ganzen Land bekannt war, mittlerweile komplett entwaffnet und das friedliche Zusammenleben ist gewährleistet.

Neben dutzenden Zeitungsberichten und Fernsehbeiträgen hat auch das Auswärtige Amt mehr und mehr Positives über Kolumbien zu berichten. Ebenso die stetig steigenden Touristenzahlen und die überglücklich wiederkehrenden Reisenden prägen das neue Bild Kolumbiens: Sicher und sehenswert. Zu verdanken haben die In-und Ausländer diese tolle Entwicklung vor allem den letzten beiden Regierungen unter den Präsidenten Uribe und Santos, die jeweils einen harten Kurs gegen die Guerilla, aber auch die Paramilitärgruppen führten. Auch der neue Präsident, Duque, möchte die Friedensbewegung weiter unterstützen und vor allem die Sicherheit für Touristen im Land sicherstellen. 

 

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Kriminalität und Sicherheit in Kolumbiens Städten

Insgesamt wurde die Zahl an Polizisten und Sicherheitskräften, die regelmäßige Kontrollen in vielerlei Orten durchführen und für mehr Sicherheit in Kolumbien sorgen, stark erhöht. Der Staat investiert seit mehreren Jahren einiges in den Imagewandel und den Ausbau der Infrastruktur. 

Um das Aufgebot an Sicherheitskräften besser erfassen zu können: in der Unesco-Weltkulturerbe-Stadt Cartagena beispielsweise patrouillieren über 2.000 Polizisten. Die Bemühungen, für Sicherheit und Ordnung zu sorgen, können daher ernst genommen werden. 

Auch wir haben während unserer Reisen in Kolumbien - alleine oder auch mit Gruppen - nie gefährliche oder negative Situationen erlebt. Unseren Gästen wurde weder etwas geklaut, noch wurde jemals jemand bedroht. Die Reiseleiter von viventura sind überwiegend Einheimische, kennen das Land somit wie ihre Westentasche und stellen sicher, dass sich alle Reisenden wohl fühlen und keine unangenehmen Momente zustande kommen.  

 

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Cartagena, Kolumbien. Quelle: pixabay.

 

Sicher unterwegs in Medellín, Cartagena & Bogotá

Obwohl negative Gerüchte nach wie vor ihre Kreise ziehen, sind viele Städte entgegen aller Vorurteile gute Vorbilder für eine gelingende Politik im Land. Zum Beispiel hat sich die Stadt Medellín, ehemals geprägt von Kämpfen zwischen Guerilla, Paramilitärs und der Armee, inzwischen zu einer wahren Vorzeigestadt entwickelt. Sie besitzt die erste wie auch einzige U-Bahn und baut stetig neue Bibliotheken, damit die Bildung aller Bevölkerungsschichten verbessert und in naher Zukunft sichergestellt werden kann. 

Doch die Städte Cartagena und Bogotá können sich sehen lassen - das Kriminalitätsniveau ist beachtlich gesunken und ebenso hier ist die Politik bemüht, die Sicherheit auf den Straßen zu überwachen und in den Touristengebieten zu gewährleisten.

Alle unsere Reisenden kommen glücklich und begeistert in ihr Heimatland zurück. Jeder von ihnen schwärmt von der Freundlichkeit und Herzlichkeit der Kolumbianer sowie von der wunderschönen und abwechslungsreichen Tier- und Pflanzenwelt. Dabei sagen alle, dass sie sich während der gesamten Tour sicher und wohl gefühlt haben. Natürlich sollte man trotzdem nicht blindlings durch die Gegend laufen - es gilt stets, ein paar Verhaltensregeln - wie auch in allen anderen Reiseländern - zu beachten, um eine gelungene Reise zu erleben.

 

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Farbenfrohes Kolumbien. Guatapé, Kolumbien. Quelle: flickr.

 

Offizielle Reisehinweise 

Oft hört man, dass Straßenkriminalität landesweit das größte Sicherheitsproblem darstellt. Vor allem die Urlauber in Kolumbien sollten auf sich achtgeben. viventura sagt dazu: Klar solltest du auf dich aufpassen. Das ist jedoch in jedem Land der Welt der Fall, wenn du dieses nicht kennst. Wer mit gesundem Menschenverstand, Respekt und Umsicht reist, der erlebt eine großartige Zeit und hat sicher unvergesslich-schöne Erinnerungen. Die Statistik des „Global Peace Index“ untermauert diesen positiven Eindruck noch einmal: Kolumbien gehört längst nicht mehr zu den gefährlichsten Ländern der Welt - in den letzten drei Jahren verbesserte es sich um 16 Plätze.

Und auch Medellín, die zweitgrößte Stadt des Landes und Hauptstadt des Departamentos Antioquia hat sich in eine sehenswerte, grüne, pulsierende Metropole verwandelt. Heute setzten die Politik und Bevölkerung sich dafür ein, den schlechten Ruf der Stadt, die in den 90ern als Drogenhochburg und gefährlichste Stadt der Welt galt, in ein positives Licht zu rücken und die negativen Vorurteile zu überwinden. Wir können nur wärmstens empfehlen, die "Stadt des ewigen Frühlings" mit ihren herzlichen Bewohnern und ihrer kulinarischen Vielfalt kennen zu lernen.

Für mehr Informationen rund um Sicherheit und Reisen kannst du gerne auch die Seite des "Auswärtigen Amtes" besuchen. Dort findest du tagesaktuell alle Reisehinweise zu Kolumbien. 

 

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Bogotá, Kolumbien. Quelle: pixabay.

 

Sicherheitsvorkehrungen für deine Kolumbienreise

Laut des Tropeninstituts in Leipzig bestehen für Kolumbien keinerlei Impfvorschriften für die Einreise in das Land – empfohlen werden allerdings Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Grippe und Hepatitis A. Auch ein Gelbfieber-Schutz wird als empfehlenswert aufgeführt, dieser sei jedoch in den meisten Gebieten Kolumbiens nicht dringend erforderlich.

Impfungen gegen Typhus, Hepatitis B, Meningitis, Tollwut und Herpes Zoster werden gleichermaßen empfohlen - sind jedoch kein Muss. Zudem wird in unter 1.600 m Höhe gelegenen Regionen ein Malaria-Schutz angeraten. Um die Wirksamkeit der Impfstoffe zu gewährleisten, sollten jegliche Maßnahmen spätestens vier Wochen vor der Abreise getroffen werden. Für eine vollumfängliche medizinische Empfehlung solltest du dich rechtzeitig vor der Reise an einen reisemedizinisch fortgebildeten Arzt oder an das Tropeninstitut wenden.

Das kolumbianische Gesundheitsministerium hat zudem die sogenannte Zika-Epidemie als erstes Land als Überwunden erklärt. Das Zika Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen und tritt in vielen lateinamerikanischen Ländern, insbesondere in Kolumbien und Brasilien auf. Hier unser Blogartikel dazu.

Übrigens: Damit du von A bis Z gesundheitlich gut ausgerüstet bist, empfehlen wir die Mitnahme einer kleinen Reiseapotheke mit: Cremes gegen Insektenstiche, Mitteln gegen Fieber und Schmerzen sowie Durchfall und Verstopfung, Desinfektionsmittel, Sonnenschutzmittel, Pflaster und Verbandsmaterial.

 

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Neben all der schlechten Gerüchten sollte man die Schönheit des Landes nicht vergessen. Quelle: flickr.

 

Wertsachen, Geld und Visum

Wer als deutscher, österreichischer oder schweizer Tourist bzw. Reisender nicht mehr als 90 Tage in Kolumbien bleiben möchte, für den genügt der Reisepass. Bei Einreise erhältst du einen Stempel mit der genauen Dauer deines genehmigten Aufenthaltes. Ein Visum ist für diese drei Staatsbürgerschaften insofern nicht notwendig.

Trage dein Geld und deine Wertsachen am besten immer nah am Körper - hierfür gibt es beispielsweise spezielle Reise-Bauchtaschen, die unter der Kleidung eng anliegen, somit kaum auffallen und das Geld immer griffbereit ist.

À propos Geld: wir empfehlen so wenig Bargeld wie möglich mitzuführen. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, solltest du dich im besten Fall bereits zuhause darüber informieren, ob deine Kreditkarte im Ausland auch wirklich funktioniert - denn ausländisches Bargeld, auch US-Dollar, wird zumeist außerhalb der Großstädte nicht akzeptiert. Die einfachste Art an Bargeld zu gelangen, ist daher mittels einer internationalen Bankkarte im Maestro/Cirrus oder Visa Plus-Verbund. 

Wichtig zu wissen wäre zudem, welche Schritte zur Kreditkartensperrung im Notfall in die Wege geleitet werden müssen. Doch jetzt keine Panik, das ist wirklich nur, um auf Nummer sicher zu gehen! Du solltest die Telefonnummer für eine Kreditkartensperrung überall im Ausland stets zur Hand haben.

 

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Verlassene Orte: hier ist weit und breit kein Geldautomat zu finden. Quelle: viventura.

 

Worauf man als Reisender achten sollte

Wer in Kolumbien auf eigene Faust unterwegs ist, der sollte in jedem Fall ein paar Brocken Spanisch können, denn nur wenige Einheimische sprechen Englisch. Wenn du in einer Reisegruppe reist, sind die Reiseleiter oft mehrsprachig ausgebildet und helfen natürlich in jeder Situation mit Humor und Freude zur Verständigung. Doch selbst wenn du kein einziges Wort Spanisch sprichst - die Verständigung mit Händen und Füßen macht ebenso Spaß, vor allem weil die Kolumbianer stets warmherzig, aufgeschlossen und hilfsbereit reagieren. Ihre Gastfreundschaft begeistert einfach immer wieder!

Die Regeln der Vernunft schreiben auch in Kolumbien einige Dinge vor, die genauso überall auf der Welt gelten: Gehe niemals mit Fremden mit und meide vor allem in Großstädten einsame Straßen, in denen du als Tourist direkt ins Auge stichst. Vorsicht ist teilweise auch bei Taxen geboten, hier sollte man beispielsweise bei der Fahrt vom oder zum Flughafen ausschließlich auf registrierte Fahrzeuge zurückgreifen.

Wenn du zu einer Partie Tejo – ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem kleine Beutel mit Schwarzpulver getroffen werden müssen – aufgefordert wirst, dann genieße das Spiel, doch lass sich dabei nicht um den Finger wickeln oder dich zu vielen alkoholischen Getränken einladen. Das Spiel kann sehr viel Stimmung machen, trotzdem solltest du nicht leichtsinnig werden. 

 

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Ein einheimischer Bus auf den wilden Straßen Kolumbiens. Quelle: viventura.

 

Gesunde Vorsichtsmaßnahmen treffen

Um die Reisesicherheit in Kolumbien gewährleisten zu können, solltest du immer auf dein Bauchgefühl hören. In Kolumbien kann man mittlerweile genauso sicher reisen, wie in anderen südamerikanischen Ländern auch. Beachtet man, dass nicht alle Regionen für Touristen optimal zugänglich sind, erkundigt man sich, wie die aktuelle Lage in bestimmten Regionen ist und geht man mit einem gesunden Maß an Vorsicht in einige Situationen hinein, so kann man sich genauso sicher fühlen wie in anderen Ländern auch.

Grundsätzlich ist es - unabhängig vom Aufenthaltsort - empfehlenswert, achtsam zu sein, wem man welche und wie viele persönlichen Informationen mitteilt, mit wem man unterwegs ist und wohin man geht.   

Unser Tipp: Wenn du das erste Mal Kolumbien bereist und keinen Reiseleiter zur Seite hast, dann besuche am besten ausschließlich Gebiete, in denen sich auch andere Touristen aufhalten und erkundige dich vorab über die aktuelle Sicherheitslage in diversen Regionen bei den zuständigen Behörden.

 

Und jetzt: ab ins paradiesische Kolumbien

Es ist richtig, dass es noch einige Gebiete im Land gibt, die man besser nicht bereisen sollte. Risikobehaftete Situationen sollte man aufmerksam wahrnehmen und versuchen, diese frühzeitig zu erkennen. Allen Vorurteilen zum trotz  berichten unsere Reisenden ausschließlich über positive Erfahrungen, die sie in Kolumbien machen durften. Das Land ist in jedem Fall auf einem mehr als guten Weg, auch in Zukunft die Sicherheit ihrer Besucher gewährleisten zu können und stetig zu verbessern. Und wir können dich beruhigen: Unsere Reisende kommen mit wunderschönen Erinnerungen an die zahlreichen Schönheiten des Landes aus dem Urlaub zurück.

 

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Pure Lebensfreude genießen und sich davon anstecken lassen. Quelle: flickr.

 

Denn Kolumbien bietet so viel: Man kann prächtige Buckelwale aus dem Meer springen sehen, die bergige Kaffeezone mit ihrem Dauergrün bewundern, den Dschungel im Amazonasbecken erkunden, an traumhaft entlegenen Stränden die Seele baumeln lassen oder verrückte Pflanzen und wilde Tierarten entdecken.

Seine Lage am Äquator beschert Kolumbien unglaublich viele verschiedene Landschaften und Ökosysteme. Egal ob Strandliebhaber, Wanderer, Bergsteiger oder Outdoor-Sportler - in der Natur dieses Landes, das übrigens dreimal so groß wie Deutschland ist, aber nur über die Hälfte der Einwohnerzahl verfügt, ist garantiert für jeden Geschmack etwas zu finden.

 

Du hast jetzt Lust auf Kolumbien, seine reiche Natur und die ansteckende Lebensfreude der Bewohner bekommen? Dann haben wir sicher die perfekte Reise für dich im Angebot!

 

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Tags: Kolumbien

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