Ruinen im Amazonasbecken entdeckt

Von viventura 21.09.03 12:00

Das Amazonasbecken in Südamerika war schon vor etlichen hundert Jahren, noch vor der Ankunft von Christoph Kolumbus, dicht besiedelt und Zentrum einer hoch entwickelten, komplexen Kultur. Wie das Fachmagazin "Science" in seiner jüngsten Ausgabe berichtete, entdeckten Forscher in den tropischen Wäldern die Ruinen ausgedehnter Siedlungen, Straßen und Brücken.Die Vorfahren des Stammes der Kuikuro am Oberlauf des Xingo, eines Zulaufs des Amazonas, hätten als hoch entwickelte Zivilisation gelebt, erklärte der Wissenschafter Michael Heckenberger. Anders als frühere Studien nahe legten, handelte es sich bei den damals mehreren Tausend Einwohnern nicht um lose Gruppen, die umherzogen oder in versprengten einzelnen Ortschaften lebten. Der Stamm habe vielmehr eine hohe technische und architektonische Entwicklung aufgewiesen und ein vernetztes System von Dörfern und Ortschaften errichtet, sagte Heckenberger.

Tags: Brasilien

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