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Die Dekade der indigenen Völker

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Am 9. August wurde in Südamerika, wie auch der Lobby des UN Hauptquartiers in New York, zum zehnten und letzten Mal der „Tag der indigenen Völker“ gefeiert. Die Dekade der indigenen Völker wurde 1994 ausgerufen, um ihnen mehr Einfluss und eine eigene Stimme zu verschaffen. Einiges wurde zwar erreicht, trotzdem fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mehr Engagement zum Schutz der Ureinwohner.

Weltweit zählen die Ureinwohner noch immer zu den ärmsten der Armen. Im Konkurrenzkampf um Land und Rohstoffe können sie sich gegenüber Bergbaukonzernen und Großgrundbesitzern kaum durchsetzen. Sie sind die großen Verlierer von Globalisierung und Liberalisierung der Weltwirtschaft.

Von der geplanten Menschenrechtserklärung sind jedoch bloß 2 der 47 geplanten Artikel verabschiedet worden. Das bislang wichtigste Dokument der UN zum Schutz der Interessen von Ureinwohnern ist die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Diese garantiert den indigenen Völkern das Recht auf ihr Land, natürliche Ressourcen, interkulturelle Bildung und Selbstbestimmung. Doch obwohl vor 15 Jahren verabschiedet, ist sie bislang gerade mal von 17 Staaten ratifiziert worden – in Europa nur von Norwegen, den Niederlanden und Dänemark. Das Engagement der Bundesrepublik für die Rechte indigener Völker könnte nach Meinung von viventura größer sein.

Laut GfbV seien zehn Jahre jedoch einfach nicht genug, um einen Prozess umzukehren, der Jahrhunderte lang das Verhältnis zwischen Ureinwohnern und Staaten geprägt hat. Das Ziel, mit der Universalen Charta der Rechte indigener Völker bis Dezember 2004 eine Art Grundgesetz innerhalb der Vereinten Nationen zu verabschieden, sei nicht erreicht worden. Deshalb begrüße die GfbV, dass der UN-Wirtschafts- und Sozialrat ECOSOC die Vollversammlung der Vereinten Nationen gebeten hat, eine zweite Dekade für die Indigenen Völker der Welt von 2005 bis 2015 auszurufen.

Es existieren ungefähr 300 Millionen Indigene, die sich auf 5000 unterschiedliche Völker verteilen. Den größten Anteil mit ca. 70 Millionen stellen die Adivasi in Indien dar, gefolgt von den Ureinwohnern Amerikas mit mehr als 40 Millionen.

Michael Wilderer – Salvador, Brasilien

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