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Peru: Fujimori schuldig gesprochen

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Der ehemalige peruanische Präsident Alberto Fujimori ist letzte Woche wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Nach 160 Prozesstagen in fast 16 Monaten erklärte eine Sonderkammer des obersten peruanischen Gerichtshofes den Expräsidenten in allen Anklagepunkten für schuldig. Die drei Richter sahen es als erwiesen an, dass Fujimori, der von 1990 bis 2000 regierte, die Ermordung von mindestens 25 Menschen angeordnet hatte. Im Kampf gegen die Guerilla führte die Todesschwadron „Colina“, gebildet durch Mitglieder des militärischen Geheimdienstes, in den Jahren 1991 und 1992 2 Massaker durch. Fujimori soll die Geheimdienstler laut Urteil „autorisiert, geleitet und kontrolliert“ haben.

Nach der 3-stündigen Urteilsverlesung erklärte Fujimori er werde Berufung einlegen.

Das Urteil wird von sozialen Bewegungen und Menschenrechtsgruppen begrüßt. Es ist das erste Mal, dass ein gewähltes lateinamerikanisches Staatsoberhaupt wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilt wird und José Miguel Vivanco von „Human Rights Watch“ hält das Urteil für eine „sehr mächtige Botschaft für Lateinamerika“. Jüngst gab auch der jetzige Präsident Alan García grünes Licht für die Erbauung eines „Museums der Erinnerung“, in dem der Opfer des Krieges zwischen dem Staat und den Guerillagruppen gedacht werden soll. Sind diese beiden Ereignisse Zeichen dafür, dass endlich die Vergangenheit aufgearbeitet wird?

Die Bevölkerung Perus jedoch empfing die Urteilsverkündung auf unterschiedliche Weise. Noch rund 30 Prozent der Peruaner zeigen Verständnis für Fujimori. Seine Tochter Keiko, die seit 3 Jahren im peruanischen Kongress sitzt und bei den Präsidentschaftswahlen 2011 antreten will, erklärte, dass sie als erste Amtshandlung ihren Vater begnadigen würde. In Umfragen lag sie in der Wählergunst an erster Stelle. Kann die Verurteilung ihres Vaters dies ändern?

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Eine Antwort auf “Peru: Fujimori schuldig gesprochen”

  1. Andrea sagt:

    Rebbellen des Sendero Luminoso – Leuchtender Pfad töteten am Donnerstag in der Nähe der Ortschaft Sanabamba in der Nähe Ayachucchos, 13 Soldaten der peruanischen Armee. Bei den Rebellen handelt es sich um sogenannte Narco-Terroristen, ehemalige Mitglieder des Sendero Luminoso, die heute mit Drogen handeln oder mit Drogenbossen zusammenarbeiten. Sie attackierten die Soldaten mit Granaten und Sprengstoff und trieben sie in einen Abgrund. Der Angriff wurde erst spät entdeckt, da Sanabamba in einer abgelegenen Gegend liegt. Laut den zuständigen Behöden handelt es sich um den schwersten Zwischenfall seit mehr als einem halben Jahr.

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