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10 kuriose Fakten über Peru, die niemand braucht

10 kuriose Fakten über Peru, die niemand braucht

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Du bist mehr als versorgt mit gutem Wissen über Peru, hast alles erfahren in Listen von Orten, die du in Peru gesehen haben musst. Du verfügst über genug Tipps, wie du deinen Koffer packst und eine wahre Fülle an Rezepten und peruanischen Gerichten zum durchschlemmen. Jetzt ist es Zeit, an etwas anderes als an die absoluten Must-Dos von Peru zu denken. Deswegen folgt nun ein Artikel mit 10 kuriose Fakten über Peru, die niemand braucht, aber trotzdem jeder gerne weiß!

Kuriose Fakten über Peru: Sprachliche Missverständnisse

 

1. Wegbeschreibungen werden überbewertet

Die Worte „links“, „rechts“ und „geradeaus“ befinden sich zwar durchaus im peruanischen Wortschatz, werden aber in einer normalen Konversation nicht zwingend gebraucht. Die beliebteste Wegbeschreibung der Peruaner ist nämlich „por allá“ („da lang“). Hat man sich allerdings erst einmal an Aussagen wie „zwei, drei oder fünf Blöcke die Straße da lang“ gewöhnt, kann man bei solchen Konversationen durchaus Spaß haben. Vor allem eines muss man den Peruanern nämlich lassen: sie sind wahnsinnig hilfsbereit! Verirrten Touristen helfen sie dann gerne auch persönlich, den richtigen Bus oder den Weg zur Plaza de Armas wiederzufinden.

Wo geht's hier nach Machu Picchu?

Wo geht’s hier nach Machu Picchu?

 

2. Die Antwort auf alles: ya

Das peruanische Wörtchen „ya“ besitzt eine ganz besondere Eigenschaft: es ist einfach immer einsetzbar! Egal ob man es nur als Füllwort braucht, eine Zeitangabe machen oder seine Zustimmung ausdrücken will, das Wort „ya“ passt einfach immer und steht noch vor dem ebenfalls universell einsetzbaren „pues“. Besonders beliebt ist auch die Kombination der beiden Wörter “ya” und “pues” zu einem langgezogenen „ya pueeeeees“. Sagt nicht wirklich etwas aus, passt aber immer.

Das Wörtchen "ya" ist einfach immer als Satzfüller zu gebrauchen!

Das Wörtchen „ya“ ist einfach immer als Satzfüller zu gebrauchen!

 

3. Wer braucht schon Wasser?

Die korrekte Übersetzung für Wasser im Spanischen lautet „agua“. Da anstelle von Wasser jedoch fast immer Softdrinks wie die beliebte Inca Kola, die peruanische Äquivalente zur Coca-Cola, gereicht werden, entstehen schnell Missverständnisse. So bekommt man anstelle des geforderten Wassers meist eine gaseosa (Softdrink). Als agua kann eben manchmal alles bezeichnet werden, was irgendwie flüssig ist. Oft sind Softdrinks in kleinen Geschäften sogar billiger als Wasser. Na dann, Prost!

Das Gold der Inka: Die Inca Kola ist der beliebteste Softdrink der Peruaner und schmeckt so süß und klebrig, wie sie aussieht.

Das Gold der Inka: Die Inca Kola ist der beliebteste Softdrink der Peruaner und schmeckt so süß und klebrig, wie sie aussieht.

 

4. Klopapier ist im weiteren Sinne des Wortes eigentlich kein Klopapier

Der Zweck des Produktes ist derselbe wie in Europa. Allerdings landet Klopapier in Peru nicht, wie man meinen könnte, im Klo, sondern in einem Mülleimer neben der Toilette. Einen triftigen Grund dafür gibt es allerdings auch: der Großteil der Toiletten ist schlichtweg nicht dafür konzipiert, dass man das Papier hineinwirft. Tut man es dennoch, könnte dies zu unangenehmen Problemen (Stichwort: Überschwemmungen) führen. Also: Toiletteneimerpapier richtig anwenden, bitte!

Sogar beim Toilettengebrauch gibt es Unterschiede zwischen Deutschland und Peru!

Sogar beim Toilettengebrauch gibt es Unterschiede zwischen Deutschland und Peru! Quelle: pixabay

 

5. Huhn ist kein Fleisch

In Peru wird nur rotes Fleisch auch als „Fleisch“ bezeichnet, wohingegen Huhn zu Geflügel zählt und Fisch zu Fisch. Einfacher, als sein Essen ohne Fleisch zu bestellen oder zu sagen, dass man Vegetarier sei, ist es daher, zu erklären, dass man kein Tier essen möchte. Bestellt man nur kein Fleisch, kann man sonst trotzdem das sehr beliebte Hühnchen auf seinem Teller vorfinden. Allerdings gibt es in Peru so viele leckere Gerichte mit Huhn, dass das wahrscheinlich auch nicht die schlimmste Situation darstellt!

Ein peruanischer Dauerbrenner mit Huhn: Aji de Gallina

Ein peruanischer Dauerbrenner mit Huhn: Aji de Gallina

 

Kuriose Fakten über Peru: Namen und Rechtschreibung

 

6. Großes und kleines „B“ sind nicht der gleiche Buchstabe

Die Buchstaben „b“ und „v“ werden im Peruanischen so ähnlich ausgesprochen, dass sich auch viele Menschen im Land selbst bei der Schreibweise von einigen Wörten unsicher sind. Als „b grande“ wird dann häufig das normale „B“ bezeichnet, als „b chica“ das v. Besonders häufig sticht einem die Regelung mit b und v bei dem Wort „Ceviche“/“Cebiche“ ins Auge, bei dem sogar beide Schreibweisen erlaubt sind! Ausblick halten kannst du auch nach Schildern, auf denen „No botar basura“ (Keinen Müll wegwerfen) zu „No votar basura“(Wähle keinen Müll!) wurde. Wenn man zu lange darüber nachdenkt, weiß man schon selbst nicht mehr, was eigentlich stimmt: bailar oder vailar, baca oder vaca, verano oder berano

Keinen Müll wählen oder keinen Müll jenseits der Eimer wegschmeißen? In jedem Fall eine gute Wahl.

Keinen Müll wählen oder keinen Müll jenseits der Eimer wegschmeißen? In jedem Fall eine gute Wahl. Quelle: pixabay

 

7. Namensgebung kennt keine Regeln

In Peru gibt es keine inkorrekte Schreibweise von Vornamen. Eltern können ihre Kinder benennen, wie sie wollen-und das tun sie auch. Vorzugsweise benennen sie ihren Nachwuchs gleich nach Geschichtspersonen (Lincoln, Adolf,…), Kindheitshelden (MacGyver) oder wandeln den Nachnamen von Fußballspielern (Maradona, Ballack) in Vornamen um. Die Schreibweise erfolgt dann so, wie sie wünschen, dass sich der Name anhört. So begegnet man dann schon einmal Mädchen, die „Hilari“und“ Leidi“ heißen oder Männern mit Namen wie „Jhoni“ und „Estip“. Estip, habe ich mir erklären lassen, kommt übrigens vom Namen Stephen. Immerhin weiß so jeder, wie man sein Gegenüber anspricht und anschreibt. Das ist eine Regelung, die einem sogar logisch vorkommt, wenn man bedenkt, dass es in Deutschland bereits Schwierigkeiten impliziert, will man seinem Kind einen nicht eindeutig zuzuordnenden Vornamen wie Kim oder Luca geben.

Manche Eltern benennen ihr Kind nach ihren Helden wie MacGyver.

Gestatten? MacGyver. Quelle: flickr

 

8. Ich war noch niemals in New York

…oder doch? In Peru gibt es gleich mehrere Orte, die sich als „Nueva York“ betiteln. Direkt neben dem peruanischen New York kann man mitunter auch „Los Angeles“ oder „San Francisco“ finden. Es gibt ganze Listen von Ortsnamen, die immer wieder vergeben werden, wenn sich kleinere Häuser- und Hofansammlungen zu Ortschaften entwickeln. Besonders beliebt sind die Ortsnamen „Santa Rosa“, „Esperanza“ oder „Nueva Esperanza“, auf die man gefühlt fast so oft stößt wie auf den Nachnamen „Müller“ in Deutschland. Zu sagen, man befinde sich in Los Angeles, während man umgeben von fünf einsamen Hütten auf die Ausläufer der Anden blickt, hat aber durchaus seinen Reiz.

Mitten im Nirgendwo kann man in Peru einmal mehr zwischen den Hausansammlungen von Centro America und Los Angeles wählen.

Mitten im Nirgendwo kann man in Peru einmal mehr zwischen den Hausansammlungen von Centro America und Los Angeles wählen. Quelle: Google Maps

 

Kuriose Fakten über Peru: Menschen und Mythen

 

9. Wer hat Angst vorm weißen Mann?

Wie überall auf der Welt existieren auch in Peru länderspezifische Mythen. Eine besonders in den Anden und im Hochregenwald verbreitete Erzählung besagt, dass ein weißer Menschenschlächter, Pishtaku genannt, durch die Berge zieht um sich indigene Peruaner zum Opfer zu machen und ihnen das Fett und Blut aus dem Leib zu saugen. Der Anblick eines riesigen weißen, blondhaarigen Mannes wird so in entlegenen Bergregionen Perus noch immer mit diesem Mythos in Verbindung gebracht, den man besonders als großer „weißer“ Ausländer gerne als Schauergeschichte zu Ohren bekommt. Ein ganz zauberhafter Mythos ist hingegen der über die Entstehung des Titicacasees. Soviel sei verraten: es geht um den Zorn der Götter, Pumas und Vergebung.

In der Andenegion Perus wird noch heute die Mythe des Pishtaku erzählt.

In der Andenregion Perus wird noch heute vom Mythos des Pishtaku erzählt.

 

10. Eindeutig (k)eine Frauensache: Stricken

Auf der im Titicacasee gelegenen Insel Taquile gehen allen voran die Männer einer besonderen Tradition nach: sie spinnen, weben und stricken Trachten, Mützen und Handschuhe. Das Kunsthandwerk der Taquilenos, wie die Inselbewohner genannt werden, wurde sogar in die UNESCO-Liste aufgenommen! Und da sag‘ mal noch einer, dass die Frauen die ganze Hausarbeit machen und nur stricken, kochen und putzen…

Von wegen Stricken sei Frauensache!

Von wegen Stricken sei Frauensache!


 
Spätestens nach diesem Wissen bist du nun bereit für deine Peru-Reise! Du warst schon da? Erzähle von deinen kuriosesten Perugeschichten!

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Der Autor:

Kaya Herkersdorf

Kaya
Die reisefreudige Freiburgerin wuchs zwischen Pferden und Hügeln auf. Kalte Wintertage versüßte sie sich am Liebsten mit Skiabfahrten, bevor sie sich nach ihrem Abitur mitten ins Herz Perus ... weiterlesen

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